Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn  

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



Fortbildungen und Veranstaltungen


Aktueller Hinweis


Die folgenden Veranstalter bieten derzeit diverse Kurse zu den Themen Migration, Asyl und Integration an:


Einzelne Veranstaltungen


Datum                 Veranstaltung                             Ort       
  Di., 24.10.2023  
18:15  Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten

Basiswissen Islam 44:
Fatima, Tochter des Propheten Muhammad und „Herrin der Frauen aller Welt“

Ein Vortrag von Teresa Bernheimer (LMU München)

Tochter, Ehefrau, Mutter, Heilsgestalt: Fāṭima, die Tochter des Propheten Muhammad, Ehefrau seines Cousins ʿAlī b. Abī Ṭālib, Mutter von al-Ḥasan und al-Ḥusayn, den einzigen männlichen Nachkommen des Propheten, spielt in der gesamten islamischen Welt als „Herrin der Frauen aller Welt“ eine wichtige Rolle. Obwohl historische Quellen zu Fāṭimas Leben rar sind, entwickelte sich über religiös-politische Abgrenzungen hinweg ein Kult zu ihrer Verehrung, der in diesem Vortrag nachgezeichnet werden soll.

Organisation: Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrum (LMU München), in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., München


Hörsaal M 114,
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1
  Di., 07.11.2023  
18:15  Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten

Basiswissen Islam 45:
Macht und Einfluss auf dem Dorf: Ein Blick in den Alltag der ägyptischen Bäuerinnen und Bauern

Ein Vortrag von Andreas Kaplony (LMU München)

In der Vormoderne lebte der ganz überwiegende Teile der Bevölkerung in Dörfern. Und dort waren die Autoren, deren Bücher wir bis heute kennen, weniger wichtig als - ja, als wer? Wer prägte eigentlich das Leben der ländlichen Bevölkerung?

In diesem Vortrag tauchen wir in eine fast unbekannte Welt ein: arabische Originaldokumente beschreiben ein Dorf des ägyptischen Fayyum um das Jahr 1000: wer welchen Beruf hat, wer sein Geld wie verdient - und wer hier das Sagen hat.

Organisation: Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrum (LMU München), in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., München


Hörsaal M 114,
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1
  Mi., 29.11.2023  
18:15  Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten

Basiswissen Islam 46:
Fernsehen, Politik, Macht: Arabische Medienmogule

Ein Vortrag von Carola Richter (Freie Universität Berlin)

Die erfolgreichsten arabischen Medien liegen zumeist in den Händen von Oligarchen – oder eben „Medienmogulen“. Ein Filz aus Wirtschaft, Politik und zuweilen dem Militär oder der Monarchie kennzeichnet die Besitzverhältnisse von Medien in vielen arabischen Ländern. Der Vortrag legt diese Strukturen für einige arabische Länder offen und zeigt, wie westliche Forderungen nach Liberalisierung und Privatisierung entsprechende Entwicklungen begünstigten. Vor diesem Hintergrund werden dann einige der bedeutendsten Medienmogule, ihr Wirken und ihr Umfeld vorgestellt, insbesondere der frühere libanesische Politiker Rafik Hariri, der saudische Prinz Al-Walid bin Talal und der ägyptische Unternehmer Naguib Sawiris.

Organisation: Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrum (LMU München), in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., München


Hörsaal M 114,
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1
  Di., 05.12.2023  
18:15  Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten

Basiswissen Islam 47:
Mourād Farag (1867-1956): Ein karäischer Intellektueller während der Nahḍa

Ein Vortrag von Gregor Schwarb (LMU München)

Die Biographie von Mourād Farag spannt ein Jahrhundert (Mitte 19. bis Mitte 20. Jh.) auf, welches mit dem Traum der Emanzipation und der vollständigen Integration ägyptischer Jüdinnen und Juden im modernen arabischen Bildungsbürgertum begann und in der Tragik ihrer Auswanderung und dem Abgesang des arabischsprachigen Judentums endete.

Organisation: Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrum (LMU München), in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., München


Hörsaal M 114,
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1
  Di., 12.12.2023  
18:15  Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten

Basiswissen Islam 48:
Festvortrag – Hasan al-Banna, Gründer der Muslimbruderschaft

Ein Vortrag von Gudrun Krämer (Freie Universität Berlin)

Hasan al-Banna (1906-49), der Gründer und „oberste Führer“ der ägyptischen Muslimbruderschaft, ist eine der Ikonen des sunnitischen Islamismus. In nur zwei Jahrzehnten entwickelte sich die 1928 gegründete Muslimbruderschaft von einer sufisch geprägten Frömmigkeitsbewegung in eine politisch agierende Massenbewegung mit einer pfadfinderähnlichen Jugendorganisation, einer Frauensektion und zuletzt auch einem Geheimapparat. Heute ist sie weltweit präsent und fast überall hoch umstritten; vielen gilt sie als Speerspitze einer radikal antiwestlichen Strömung. Was aber war radikal an dem charismatischen Volksschullehrer, der den Jihad im Kampf gegen den Kolonialismus predigte, die Revolution jedoch ablehnte?

Organisation: Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrum (LMU München), in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., München


Hörsaal M 114,
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1
  Di., 19.12.2023  
18:15  Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten

Basiswissen Islam 49:
„Es gibt nur eine Sonne, einen Gott und einen König“: Der Moghulherrscher Akbar und das frühe Moghulreich

Ein Vortrag von Eva Orthmann (Georg-August-Universität Göttingen)

Der Moghulherrscher Akbar (reg. 1556-1605) war einer der wichtigsten islamischen Herrscher in Indien. Es gelang ihm nicht nur, das Moghulreich territorial auszudehnen, sondern er führte auch eine Reihe wichtiger administrativer Maßnahmen durch. Besonders bekannt ist er für die ideologische Ausrichtung seines Reichs, die stark auf die Person des Herrschers ausgerichtet war. Wichtige Merkmale sind eine Art Sonnenkult sowie die Integration von Elementen verschiedener Religionen. Eine Auseinandersetzung mit indischen Traditionen kann man auch an der wichtigen Rolle von Übersetzungen aus dem Sanskrit ins Persische erkennen. Persisch war in der Moghulzeit die vorherrschende Sprache in der Verwaltung und spielte zugleich eine zentrale Rolle in Wissenschaft und Kultur. Der Vortrag wird verschiedene Aspekte der Herrschaft Akbars beleuchten und insbesondere auf die ideologische Ausrichtung des Moghulreichs eingehen. Dabei werden auch Kontinuitäten zu Akbars Vorgänger Humayun aufgezeigt.

Organisation: Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrum (LMU München), in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., München


Hörsaal M 114,
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1
  Di., 09.01.2024  
18:15  Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten

Basiswissen Islam 50:
Ibn Sīnā (Avicenna): Der führende Philosoph der islamischen Welt

Ein Vortrag von Peter Adamson (LMU München)

Ibn Sīnā (lat. Avicenna, gest. 1038) war der wichtigste Philosoph der islamischen Welt, mit weitreichendem Einfluss auf die spätere islamische Philosophie sowie auf Philosophie im Lateinchristentum. In dieser Vorlesung wird sein (sehr interessantes) Leben zuerst anhand seiner eigenen Darstellung in einer Autobiographie skizziert, bevor wir mehrere seiner zentralen Ideen betrachten, z.B. seinen innovativen Gottesbeweis und das "Fliegender Mann"-Gedankenexperiment.

Organisation: Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrum (LMU München), in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., München


Hörsaal M 114,
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1
  Di., 23.01.2024  
18:15  Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten

Basiswissen Islam 51:
Zwischen Zeitungen und Reiseführern: Zum Wirken des Ägypters Muhammed Safa Bey im spätosmanischen Istanbul

Ein Vortrag von Sabine Prätor (Universität Münster)

Muhammed Safa Bey gelangte erstmals 1896 als junger Journalist auf der Flucht vor einem Strafprozess in die osmanische Hauptstadt. Mit der Wiedereinsetzung der osmanischen Verfassung kehrte er nach 1908 aus Ägypten erneut an den Bosporus zurück, wo er u.a. die arabisch-osmanische Zeitung al-ʿAdl herausgab. Weniger bekannt sind seine Schriften, vor allem ein Istanbul-Reiseführer für Araber ist in vielfacher Hinsicht von Interesse.

Der Vortrag macht mit Werdegang und Werk des ägyptischen Intellektuellen bekannt und zeigt gleichzeitig seinen individuellen Blick auf die Stadt.

Organisation: Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrum (LMU München), in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., München


Hörsaal M 114,
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1
  Di., 06.02.2024  
18:15  Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten

Basiswissen Islam 52:
Der osmanische Gouverneur al-Jazzar: Anti-kolonialer arabischer Held, osmanischer Tyrann?

Ein Vortrag von Konrad Hirschler (Universität Hamburg)

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich unter dem osmanischen Gouverneur Ahmad Pasha al-Jazzar eine ausgeprägtere staatliche Struktur im nördlichen Palästina. Diese politische Transformation wurde von einer stärkeren Einbindung der Region in den Mittelmeerhandel begleitet. Hierdurch steht al-Jazzar exemplarisch für den grundlegenden Wandel des östlichen Mittelmeerraums in dieser Periode, der es ihm u.a. erlaubte, Napoleon Bonapartes militärische Expansion in der Region zu beenden und die städtische Infrastruktur der Stadt Akko tiefgreifend zu verändern. Dieser Vortrag wird auf die widersprüchlichen Erinnerungsbilder al-Jazzars eingehen, um seine Bedeutung für die Geschichte der Region zu diskutieren.

Organisation: Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrum (LMU München), in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., München


Hörsaal M 114,
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1




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