Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn  

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



Aktuelles


Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (März 2021)

Jahresbericht 2020

Im achten Jahr seines Bestehens wurde der Helferkreis im März durch die Corona-Pandemie plötzlich vor völlig neue Herausforderungen gestellt. Integrationskurse wurden unterbrochen, Arbeitende verloren ihre Jobs oder mussten mit Kurzarbeits-geld auskommen, Behörden und Beratungsstellen waren oft für persönliche Besuche geschlossen. Schulkinder mussten mit Home Schooling zurechtkommen, die meisten Sport- und Begegnungsangebote waren unterbrochen, Ottobrunner Tisch und Klawotten geschlossen.

Die Mitglieder des Helferkreises haben sich mit Phantasie und Tatkraft unter Corona-Bedingungen weiter engagiert. Die Unterstützung galt 250 Personen, überwiegend Familien, darunter ca. 130 Kinder und Jugendliche. Die meisten wohnen in Ottobrunn, Riemerling und Hohenbrunn, in dezentralen Asyl-Unterkünften des Landratsamtes, in eigenen Wohnungen, in einer Obdachlosen-Unterkunft. Zwei Mütter und ein Vater warten seit Jahren auf Familiennachzug ihrer Kinder.

Die zu uns geflüchteten Menschen kommen aus Afghanistan, Syrien, Irak, Somalia, Nigeria, Iran, Mali, Pakistan, Uganda, Senegal, Ukraine, Indonesien, Bangladesch, Myanmar, Türkei.

Den vollständigen Bericht finden Sie unter "Jahresbericht 2020 des Helferkreises Asyl"




Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn nutzt AWO-Rumpelkammer (Februar 2021)

Notwendige Spenden

2014 wurde die Idee zum Projekt einer virtuellen Rumpelkammer geboren, weil Kunden der Ottobrunner Klawotte nach Möbeln fragten. Es waren u.a. Flüchtlinge, die aus dem kleinen Privatbereich in der Unterkunft ein Stück Zuhause machen wollten. So wurde die Rumpelkammer von der AWONachbarschaftshilfe gegründet. Dorothea Blässing, Mitglied im Helferkreis Asyl, fand als Projektleiterin der Rumpelkammer die optimale Aufgabe. »Wie notwendig die Rumpelkammer für Bedürftige in unserem südöstlichen Landkreis geworden ist, haben wir während des Lockdowns über Weihnachten wieder erlebt«, berichtet Dorothea Blässing. Deshalb bittet die Rumpelkammer um Möbelspenden und vermittelt sie an Bedürftige, einfach, schnell und gegen Selbstabholung.
Wer etwas abzugeben hat, kann sich per Telefon oder E-Mail an Dorothea Blässing wenden (Tel. 0152/ 53 63 96 06, E-Mail: awo-rumpelkammer@awo-nbh.de).

Claudia Bernardoni Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn / MO

(„Mein Ottobrunn“, 02/2021, Seite 17)





Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn (Dezember 2020)

Notebooks für Schüler und Auszubildende

Corona und in der Folge Home Schooling haben deutlich gezeigt: „ digital native“ ja – PC Kenntnisse oft nein.

Viele Flüchtlingsfamilien haben zwar Smartphones, aber kein Notebook, PC und Drucker. Die Jugendlichen streamen, chatten und surfen, aber die per Email zugesandten Arbeitsblätter ausfüllen, so ablegen, dass sie sie wiederfinden und zurückschicken, das waren neue Herausforderungen. Auf jeden Fall brauchten sie die nötige Hardware. Die Mittelschulen konnten keine Geräte ausleihen. Schon im Lockdown hat der Helferkreis begonnen, jeden Schüler der Mittelschulen, der sich bei uns gemeldet hat, mit einer entsprechenden Ausstattung zu versorgen. Dr. Michael Steinacker, IT-Experte des Helferkreises, bereitet seit Jahren gespendete Laptops wieder auf. So konnte er in kurzer Zeit 18 Laptops und 10 Drucker weitergeben. Die Geräte wurden von Privatleuten gespendet , u. a. von den Mitgliedern eines Kirchenchores, eingesammelt, fachmännisch von allen Datenbeständen gelöscht und wieder mit der notwendigen Software für den Einsatz aufbereitet.

Druckerpatronen und Speichererweiterungen wurden aus Spendengeldern besorgt.

Eine weitere Herausforderung war es, die notwendigen Erklärungen an die Kinder und Jugendlichen zu bringen. Die Unterkünfte durften nicht betreten werden, die Notebooks mussten vor Ort im Netz angemeldet werden, die ersten Schritte über den Gartenzaun oder im Treppenhaus erklärt werden. Alles hat gut geklappt!

Jetzt ist der Vorrat an gebrauchten Notebooks und Druckern erschöpft, und neue Schüler und Auszubildende haben wieder Bedarf.

Wenn Sie ein Notebook oder einen Drucker übrig haben, melden Sie sich bitte bei Herrn Steinacker unter Tel. 089 / 62 98 71 37 oder spenden@helferkreis-asyl.com

Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn

("Gemeindeblatt Hohenbrunn", 12/2020, Seite 51)





Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn (Dezember 2020)

Wie Christen und Muslime in Syrien Weihnachten feierten

Weihnachten ist in vielen Ländern der Welt ein sehr beliebtes Fest. Vor allem in der grauen und kalten Jahreszeit auf der Nordhalbkugel teilt sich das spirituelle Leuchten, wenn es von den Kirchen ausgehend auf Straßen und Plätzen in Schmuck, Glanz und Festlichkeit übersetzt wird, allen mit und übt nicht nur auf Christen Faszination aus. Zwei syrische Flüchtlinge erzählen, wie sie Weihnachten im Herkunftsland erlebt haben.

Rony ist Christ und gehört der assyrischen Kirche an. Die Assyrer sind die Ureinwohner im fruchtbaren Halbmond des Altertums, und Syrien ist das Land, das nach ihrer Kultur benannt ist. Rony kommt aus einem Dorf in der nordöstlichen Provinz Al Hasaka. Dort besaß jedes auch noch so kleine Dorf eine Kirche. Leider muss das in der Vergangenheit gesagt werden, denn die christlichen Dörfer sind während des Bürgerkriegs zerstört worden.

Weihnachten wird am 25. Dezember den ganzen Tag über gefeiert. Der 24. Dezember ist noch Fastentag, wobei die assyrischen Christen eine strenge Auffassung von der Regel haben und vom ersten Advent an 25 Tage lang fasten.

Heilige Woche zusammen feiern
Rony, der im Kirchenchor sang, war auch bei der Festvorbereitung aktiv. Die Kirche wurde innen und außen mit Licht und Schmuck versehen, wofür Spenden von Emigranten aus den USA eintrafen. Rony hatte die Aufgabe, den Weihnachtsbaum ganz ähnlich wie bei uns mit Lichtern, Figuren und Glocken zu schmücken. Um Mitternacht oder sehr früh am 25.12. fand die Messe, zu der sich alle Bewohner des Dorfes versammelten, statt.
Zu Hause wurde zu Weihnachten besonders gekocht: Ein traditionelles Gericht bestand aus Joghurt, gekochter Gerste und Lammfleisch in Brühe mit Thymian und Oregano gewürzt. Die Farbe Weiß steht symbolisch für Licht (Dekhwa), Freude und Glück. Frühstück, Mitttag- und Abendessen werden am 25. Dezember festlich und opulent begangen, Verwandte und Freunde machen den ganzen Tag über Besuche und gratulieren sich gegenseitig zu Christi Geburt. Je nach Altersgruppe sitzen die Familienmitglieder und ihre Gäste in verschiedenen Räumen. Aber auch Nicht-Christen, sunnitische Syrer und Kurden kommen von außerhalb, um mitzufeiern. Am zweiten Weihnachtsfeiertag und am dritten Tag werden Partys gefeiert, oft die gesamte heilige Woche lang, die Besucher bleiben zu Gast, es wird viel Musik gemacht und getanzt.

Weihnachten auf den Straßen
Rana kommt aus einer muslimischen Familie, die in Damaskus zu Hause war, und ist wie die meisten syrischen Muslime Sunnitin. In Damaskus zeigt sich, dass Weihnachten ein Fest ist, das auch die Muslime in seinen Bann schlägt. Die Straßen der City sind mit Lichtdekorationen geschmückt. Riesige geschmückte Christbäume stehen auf öffentlichen Plätzen. Wenn sie haushoch sind, bestehen sie aus Plastik. Aber auf den Balkons und in den privaten Wohnungen sind es Fichten oder Tannen genau wie bei uns. Die christlichen Kirchen haben lichtgeschmückte Fronten, etwa einen Verkündigungs-Engel in Neonsilhouette über dem Giebel. Papa Noel zeigt sich auf der Straße, verteilt Luftballons und lässt sich mit Kindern, die oft Glocken halten, fotografieren. Für Kinder bringt Papa Noel auch Geschenke, die sie am nächsten Morgen finden. Alle gehen in Restaurants, wo das Fest mit gutem Essen und Musik begangen wird. Weihnachten auf den Straßen ist aber noch schöner, meint Rana: „You see all the people happy“. Muslime besuchen gern christliche Freunde, um ein schönes Fest zu wünschen oder sie besuchen schön gelegene, christliche Wallfahrtsorte, wie Malula in der Nähe von Damaskus.

Rana studierte Zahnmedizin in Aleppo. Im christlichen Stadtviertel hatte Rana eine gute Freundin, die der katholisch-orthodoxen Kirche angehört. Mit ihr verbrachte sie die Freizeit. Das Wochenende in Syrien ist zwar muslimisch definiert, die religiösen Ruhetage sind also freitags und samstags, aber in Gebieten mit christlicher Bevölkerung sind die Geschäfte am Sonntag geschlossen. Rana besuchte zu Weihnachten die Familie ihrer Freundin in deren Heimatdorf und auch Silvester und Neujahr waren sie zusammen. Und die Gemeinsamkeit funktioniert auch anders herum. So beging die Freundin in Aleppo mit Rana auch Ramadan. „Was, sie wartete mit Essen und Trinken während ihres Arbeitstags am Flughafen tatsächlich bis abends“, fragte ich erstaunt. „Ja“, sagte Rana, „meine Freundin fand, das täte ihr gut, um ein bisschen abzunehmen“. Abends kochten sie dann zusammen und aßen vorschriftsmäßig nach Sonnenuntergang.

Das ethnische und religiöse Zusammenleben in Syrien sei vor allem in den Städten gut gewesen, ehe im Bürgerkrieg politisch Differenzen geschürt worden seien, erklärt Rana. Hier in Deutschland könne man das gegenseitige Verständnis, Treffen und Feiern über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg zum Glück fortführen. In diesem Sinne wünscht der Helferkreis Ottobrunn/Hohenbrunn allen Leser*innen des Gemeindejournals „Mein Ottobrunn“ frohe Weihnachten und ein friedliches und gutes Neues Jahr.

Heidi Maurer und Claudia Bernardoni, Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn

(„Mein Ottobrunn“, 12/2020, Seite 18)





Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn (November 2020)

Neu: Migrationsberatung mit Sprechstunden in Ottobrunn – für erwachsene Zuwanderer, für junge Flüchtlinge und Migranten

An drei Tagen in der Woche gibt es seit August eine AWO-Beratungsstelle für anerkannte Flüchtlinge, aber auch für ausländische Arbeitnehmer und ihre Familien. Der Helferkreis hat die Beratungsstelle besucht. Das helle, kleine Büro, in dem María Gómez Salas die Ratsuchenden empfängt, liegt im Erdgeschoss gleich neben dem Eingang. Frau Gómez bietet Beratung, Hilfe bei Formularen und Kontakt zu Behörden, Institutionen, Arbeitgebern an, in den wesentlichen Integrationsbereichen von Leistungsbezugsfragen über Gesundheit bis Ausbildung und Arbeit.
María Gómez Salas hat in Spanien studiert, ist anerkannte Sozialpädagogin und spricht drei Sprachen: Deutsch, Spanisch und Englisch. Bei einem Erasmus-Studienaufenthalt hat sie sich für Deutschland entschieden und arbeitete seit 2015 zunächst mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und seit 2019 in der Migrationsberatung in Haar und Planegg, wo sie auch weiterhin zwei Wochentage, u.a. als Dolmetscherin für spanisch sprechende Migranten, tätig ist.


Ort: Ottobrunn, Putzbrunner Str. 52 (Eingang Joseph-Seliger-Straße)
Montag: 9:00 bis 13:00 Uhr,
Mittwoch und Freitag 9:00 bis 18:00 Uhr.
Terminvereinbarung unter Tel. 0176 16720915.

Für junge Flüchtlinge und Migranten (12 bis 27 Jahre) arbeitet der AWO Jugendmigrationsdienst mit Karin Kickner jeweils donnerstags am gleichen Ort. Terminvereinbarung unter Tel. 0157 75351031.
Der Helferkreis wünscht beiden bei der Arbeit in unseren Gemeinden viel Erfolg!
Claudia Bernardoni, Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn

("Gemeindeblatt Hohenbrunn", 11/2020, Seite 52)





COVID-19 / Corona-Krise



  • Merkblätter und Infografiken der wichtigen Hygiene-Tipps in diversen Sprachen.
    (unter anderem: Englisch, Französisch, Arabisch, Farsi/Persisch)
  • Mehrsprachiges Faltblatt "Hygienetipps" - Information für Eltern
    Das Faltblatt "Hygiene-Tipps für Eltern" gibt es in Deutsch, Englisch, Arabisch, Russisch, Türkisch. Es kann in den verschiedenen Sprachen als pdf (deutsch, englisch, arabisch) heruntergeladen werden.
  • ein Videokanal (youtube) mit Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus (deutsch)

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Mehrsprachige Information des "Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration"

Diverse Information der "Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration" zu Corona-Themen mit Infotexten, mehrsprachigen Materialien, Übersetzungen der Ansprache der Bundeskanzlerin, Querverweisen zu RKI, BAMF, BzgA.
(unter anderem: Englisch, Französisch, Arabisch, Farsi/Persisch, Kurdisch, Pashtu)
(wird ständig aktualisiert)

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Ethnomedizinischen Zentrums Hannover:

Informationen und praktische Hinweise zum "Neues Coronavirus SARS-CoV-2" in 15 Sprachen, mit E-Book-Funktionalität und PDF-Abruf eines Handzettels.
(unter anderem: Englisch, Französisch, Arabisch, Farsi/Persisch)

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Mehrsprachige Information im Bayerischen Rundfunk

Der Bayerischen Rundfunk (BR) verbreitet jetzt die wichtigsten aktuellen Nachrichten zum Coronavirus auch in Fremdsprachen wie Arabisch und Englisch.
Die fremdsprachigen Informationen werden seit Kurzem aufgebaut und laufend erweitert.

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Information aus den Gemeinden Ottobrunn und Hohenbrunn

Aktuelle Informationen zu Corona
Pfarrverband Vier Brunnen - Ottobrunn:
Information zur Corona-Krise (Link)

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Information aus dem Landratsamt München

Information zum Corona-Virus (Link)
Behördengänge nur noch mit Termin:

Das Landratsamt hat seine allgemeinen Öffnungszeiten für den Parteienverkehr vorübergehend eingestellt. Persönliche Vorsprachen sind nur noch mit Terminvereinbarung möglich.
Weitere Infos: (Link)


Ausländerbehörde:
  • wird alle Bürger*innen deren Aufenthaltstitel, Duldung oder Aufenthaltsgestattung in den kommenden Wochen abläuft, postalisch anschreiben
  • elektronische Aufenthaltstitel (eAT) werden per Post (Einschreiben/persönliche Entgegennahme) verschickt
  • bitte vereinbaren Sie Notfalltermine ausschließlich über das Funktionspostfach der Ausländerbehörde
    E-Mail: auslaenderbehoerde@lra-m.bayern.de
  • es entstehen keine aufenthaltsrechtlichen Nachteile!



Deutsch als Fremdsprache / Integrationskurse


Die Volkshochschule SüdOst im Landkreis München bietet immer wieder viele Kurse zum Thema Integration (einschließlich "Deutsch als Fremdsprache" und "Integrationskurse") an.



Neue Einträge in "Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn"


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  17.02.2021   Gemeindejournale aktualisiert Presse / Nachrichten
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