Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn  

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



Presse / Nachrichten - Archiv (2021)



Artikelliste (2021)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Dezember 2021)

Begegnung baut Vorurteile ab

Wie wichtig Begegnung ist, um sich besser kennen und verstehen zu lernen, wurde in den langen Monaten der Kontaktbeschränkungen schmerzlich bewusst.

Seit Juni konnte das monatliche Café International im Hause des EJO Ottobrunn wieder stattfinden –wenn auch in kleinerem Umfang und immer im Garten. Groß war die Freude bei den eingeladenen Besuchern, die als Neu-Zugezogene in der Pandemiezeit wenig Möglichkeiten hatten, Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen. Am Tisch der Mütter berichtete eine afghanische Teilnehmerin über ein Qualifizierungsprogramm für Frauen an der VHS München. Die Väterrunde diskutierte Neuigkeiten und Jobangebote. Ein Helferkreis-Mitglied gab Tipps für die bevorstehenden Umzüge. Die Praktikantin tollte mit den Kindern im Garten herum, Fußball, Rutsche, Dreiräder und der benachbarte Spielplatz – hier verstanden sich die Kinder auch ohne Worte. Große und kleine Besucher aus Äthiopien, Afghanistan, Syrien, Ägypten, Uganda und der Türkei waren zu Gast.

Im Sommer startete der Helferkreis eine neue Talk-Runde in der Senioren Kaiserstiftung in Riemerling „Meine, deine, unsere Kultur“. Flüchtlinge, Helfer/innen und Gäste reden in wechselnder Runde über Themen, die sie bewegen, die Gespräche leitet Dr. Claudia Bernardoni. Den ersten Abend gestalteten Dr. Rana Ali und Rony Goliana aus Syrien. Sie beantworten Fragen über ihre Kindheit und Jugend, über das Land und die Leute, und erzählten, wie sie sich bei uns eingelebt haben. Im September berichtete Hoda Farshad, Erzieherin in Ottobrunn, über ihre Jugend im Iran, Gesellschaft, Frauen und Studienbedingungen. Sie gab ein beeindruckendes Beispiel für die Freude am Lernen.

Das beliebte „Essen über’n Tellerrand“ mit gemeinsamen Kochen und anregenden Tischrunden kann leider erst im neuen Jahr fortgeführt werden.

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

( siehe auch: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 12/2021,  Seite 50)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn - Gelungene Integration (November 2021)

Helfen schafft Vertrauen

In einer Ottobrunner Flüchtlingsunterkunft wohnten vor sechs Jahren insgesamt neun Frauen aus Somalia. Inzwischen sind Kinder geboren und insgesamt fünf Kinder von zwei Müttern haben durch Familiennachzug einreisen können. Das waren große Ereignisse für die Familien und den Helferkreis, weil das Aufenthaltsrecht hier den jungen Menschen ein menschenwürdiges Leben eröffnet und sich in einem Fall wegen schwerer Erkrankung sogar lebensrettend auswirkt. Aus diesen Gründen ist Bewegung in die gut befreundete Frauengruppe gekommen. Mehrere Frauen mit ihren Kindern und den Vätern, darunter die eine mit Familiennachzug, haben neue Wohnungen gefunden und sind ausgezogen. Und für zweite Familie mit den beiden nachgezogenen Söhnen, Mohamed, 12 Jahre, und Mahir, 8 Jahre, der Somalierin Sarruuro, musste ein Raum im oberen Stock eingerichtet werden.

Das Zimmer mit gespendeten Möbeln auszustatten, war de r erste Einsatz von Emad (32) und seinem Cousin Hamman (27). Sie kommen aus einem Dorf am Ufer des Euphrat bei Aleppo. Beide sind wegen des Syrienkriegs als Flüchtlinge hierhergekommen. Emad hat bereits gearbeitet, sucht jedoch gerade eine neue Stelle, und Hamman macht eine Ausbildung zum Vermessungstechniker. Samstags haben sie frei, deshalb haben sie nun Mitte Juli wieder tatkräftig bei einem dringend notwendigen Küchenaustausch mitgewirkt. Katharina, Mitglied im Helferkreis und Leiterin der Aktion, sagt:

Die alte Küche war inzwischen in die Jahre gekommen. Einzelteile fehlten, das Backrohr funktionierte schon lange nicht mehr, die Geschirrspülmaschine sowieso nicht. Die Frauen erzählten mir, dass am Anfang, als sie dort einquartiert wurden, insgesamt neun Frauen in dem Haus waren, die alle dort gekocht haben. Neun Frauen in einer Küche, das kann ich mir kaum vorstellen.

Eine „neue“ Küche wurde mit Hilfe der AWO-Rumpelkammer in Grasbrunn gefunden. Hamman besitzt einen Führerschein. So war es möglich, ein Mietauto zu nehmen. Gemeinsam mit Christian, einem weiteren Helferkreismitglied, und Katharina plus Privatwagen war das Team komplett. Der Ausbau war nicht einfach, denn die Küche bestand aus großen Teilen, aber der Grasbrunner Spender half mit. Beim Entladen und Einlagern der Austauschküche in einem trockenen Raum haben dann auch die Bewohner*innen der Ottobrunner Unterkunft angepackt. Danach haben sie die alte Küche ausgebaut und vorerst im Garten gelagert.

Nach diesem ersten Akt übernahm Katharina selbst den zweiten, nämlich gemeinsam mit den künftigen Nutzerinnen Sarruuro und Nasro sowie Nimco, einer ehemaligen Mitbewohnerin, die Renovierung der Wände mit Anstrich. Auch die Schulkinder, Ayman und Hannah, haben nach Kräften geholfen. Zwei Wochen später haben dann Emad und Hamman die Küchenmöbel bestmöglich platziert und eingepasst. Einen kleinen Wermutstropfen gab es leider. Die Dunstabzugshaube konnte nicht mehr installiert werden, da an dieser Stelle überall Leitungen in den Wänden vorhanden sind. Nachdem noch Arbeitsplatten zugeschnitten und vom Baumarkt abgeholt und eingebaut worden waren, war alles fertig. Katharina sagt:

Sarruuro und Nasro haben sich sehr über die neue Küche gefreut. Es war zwar viel Arbeit. Aber mir hat es großen Spaß gemacht, insbesondere auch mit den anderen Helfern, die mit großem Elan bei der Sache waren und sich als absolut verlässliche Helfer gezeigt haben.

Ganze Tage lang für andere arbeiten, warum tun Sie das, war unsere Frage an Emad:

Warum hilft der Helferkreis uns? In unserer Kultur sagen die Eltern: Du sollst helfen, keinen Dank, kein Geld verlangen, einfach helfen. Und es gibt noch einen Grund: Ich komme aus Syrien. Ich bin Araber. Ich sehe anders aus. Manche Leute hier haben Angst. Wenn ich jedoch andere durch Hilfe kennen lerne, dann sehen sie meine Person und meine Kultur. Die Angst verschwindet.

Claudia Bernardoni, Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

( siehe auch: "Mein Ottobrunn", 11/2021, Seite 17)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn(September 2021)

Vom kleinen Glück auf dem grünen Platz – Fußballmannschaft Ramasuri

Während sich zu den Spielen der Europameisterschaft in den Stadien wieder die ersten Zuschauer einfanden, konnte auch die Flüchtlingsmannschaft Ramasuri nach einer langen Zwangspause das Fußballspielen wieder aufnehmen.

Das letzte Training fand im September statt, danach kam die große Leere. Wegen der strengen Auflagen ist auch vieles andere ausgefallen: die beliebte Weihnachtsfeier, das alljährliche Bowling und leider auch das sommerliche Trainingslager.

Die Organisatorin Brigitte Barthmann machte sich Gedanken: „Wie eine Mannschaft zusammenhalten, wenn man sich so lange Zeit überhaupt nicht sehen darf, wenn einem nur WhatsApp und Telefonate zur Verfügung stehen? Wenn gerade die Spieler, die unter Depressionen oder Traumata leiden, dann auch noch Kurzarbeit haben oder gar ihren Job verlieren? Wie soll man den persönlichen Kontakt, den man jede Woche auf dem Fußballplatz hat, ersetzen?“

Als es dann endlich wieder losgehen konnte, kam wer kommen konnte. Selbst Spieler, die nach dem Training am Samstagmorgen noch 8 oder 10 Stunden Arbeit vor sich haben, stehen auf dem Platz. Hier sind die Einsamkeit des Lockdown, die finanziellen Sorgen vergessen. Es ist auch nicht mehr so wichtig, wie groß das fußballerische Können ist - jetzt zählt nur noch die Freude, wieder mit der Mannschaft zusammen zu sein. Verschossene Pässe werden mit einem Lächeln abgetan und wenn nach 20 Minuten die ersten außer Puste geraten, weil die Kondition durch dem Lockdown gelitten hat, wird das mit viel Gelächter und dem Eingestehen des eigenen Ächzens unterlegt. Das Glück lässt sich nicht in Worte fassen, das über dem Fußballplatz schwebt.

Brigitte Barthmann, Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

( siehe auch: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 09/2021, Seite 54)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn - Gelungene Integration (Juli 2021)

Neuer Glaube, neues Leben

Fatima F., 35 Jahre, ist 2012 aus dem Iran in die Flüchtlingsunterkunft in der Joseph-Seliger-Siedlung gekommen und gehört zu den langjährigen, aber auch zu den best integrierten, ehemaligen Flüchtlingen bei uns. Sie ist Christin geworden, hat in knapp 10 Jahren eine höchst beachtliche Berufslaufbahn absolviert und seit kurzem auch die deutsche Staatsbürgerschaft erworben.

2013 besuchte sie zunächst Volkshochschul-Kurse, um ihr Deutsch zu vervollkommnen. Zum Glück hatte sie an der Universität Teheran neben dem Studium der Geschichte und Erziehungswissenschaft bereits Deutsch als Fremdsprache gelernt und war bis zum Niveau B2 gekommen. Denn damals gab es an der Volkshochschule noch keine Anfängerkurse für Asylbewerber, und staatlich finanzierten Sprachkurse standen noch nicht zur Verfügung. Aber als Fortgeschrittene konnte Fatima mit Unterstützung des Helferkreises einen freien Platz in den Aufbau-Kursen belegen.

Zur gleichen Zeit nahm sie bei Pfarrerin Cornelia Stadler an der Evangelisch-Lutherischen Michaelskirche Einzelunterricht im christlichen Glauben. Fatima hatte sich bereits in ihrer Heimat dem Christentum zugewandt. Der schiitische Islam, den die iranischen Ayatollahs repräsentieren, war für ihr Empfinden zu sehr mit Zwang verbunden. Die Rechte der Frauen in der Gesellschaft zu eingeschränkt, zu viele Bereiche des Lebens der Frau von den Männern abhängig. Selbstwenn sich eine Frau scheiden lassen will, muss sie noch ihren Mann fragen, sagt Fatima. Und obwohl sie in den 2000er Jahren als Studentin an der Teheraner Universität keinen Tschador tragen musste, sondern ein Mantel und ein um den Kopf gelegter Schal genügte, fühlte Fatima sich eingeengt. Aber im Iran werden konvertierte Christen hingerichtet. Fatima wählte die Flucht aus der Heimat. 2014 wurde sie in der Michaelskirche getauft.

Dekan Mathis Steinbauer setzte sich für sie ein und schrieb an das Bundesamt. 2015 nach zweieinhalb Jahren Aufenthalt erhielt sie im Asylverfahren ein Abschiebungsverbot. Im selben Jahr mussten alle Flüchtlinge die Joseph-Seliger-Siedlung wegen der Neubauarbeiten verlassen. Fatima durfte aufgrund ihrer inzwischen ausgestellten Aufenthaltserlaubnis in ein Privat-Zimmer bei einem Ehepaar aus dem Umkreis der Helfer umziehen.

Bereits 2014 hatte sie eine schulische Ausbildung an der Fachakademie für Soziale Berufe der Inneren Mission in München begonnen. Bis 2016 dauerte die Erstausbildung zur Kinderpflegerin. In der Regel folgen dann noch drei Jahre Ausbildung zur Erzieherin. Sie besuchte dreimal in der Woche die Abendschule an der Fachakademie, absolvierte Intensivkursen und lernte zusätzlich noch zu Hause. Auf diese Weise konnte sie die Ausbildung auf zwei weitere Jahre verkürzen, obwohl sie Vollzeit als Kinderpflegerin im Evangelischen Kinderhaus Ottobrunn unter fördernder Leitung von Ruth Markwart-Kunas arbeitete.

Ende 2018 ging Fatima für ein Jahr als Erzieherin zur Evangelischen Kinderkrippe in Ottobrunn. Aber sie wollte noch mehr Erfahrungen machen. 2019 wechselte sie zur Stationären Jugendhilfe des Katholischen Jugend-und Sozialwerks München. Dort betreute sie junge Afrikaner. Sie erzählten auch, dass die jungen Leute sich beklagten, weil sie in der Öffentlichkeit unerwünscht schienen, angefeindet wurden und häufig Polizeikontrollen hinnehmen mussten. Heute ist Fatima mit einem deutschen jungen Mann zusammen, dessen Eltern aus Guinea stammen. „Unterwegs mit einem dunkelhäutigen Menschen, und die Passanten starren dich an“, das erlebte Fatimaselbst zum ersten Mal. Die Arbeit mit den afrikanischen Jugendlichen gefiel ihr, aber die Nachtschichten fielen ihr schwer, weshalb sie 2020 für acht Monate die Leitung einer Kinderkrippe in Allach innehatte. Aber Fatima ist nicht so schnell zufrieden, immer wissbegierig, sie möchte sich immer weiter bilden. Deshalb hat sie eine berufsbegleitende Ausbildung zur systemischen Familientherapeutin begonnen. Sie dauert vier Jahre. Um das finanzieren zu können, arbeitet sie wiederum Vollzeit in der Kinderkrippe in Ottobrunn. In Zukunft möchte sie als Familientherapeutin bei der Stadt München tätig werden. Wir wünschen ihr viel Glück dabei.

Claudia Bernardoni, Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

( siehe auch: "Mein Ottobrunn", 07/2021, Seite 20)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juli 2021)

Ferienprogramme - Glück in Pandemiezeiten

Durch die Lockdown-bedingte Isolation haben die Flüchtlingskinder in der langen Pandemiezeit sehr gelitten. Mit der Familie in den Urlaub zu fahren, können sich die Eltern nicht leisten. Umso glücklicher sind die Kinder und Jugendlichen, wenn sie in den Ferienzeiten soziale Kontakte wieder beleben und neue Erlebnisspielräume ausprobieren können. Ermutigung durch die Paten sowie finanzielle Zuschüsse der Gemeinde und des Helferkreises ermöglichen die Teilnahme.

Vor den Osterferien stand erst am letzten Schultag fest, dass die Ferieninsel des KJR für Grundschulkinder durchgeführt werden kann. Begeistert meldeten sich die Teilnehmer danach auch für die Pfingstferien-Woche „Ein Abflug auf die Kunterbuntinsel“. Das Regenwetter war kein Problem für die Kinder. Eine syrische Zweitkläßlerin berichtet: „Ich habe gebatikt, gebastelt, gespielt und geturnt. Wir sind nach draußen gegangen. Das hat natürlich Spaß gemacht! Die Leiterinnen und Leiter waren richtig nett. Ich würde es gerne nochmal machen“.

Drei Jugendliche erlebten eine Woche Bewegung, Gemeinschaft und neue Impulse im Lilalu-Ferienprogramm der Johanniter in München. Die Woche begann schon am Sonntagabend mit einem Ausflug der Patin zum Schnelltest-Center. Montagfrüh musste der Eingang in die fremde Turnhalle in der Stadt gefunden werden. Im Workshop „Bunte Woche – Akrobatik und Luftartistik“ übten die Teilnehmer Kunststücke und Tricks ein und führten sie am letzten Tag in einer bunten Choreografie auf, die sich die Eltern per Video zu Hause anschauen konnten.

Jetzt freuen sich die Kinder auf ein buntes Outdoor-Angebot in den langen Sommerferien.

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

( "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 07/2021, Seite 52)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Mai 2021)

Wie Christen aus dem Irak und Syrien Ostern feiern
Drei Familien berichten über ihre Osterbräuche

Nihaya feiert Ostern in diesem Jahr mit ihrer Familie nach dem orthodoxen Festjahr erst am 2. Mai. Die Familie stammt aus Bartella in der Ninive-Ebene im Irak und gehört der syrisch-orthodoxen Kirche an. Der Besuch des 3stündigen Gottesdienstes gehörte zur Feier, ebenso wie der Besuch bei Eltern und Großeltern. Die Großeltern luden zum Festessen ein, jeder freute sich auf den mit Fleisch, getrockneten Früchten und Nüssen gefüllten Fladen „Kibbeh“.

Rita und Familie kommen ebenfalls aus der Ninive-Ebene im Irak und gehören der chaldäisch-katholischen Kirche an. In der 50tägigen Fastenzeit vor Ostern wurde auf alle tierischen Produkte verzichtet. Die Ostereier durften erst am Samstagabend gefärbt und verziert werden, kunstvoll mit Zwiebelschalen, Blättern, Blumen. Um Mitternacht gingen alle Familien in eine der vielen Kirchen in Karemlasch. Morgens gab es zur Stärkung nach der langen Fastenzeit etwas Fettes, „Pacha“, ein Gericht mit Schafsfleisch und Innereien.

Rony ist Mitglied der Assyrischen Kirche des Ostens. Er stammt aus Hassake, im Nordosten Syriens gelegen. Traditionell wurden alle Familienmitglieder vor Ostern mit neuer Kleidung und Schuhen ausgestattet. Nachts ging die Familie in den Auferstehungsgottesdienst. Als Symbol für die Auferstehung und das Licht gehörte zum Festessen am Ostersonntag eine weiße Joghurtsuppe mit Lammfleisch und Gerste. Das oberste Stück auf einer Pyramide mit süßen Keksen war mit einem Kreuz verziert, von diesem Stück bekam jeder ein kleines Teilchen abgebrochen. Man vergnügte sich mit Eierklopfen, dabei erinnert sich Rony an kleine Eier mit orangem Dotter und besonders fester Schale.

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

"Gemeindeblatt Hohenbrunn", 05/2021, Seite 56






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (März 2021)

Jahresbericht 2020

Im achten Jahr seines Bestehens wurde der Helferkreis im März durch die Corona-Pandemie plötzlich vor völlig neue Herausforderungen gestellt. Integrationskurse wurden unterbrochen, Arbeitende verloren ihre Jobs oder mussten mit Kurzarbeits-geld auskommen, Behörden und Beratungsstellen waren oft für persönliche Besuche geschlossen. Schulkinder mussten mit Home Schooling zurechtkommen, die meisten Sport- und Begegnungsangebote waren unterbrochen, Ottobrunner Tisch und Klawotten geschlossen.

Die Mitglieder des Helferkreises haben sich mit Phantasie und Tatkraft unter Corona-Bedingungen weiter engagiert. Die Unterstützung galt 250 Personen, überwiegend Familien, darunter ca. 130 Kinder und Jugendliche. Die meisten wohnen in Ottobrunn, Riemerling und Hohenbrunn, in dezentralen Asyl-Unterkünften des Landratsamtes, in eigenen Wohnungen, in einer Obdachlosen-Unterkunft. Zwei Mütter und ein Vater warten seit Jahren auf Familiennachzug ihrer Kinder.

Die zu uns geflüchteten Menschen kommen aus Afghanistan, Syrien, Irak, Somalia, Nigeria, Iran, Mali, Pakistan, Uganda, Senegal, Ukraine, Indonesien, Bangladesch, Myanmar, Türkei.

Den vollständigen Bericht finden Sie unter "Jahresbericht 2020 des Helferkreises Asyl"


(siehe auch "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 04/2021, Seite 47)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn nutzt AWO-Rumpelkammer (Februar 2021)

Notwendige Spenden

2014 wurde die Idee zum Projekt einer virtuellen Rumpelkammer geboren, weil Kunden der Ottobrunner Klawotte nach Möbeln fragten. Es waren u.a. Flüchtlinge, die aus dem kleinen Privatbereich in der Unterkunft ein Stück Zuhause machen wollten. So wurde die Rumpelkammer von der AWONachbarschaftshilfe gegründet. Dorothea Blässing, Mitglied im Helferkreis Asyl, fand als Projektleiterin der Rumpelkammer die optimale Aufgabe. »Wie notwendig die Rumpelkammer für Bedürftige in unserem südöstlichen Landkreis geworden ist, haben wir während des Lockdowns über Weihnachten wieder erlebt«, berichtet Dorothea Blässing. Deshalb bittet die Rumpelkammer um Möbelspenden und vermittelt sie an Bedürftige, einfach, schnell und gegen Selbstabholung.
Wer etwas abzugeben hat, kann sich per Telefon oder E-Mail an Dorothea Blässing wenden (Tel. 0152/ 53 63 96 06, E-Mail: awo-rumpelkammer@awo-nbh.de).

Claudia Bernardoni Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn / MO

(„Mein Ottobrunn“, 02/2021, Seite 17)






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