Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn  

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



Aktuelles


Café International (Flyer)


Ort der Verständigung und Begegnung
Flüchtlinge,Migranten, Einheimische treffen sich im Café International



Ort:     EJO - Haus der ev. Jugend Ottobrunn
Gartenstr. 1, 85521 Ottobrunn
    (parallel zur Rosenheimer Landstraße,
zwischen Jahnstraße und Putzbrunnerstraße)

Termin:    Samstags, 15 - 17 Uhr
        21.01.2023
        11.02.2023
        18.03.2023
        15.04.2023
        13.05.2023
        10.06.2023
        01.07.2023
        12.08.2023

                  Aktuelle Information: www.helferkreis-asyl.com

Fragen beantworten wir auch gerne unter: cafe@helferkreis-asyl.com

           Veranstalter: Helferkreis-Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Januar 2023)

Zehn Jahre Mitmenschlichkeit für Geflüchtete

Im Sommer 2012 wurden Flüchtlinge aus Afrika, Syrien, Afghanistan in der zum Abbruch bestimmten Josef-Seliger-Siedlung in Ottobrunn einquartiert. Betreuungsstrukturen vor Ort gab es anfangs nicht, dafür Nöte aller Arten. Durch private Initiative wurde im Herbst in St. Magdalena zur Gründung eines Helferkreises Asyl aufgerufen, der mit wenigen Interessierten seine Arbeit aufnahm.

Schnell stießen weitere interkulturell und interreligiös Engagierte zum Kreis dazu, die Zusammenarbeit mit örtlichen sozialen Einrichtungen wie KlAWOtte, Caritas Mobile Werkstatt, AWO Rumpelkammer, der VHS Südost, mit Pfadfindern und Sportvereinen, den Rathäusern der Gemeinden, begann. Heute hat der Helferkreis über 120 ehrenamtliche Mitglieder im Alter von 14 bis über 80 Jahren.

Ständige Veränderungen prägen die Anforderungen an den Helferkreis. Weitere Flüchtlinge wurden in dezentrale Unterkünfte in Ottobrunn, Riemerling und Hohenbrunn eingewiesen, vorübergehend in die Turnhalle des Gymnasiums Ottobrunn und Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in einen Flügel des Lore-Malsch-Hauses in Riemerling. Im Frühjahr dieses Jahres nahmen Privatleute aus unseren Gemeinden viele aus der Ukraine geflohenen Menschen auf. Inzwischen sind mehrere Asylunterkünfte in Ottobrunn mit ukrainischen Geflüchteten belegt. Wir Helferinnen und Helfer sehen immer den einzelnen Menschen, und versuchen, ihn individuell in seinen Bedürfnissen zu unterstützen und zu fördern.

Kontinuität geben den Helferinnen und Helfern die regelmäßigen Treffen in St. Magdalena unter Leitung von Diakon Stocker – all die Jahre hindurch. Beim Sommerfest und der Weihnachtsfeier wird der Austausch unter den Mitgliedern gefördert; zusammen mit den Geflüchteten auch bei gemeinsamen Projekten wie im monatlichen Café International, beim „Kochen über’n Tellerrand“ oder Länder-Kultur-Abenden.

So konnte im September auch das zehnjährige Bestehen des Helferkreises Asyl gemeinsam in St. Otto gefeiert werden. Monsignore Rainer Boeck, Diözesanbeauftragter für Flucht, Asyl, Migration und Integration im Erzbistum München-Freising würdigte das christliche und humanitäre Engagement der Flüchtlingshelfer*innen seit Herbst 2012. Flüchtlinge hatten ein reiches Buffet mit syrischen, irakischen, afghanischen und afrikanischen Spezialitäten vorbereitet, für Musik sorgte ein senegalesischer DJ.

Nach Beginn des Asylverfahrens, Zuweisung in eine Asylunterkunft und Erstversorgung mit dem Nötigsten beginnt der jahrelange harte Weg der Integration. Dafür braucht es „Menschen guten Willens“, Nachbarn, Freunde, Kollegen, Ehrenamtliche; Behörden und Ämter können dieses nicht leisten.

Wir suchen weitere Helferinnen und Helfer

  • als Deutsch-Lernpaten für Kinder, Jugendliche, Auszubildende, Mütter
  • zum Rechnen lernen, mit Geflüchteten, die nicht in die Schule gehen konnten
  • zum Lernen von Grundbegriffen am Laptop für IT-Anfänger
  • als Familienpaten
  • mit Ukrainisch- oder Russisch-Kenntnissen
  • als Pate bei der Wohnungssuche
  • (Hobby)-Handwerker für kleine Reparaturen oder Fehlersuche im Haushalt

Möchten Sie nähere Informationen?
Schreiben Sie uns unter info@helferkreis-asyl.com.

Beim wöchentlichen Helferkreis-Treffen können Sie uns kennen lernen. Die Termine finden Sie im Schaukasten von St. Magdalena oder auf unserer Homepage unter "Organisatorisches", für Helfer, Organisatorisches.

Im monatlichen „Café International“ im EJO, Haus der Evangelischen Jugend in Ottobrunn, Gartenstraße 1 sind Flüchtlinge und Einheimische herzlich willkommen! Der nächste Termin ist am Samstag, 21. Januar, 15 – 17 Uhr. Weitere termine finden Sie auf unserer Homepage unter "Aktuelles"
Schauen Sie einfach mal vorbei.

( siehe auch: Pfarrverband Vier Brunnen - Ottobrunn",
   "Gottesdienste und Veranstaltungen, Januar 2023", Seite 10/11)







Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Dezember 2022)

Wie lange noch? Wenn Weihnachten in der Fremde naht

Besonders zur nahenden stillen Jahreszeit sehnt man sich nach dem Altbekannten sowie dem trauten Beisammensein mit den Liebsten. Ganz besonders ergeht es wohl so unseren ukrainischen Gästen. Aber keineswegs ist es für sie abzusehen, ob und wann es wieder wird „wie früher“.

Malgruppen Bilder
Foto: Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn
In Mutter-Kind-Gruppen und einer Malgruppe versuchen Helferkreis-Mitglieder, den Müttern und Kindern eine kleine Auszeit zu ermöglichen. Hier erhalten die Frauen die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen und zu entspannen. Die Leiterin der Malgruppe lächelt: „Im Malen liegt eine therapeutische Wirkung“. Und dieser Effekt ist spürbar – der Raum ist zeitgleich erfüllt von achtsamer Ruhe und kreativer Geschäftigkeit. Auf harsch-weißen Papierbögen entstehen romantische- frische Blumenwiesen oder zwei drollig-dreinblickende Eisbären, die einem durch das Schneeflocken-Gestöber zuzuzwinkern scheinen. Und obwohl die herbstliche Nachmittagssonne in den Raum fällt, erinnert die Stimmung im Raum an ruhige Adventsabende bei Kerzenschein.

Die deutsch-ukrainischen Treffs - ob Malgruppe oder Müttertreff – bieten mehr als nur Begegnung: ganz nebenbei am Klettergerüst am Spielplatz ergibt sich ab und an ein offenes Gespräch über das, was eigentlich kaum auszusprechen ist: die eigene überstürzte Abreise oder Flucht aus der Ukraine, die geplatzten Träume, die Sorge um all jene, die noch dort sind. Schnell holt die harsche Realität einen wieder ein. Nichtsdestotrotz tut die gemeinsame Zeit gut. Was bei diesen Begegnungen bei allen Beteiligten bleibt? In der Regel meist ein Lächeln.

Wenn Sie sich engagieren möchten, beim Plätzchen Backen, als Lernpatin, beim gemeinsamen Kochen, schreiben Sie uns – unter info@helferkreis-asyl.com.

( siehe auch: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 12/2022, Seite 50)







Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (November 2022)

10 Jahre Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

Im Herbst 2012, nach der Einquartierung von Geflüchteten in die zum Abbruch bestimmte Joseph-Seliger-Siedlung in Ottobrunn, wurde der Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn in St. Magdalena gegründet – anfangs mit zwei Handvoll Interessierten. Heute engagieren sich über 120 Ehrenamtliche aus unseren Gemeinden für die bei uns wohnenden Flüchtlinge.

Helferkreis-Mitglieder danken Ihrem Leiter, Diakon Stocker (rechts) und den beiden Sprecherinnen Heidi Maurer (links) und Claudia Bernardoni (Mitte)
Foto: Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn
Mit einer interreligiösen Dankandacht in der Kirche St. Otto, in der auch der verstorbenen Helferkreis-Mitglieder und Flüchtlinge gedacht wurde, begann Helferkreisleiter Diakon Karl Stocker mit Monsignore Rainer Boeck, Diözesanbeauftragter für Flucht, Asyl, Migration und Integration im Erzbistum München-Freising, am 17.9.22 die Feier zum 10jährigen Jubiläum. Pfarrer Martin Ringhof und Delila Durmic vom Deutsch-Islamischen Kulturverein Ottobrunn trugen musikalisch zur Andacht bei. Im Anschluss daran feierten gut 100 Personen im Pfarrzentrum. Die Bürgermeister Thomas Loderer und Dr. Stefan Straßmair und der Dekan der Michaelskirche Mathis Steinbauer begrüßten die Gäste.

Vor allem Flüchtlinge hatten das Buffet mit ihren Talenten und Gaben für die Helferinnen und Helfer und ihre Gäste ausgerichtet und den Saal festlich geschmückt. Nachdem die Mitglieder den Sprecherinnen Heidi Maurer und Claudia Bernardoni gedankt hatten, genossen alle ein reiches und exquisites Buffet, das ein syrisch- afghanisch- afrikanisches Küchenteam zubereitet hatte. Eine äthiopische Kaffeezeremonie ließ über die Zubereitung direkt ab Kaffeestrauch staunen. Eine Foto Show rief viele Momente ehrenamtlichen Engagements der letzten zehn Jahre in Erinnerung. Die Ottobrunner Künstlerin Uta Riess thematisierte "Flucht" in zwei berührenden Tonskulpturen. Die musikalische Begleitung übernahm ein senegalesischer Discjockey.

( siehe auch: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 11/2022, Seite 51)







Vortragsreihe Basiswissen Islam (Wintersemester 2022/23)

Die Vortragsreihe findet im Wintersemester 2022/23 in Präsenz statt.

Achtung Raumänderung: Die Vorträge finden neu in A125, ebenfalls im Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1, statt.

Eine Vortragsreihe für die breite Bevölkerung: egal, ob christlichen, atheistischen, buddhistischen, jüdischen, muslimischen oder anderen Glaubens, für Handwerkerinnen und Handwerker ebenso wie für Akademiker und Akademikerinnen, für Bayerinnen und Bayern wie für Zugereiste, Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte..
In Europa glauben heute fast alle, dass ...

...    alle Musliminnen und Muslime grundsätzlich das Bekenntnis "Es gibt keinen Gott ausser Gott und Mohammed ist sein Prophet" teilen.
...    der Koran der Bibel sehr ähnlich ist.
...    die heutigen Araber und Araberinnen aus der Arabischen Halbinsel stammen.
...    der Islam mit Gewalt (oder: durch Missionierung) verbreitet worden ist.
...    Islamisten und Islamistinnen besonders gewaltbereit sind.
...    Schleier in der Islamischen Welt nur von Frauen getragen werden.
...    der "Islamische Staat" als religiöse Bewegung entstanden ist.

Aber: alle diese Aussagen sind falsch! Von der Wissenschaft wurden sie nie ernsthaft vertreten: unsere Studierenden lernen das im ersten Studienjahr! Solche weit verbreiteten, aber ganz unsinnigen Grundannahmen führen dazu, dass wir der Islamischen Welt heute meist entweder übertrieben freundlich oder übertrieben unfreundlich entgegentreten. Dabei hat die Islamwissenschaft zu diesen (und vielen anderen) Fragen ein ganz unstrittiges, solides und leicht zugängliches Wissen!

Mit unserer Vortragsreihe wollen wir dazu beitragen, die Islamische Welt so nüchtern zu betrachten und zu bewerten, wie wir dies mit anderen Weltgegenden schon lange tun.





Organisation: Münchner Mittelost-Mittelmeer-Mittelasien-Zentrum (LMU München), in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., München und der Deutsch-Türkischen Gesellschaft Bayern e.V.






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Oktober 2022)

Helferkreis feierte zehnjähriges Bestehen

Nach einer Interreligiösen Dankandacht in der Kirche St. Otto, die von Helferkreisleiter Diakon Karl Stocker, Monsignore Rainer Boeck vom Erzbistum München, Pfarrer Martin Ringhof sowie Hussein Durmic und Tochter Delila vom deutsch-islamischen Kulturverein und von Helferkreismitgliedern gestaltet wurde, feierten gut 100 Personen am Samstag (17.09.) im Pfarrsaal ein gelungenes Fest. Vor allem Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern hatten die Feier unter Anleitung von Lorraine Hadam mit ihren Talenten und Gaben für die Helferinnen und Helfer und ihre Gäste ausgerichtet. Der Saal war mit deutsch-syrischer Phantasie festlich geschmückt.

Nachdem Bürgermeister Thomas Loderer, Bürgermeister Dr. Stefan Straßmair von Hohenbrunn und Dekan Mathis Steinbauer von der evangelischen Michaelskirchengemeinde die Gäste begrüßt hatten, dankten die Mitglieder der ersten Sprecherin Heidi Maurer und der zweiten Claudia Bernardoni. Dann genossen alle ein reiches und exquisites Buffet, das ein syrisch-afghanisch-afrikanisches Küchenteam zubereitet hatte. Eine äthiopische Kaffeezeremonie ließ über die Zubereitung direkt ab Kaffeestrauch staunen. Die Musikbegleitung des Festes kam von einem senegalesischen Diskjockey. Als Beiträge des Helferkreises gab es eine Fotoshow von 2012 bis 2022 und die Ausstellung zweier Tonskulpturen zum Thema Flucht der Ottobrunner Bildhauerin Uta Riess.

Claudia.Bernardoni und Heidi Maurer, Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

( siehe auch: "Mein Ottobrunn", 10/2022, Seite 16)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (September 2022)

Zehn Jahre Arbeit für die Menschenwürde

Durch Krieg und Verfolgung werden Menschen ihrer Existenzgrundlage beraubt und in ihrer Menschenwürde verletzt. Der Helferkreis Asyl Ottobrunn-Hohenbrunn unterstützt Flüchtlinge seit seiner Gründung 2012 beim Neuanfang und der Integration in die Gesellschaft. Zurzeit engagieren sich 132 HelferInnen im Alter von 15 bis über 80 Jahren für mehr als 250 Flüchtlinge aus bisher bekannten Nationen und aus der Ukraine. Mittlerweile sind auch 15 Flüchtlinge unter den HelferInnen.

2022 kann der Helferkreis seinen 10. Geburtstag feiern. Um zu diesem Anlass einen kleinen Einblick in die Arbeit des Helferkreises zu geben, hat Mein Ottobrunn mit den beiden Sprecherinnen und drei Flüchtlingen gesprochen, die nun selbst als HelferInnen aktiv sind.


Heidi Maurer, Sprecherin (66)

„Nachdem im Sommer 2012 Asylbewerber in die alte Joseph-Seliger-Siedlung eingewiesen wurden, bin ich einem Aufruf in St. Magdalena im Herbst 2012 gefolgt. Mein Motiv zu helfen beruht auf dem Matthäus Evangelium „Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen“ (Kap. 25, Vers 35).

Anfangs waren wir zwei Handvoll Helfende, doch wir wuchsen schnell. Mein erster „Schützling“ war Rony Goliana aus Syrien, ein aramäischer Christ. Er ist inzwischen eingebürgert, und war auch der Erste, der selbst Helfer für andere geworden ist. Viele Helfer/innen sind im Seniorenalter, sie haben Zeit, das kostbarste Geschenk, und engagieren sich. Meine persönlichen Schwerpunkte sind es, geflüchtete Frauen und Mütter in Bildung und Arbeit zu fördern, Wohnungen zu finden, und Kindern Schwimmkurse zu ermöglichen. Mein persönliches Anliegen ist es, vor allem die geflüchteten Frauen und Mütter zu unterstützen, weil sie hier mehr Schwierigkeiten, berufstätig zu werden, als die Männer“.


Claudia Bernardoni, Sprecherin (83)

„Als ich im Januar 2013 zum Helferkreis Asyl kam, hatte ich in den 1990er Jahren bereits Erfahrung mit Flüchtlingen in Würzburg gesammelt. Daher wusste ich: Die Sicherung des Aufenthalts ist die Basis der Integration. Bis dahin treten behindernde Ängste auch bei Geflüchteten mit guter Bleibeperspektive auf. Deshalb habe ich mich um diesen Bereich gekümmert. Inzwischen haben vier Flüchtlinge die Einbürgerung erhalten oder zugesagt bekommen und 7-10 genießen einen unbefristeten Aufenthalt.

Alle von uns haben ein Patenamt oder eine Spezialaufgabe übernommen. Dabei ist der Austausch sehr wichtig. Unsere Treffen und die Projekte mit Flüchtlingen (Café International und Über’n Tellerrand) _stärken den Zusammenhalt und zeigen die Aktivität vieler Mitglieder. Gemeinsam mit anderen versuche ich, vor allem im lokalen Rahmen nach außen um Sympathien für Flüchtlinge zu werben und um Respekt vor der großen Leistung, die Flüchtlinge mit der Integration erbringen“.


Abdu Shwayekh (34)

Seit 2015 lebt Abdu Shwayekh in Riemerling. Er stammt aus Syrien und wartet momentan auf seine Einbürgerung. Nach seiner Ausbildung zum Hotelfachmann arbeitet er beim Restaurant Nefeli und bestreitet den Service der Sauna des Phönix-Bades. „Ich habe mir allein eine Wohnung und den Ausbildungsplatz gesucht. Aber ohne die Berufsschulnachhilfe von Ulla Müller hätte ich die Ausbildung nicht geschafft. Mit Arabisch, Deutsch und Englisch-Übersetzen konnte ich dann anderen Flüchtlingen helfen“. Abdu ist außerdem beim Ausrichten und beim Service unserer jährlichen Sommerfeste tätig. Er sagt: „Ich helfe nicht wegen Dankbarkeit, es ist selbstverständlich für mich“..


Roqaya Rezai (35).

Roqaya Rezai ist 2013 mit ihrer Familie nach Ottobrunn gekommen. „Linda Stiller war die erste Person vom Helferkreis, die uns besucht hat. Sie hat uns beim Deutschlernen, bei der Wohnungssuche und der Arbeitssuche unterstützt. Sie ist eine starke und unabhängige Frau. In 8 Jahren ist sie ein Mitglied unserer Familie geworden“. Roqaya, Mutter von zwei Kindern im Schulalter, arbeitet Teilzeit im Bio-Supermarkt Arkade in Ottobrunn. Ihr Mann Ali ist nach seiner Ausbildung als Lackierer bei Reifen-Widholzer in Hohenbrunn tätig. Roqaya sagte einmal vor einigen Jahren: „Wenn wir auch etwas tun und helfen können, egal wie klein, würden wir uns freuen, Teil dieser Gruppe zu sein.“ So wurden sie vor sechs Jahren Mitglieder im Team des Café International..


Harriet Kwagala (42)

Harriet Kwagala stammt aus Ruanda und besitzt die ugandische Staatsangehörigkeit. Sie kam 2016 nach Deutschland. 2017 machte Harriet Kwagala zunächst Praktika in Seniorenheimen. Da sie nie eine Schule besuchen konnte, war für sie die Deutschprüfung für die Ausbildung zur Pflegehelferin bisher zu schwer. Nach einer anstrengenden Tätigkeit bei einer Zeitarbeitsfirma arbeitet sie seit Dezember 2021 im KWA Hanns-Seidel-Haus als hauswirtschaftliche Hilfskraft. »Der Helferkreis bedeutet sehr viel für mich: Heike Witt, Herbert Mencke und andere halfen mir. Ich war am Nullpunkt; jetzt bin ich wieder oben und glücklich. Ich helfe gerne beim Aufräumen im Café International«.

MO

( siehe auch: "Mein Ottobrunn", 09/2022, Seite 15)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (September 2022)

Ramasuri läuft und läuft ….

Neun Jahre gibt es sie nun schon, die Fußballmannschaft RAMASURI, unterstützt vom Helferkreis Asyl Ottobrunn-Hohenbrunn und der Erzdiözese München-Freising. Neun Jahre, zu deren Beginn Bälle, Trikots und Schuhe mühsam in wochenlanger Vorbereitung zusammengesammelt werden mussten. Viele gute Spieler waren nach dem Verlust der Heimat stolz, wenigstens ihre Spielkünste behalten zu haben und vergaßen beim Vorführen ihrer Dribbelkünste oft, dass Fußball ein Mannschaftssport ist, Passspiel nötig ist, um Spiele zu gewinnen.

Heute ist aus Individualisten ist ein gutes Team geworden. Turniere sind Routine und so mancher Pokal wurde schon gewonnen. Auch außerhalb des Fußballplatzes haben es die Spieler geschafft, sich ein neues Leben aufzubauen - Deutsch lernen, Schulabschluss, Ausbildung. Manche haben den Führerschein gemacht, eine Familie gegründet. Manche Spieler kommen seltener, weil Beruf, Nebenjob, Familie keine Zeit mehr lassen, jeden Samstag auf dem Platz zu stehen.

Aber es rücken jüngere Spieler nach. Neuankömmlinge, die noch keine Arbeitserlaubnis haben, kein Deutsch sprechen. Sie werden vom Fußballteam in die Mitte genommen, geduldig erklärt man ihnen die deutsche Kultur, dolmetscht für sie. Jeder der Altvorderen kann sich noch gut erinnern, wie hart die Anfangszeit in Deutschland war, wie einsam und verloren er sich fühlte.

Da auch Deutsche und Europäer mitspielen, ist das Team immer noch ein großes Durcheinander (altbayerisch Ramasuri) an Nationen, Kulturen, Religionen und Sprachen. Im Lieblingssport vereint, frei von jeglichem Rassismus – das wünscht sich die Mannschaft für die ganze Welt.

Brigitte Barthmann,
Organisatorin Ramasuri, Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

( siehe auch: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 09/2022, Seite 54)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (September 2022)

Talk am Abend & Essen über’n Tellerrand

Talk am Abend: meine, deine, unsere Kultur mit Fokus Senegal im Seniorentreff Kaiserstiftung
Foto: Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn
Talk am Abend
2021 startete in der Kaiserstiftung eine neue Reihe: Talk am Abend: Meine, deine, unsere Kultur. Am 3. Juni 2022 lud der Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn zum dritten Abend mit dem Fokus Senegal ein. An dem von Dr. Claudia Bernardoni moderierten Abend nahmen 20 Gäste teil. Zwei Familienväter aus dem Senegal, die in Ottobrunn leben und arbeiten, berichteten über die politischen Verhältnisse im Senegal, ein Projekt gegen Genitalbeschneidung bei Mädchen, ihre individuellen Schicksale und Wege zur Integration. Der aktuelle Besuch von Bundeskanzler Scholz im Senegal mit dem Ziel neue Gas-Liefermöglichkeiten auszuloten regte eine Diskussion über die Wirtschaft und ihre Profiteure an. Musikalisch und kulinarisch erhielten die Gäste einen Einblick in die Musik- und Esskultur des Landes.

Essen über’n Tellerrand – mit Ukrainischen Spezialitäten am 26. Juli 2022

Jung & Alt vergnügte sich beim Sommerfest der Kaiserstiftung
Foto: Seniorentreff Kaiserstiftung
Ukrainische Gäste kochen gemeinsam mit Seniorinnen im Seniorentreff Kaiserstiftung
Foto: Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn
Persönliche Begegnung in kleinem Kreis fördert Integration und gegenseitigen Austausch – nach diesem Motto lädt der Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn immer wieder zu Tafel – Runden ein. Zwei Ukrainerinnen, Mutter und Tochter, kochten zusammen mit Seniorinnen der Kaiserstiftung ein Sommermenü, bestehend aus Der Tisch war liebevoll gedeckt, mit blau-gelben Blumenschmuck, in den Farben der ukrainischen Flagge. Zur Tafelrunde stießen dann weitere Seniorinnen und Senioren dazu, auch ein Ehepaar aus Syrien. In intensiven Gesprächen tauschte man sich aus, über Kochrezepte und Lebensverhältnisse.

( siehe auch: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 09/2022, Seite 37)







Gesprächsrunde für ukrainische Seniorinnen und Senioren
in der Kaiserstiftung

Seniorinnen und Senioren aus der Ukraine sind ab 25. April 2022 herzlich zu einer
regelmäßigen offenen Gesprächsrunde im Seniorentreff Kaiserstiftung eingeladen um
sich dort austauschen zu können. Begleitet werden die Treffen vom Helferkreis
Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn, der bei Fragen zu lokalen Gegebenheiten
zur Verfügung steht, sowie von einer Übersetzerin.

Wann: Jeden zweiten und vierten Montag im Monat um 10:00 — 11:30 Uhr

Wo: Seniorentreff Kaiserstiftung, Rudolf-Diesel-Str. 9, Riemerling

Anmeldung erforderlich unter kaiserstiftung@hohenbrunn.de oder 089/611012280





Flüchtlingen aus der Ukraine helfen



1. Bundesministerium des Innern und für Heimat
Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine (Link)
Willkommen in Deutschland

DEUTSCH


УКРАЇНСЬКА


ENGLISH


РУССКИЙ



2. Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge
Willkommen in Deutschland - Ласкаво просимо до Німеччини
Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine und zum Aufenthalt in Deutschland

DEUTSCH


УКРАЇНСЬКА


РУССКИЙ



3.  Auswärtiges Amt Aktuelle Situation in der Ukraine, Ausreise (Link)
4. Bayrisches Staatsministerium des Innern
Hilfen in der Ukrainekrise / Допомога в українській кризі (Link)
5. Stadt München Information zur Unterstützung Geflüchteter in München mit den für München relevanten Anlaufstellen und Regelungen (Link)
6. Diakonie München und Oberbayern
Wichtige Informationen und Kontakte für Hilfesuchende und Helfende (Link)
7. Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.
Ukraine-Informationen für München, Willkommen in München (Link)
8. Caritas München und Oberbayern, Flüchtlingshilfe Ukraine
Hilfe für ukrainische Flüchtlinge (Link)
9. Landratsamt München
Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine im Landkreis München
Інформація для громадян Україїни, які прибули з зони бойових дій до району Мюнхена (Link)
10. Ottobrunn Ukrainehilfe für Flüchtlinge und Spendenwillige (Link)
11. Lokale Information für Ottobrunn und Hohenbrunn
Bei Fragen zu lokalen Betreuungen (Ottobrunn, Hohenbrunn) wenden Sie sich bitte an: info@helferkreis-asyl.com
12. Deutsche Telekom
Kostenlose SIM-Karten für Ukraine Flüchtlinge (Link)





Neue Einträge in "Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn"


  09.01.2023   Gemeindejournale und "Aktuelles" aktualisiert Presse / Nachrichten
  20.10.2022   Gemeindejournale und "Aktuelles" aktualisiert Presse / Nachrichten
   ständig      Änderungen bei den aktuellen Fortbildungsveranstaltungen Fortbildungen und Veranstaltungen
   ständig      Änderungen bei den "Nächste Themenschwerpunkten" Organisatorisches




Alte Einträge (Archiv)

© 2012-2023 Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn Datenschutzerklärung         Impressum          Bildnachweis