Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn  

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



Aktuelles


Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

Café International (Flyer)


Ort der Verständigung und Begegnung
Flüchtlinge,Migranten, Einheimische treffen sich im Café International



Ort:     EJO - Haus der ev. Jugend Ottobrunn
Gartenstr. 1, 85521 Ottobrunn
    (parallel zur Rosenheimer Landstraße,
zwischen Jahnstraße und Putzbrunnerstraße)

Termin:    Samstags, 15 - 17 Uhr
        18.01.2026
        21.02.2026
        21.03.2026
        18.04.2026
        16.05.2026
        20.06.2026
        28.07.2026

Fragen beantworten wir auch gerne unter: cafe@helferkreis-asyl.com

             Veranstalter: Helferkreis-Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

Einladung zum Treff im Jugendcafe (Flyer)




Wann:                  am Samstag, den 25.04.2026
Von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Wo: Jugendcafe Kleist
Kleiststraße 30 in Ottobrunn


Hurra, ich bin eingeladen:         Kinder und Jugendliche zwischen
8 und 14 Jahren

Wie komme ich hin:

mit dem Bus, Haltestelle Tulpenweg
Bus 229 /214 / 241

Was machen wir da:

wir falten mit Papier
Origami

anmelden:

nicht notwendig,
einfach vorbeikommen

Wir freuen uns auf euch

Magdalene, Katharina und die Kids

vom Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn











„Eine Welt Kreises“ der Pfarrgemeinde St. Stephanus Hohenbrunn
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn


Die Osterferien stehen vor der Tür, daher
fällt der Treff am 30. März und 6.April 2026 aus.

Nächster Konversationstreff:   13.April 2026






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (März 2026)

Jahresbericht 2025

Integration beginnt vor Ort, gilt für Flüchtlinge, aber auch für Helferinnen und Helfer und gewinnt über die Jahre hinweg an Qualität und Tiefe. Der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn wurde im Herbst 2025 dreizehn Jahre alt.

Die Mitglieder des Helferkreises engagierten sich ehrenamtlich für die geflüchteten Menschen in unseren Gemeinden. Die Flüchtlinge stammen aus verschiedenen Ländern, darunter Afghanistan, Syrien, Irak, Türkei, Pakistan, Nigeria, Somalia, Äthiopien, Eritrea, Uganda, Tansania, Mali, Ghana, Senegal, Indonesien, Myanmar, Bangladesch, Ukraine, Georgien, Aserbeidschan, Venezuela, Brasilien, Peru. Die Unterstützung galt ca. 400 Personen, überwiegend Familien, von denen über die Hälfte Kinder und Jugendliche sind. Die Mehrzahl lebt in zwei großen Asylunterkünften und in Häusern oder Wohnungen, die vom Landratsamt angemietet wurden. Die Unterkünfte befinden sich zentral in den Wohngebieten unserer Gemeinden, eine gute Voraussetzung für Integration und Austausch mit den Nachbarn.

Solange Menschen Hilfe bei ihrer Integration benötigen, setzt der Helferkreis seine Unterstüt-zung fort. Aus mancher Begleitung wird Freundschaft.


Integration durch sicheren Aufenthalt

Die Wahlen in den USA und in Deutschland mit erheblichen Auswirkungen auf die Asyl- und Migrationspolitik, die Kämpfe im Gaza-Streifen, im Kongo, im Sudan und der Krieg in der Ukraine sorgten unter Helferkreismitgliedern und Flüchtlingen für Unruhe und Ängste. Flüchtlinge spürten vor allem durch die Absprachen der Regierung mit Afghanistan und Syrien über Rückführungen große Unsicherheit. Sie fürchteten sich vor Druck zur freiwilligen Ausreise oder vor Abschiebung, oft trotz bestehenden Schutzes durch Aufenthaltserlaubnisse. Die Folge war der stark vermehrte Wunsch, einen Daueraufenthalt oder zumindest eine Bleiberecht zu erhalten. Die Frist für Anträge auf Chancenaufenthaltsrecht ist Ende 2025 endgültig abgelaufen. Wer mit Chancenaufenthaltsrecht im Jahr 2025 noch den Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis bei nachhaltiger Integration gestellt hat, darf bis Juli 2027 auf die Erteilung hoffen. Die gestiegene Zahl von Anträgen auf Niederlassungserlaubnis und Einbürgerung führte zur Belastung der Behörden und verursachte lange Wartezeiten. Nicht nur für die ersehnten Ausweise über unbefristeten Aufenthalt, sondern auch für die Verlängerung von anderen Aufenthaltstiteln mit großen Problemen für die Betroffenen, zum Beispiel bei Arbeit, Leistungsbezug und Wohnungssuche.

Die Niederlassungserlaubnis
Die Niederlassungserlaubnis ist ein unbefristeter Aufenthalt mit allen Rechten bis auf spezielle Staatsbürgerrechte. Sie verleiht Geflüchteten Entwicklungsfreiheit in unserer Gesellschaft. Die Voraussetzungen richten sich nach dem bisherigen Aufenthaltstitel. Das heißt, für Geflüchtete mit Flüchtlingseigenschaft muss in der Regel nach fünfjährigem Aufenthalt der Lebensunterhalt weitgehend gesichert sein und der deutsche Reiseausweis vorliegen (Sprachkenntnisse auf Niveau A2). Alle anderen Anerkannten (mit subsidiärem Schutz oder Abschiebungsverbot) müssen nicht nur fünf Jahre mit Aufenthaltserlaubnis hier leben und Sprachkenntnisse auf Niveau B1 vorweisen, sondern auch 60 Monate Rentenbeiträge gezahlt haben und einen Nationalpass besitzen. Bei Jugendlichen, die minderjährig eingereist sind, ersetzt der Schulbesuch oder die Ausbildung sowohl den Beleg der Sprachkenntnisse als auch die eigene Lebensunterhaltssicherung.

Die Einbürgerung
Im März 2024 trat das neue Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) in Kraft. Die Einbürgerung war in Bezug auf die vorausgesetzte Aufenthaltsdauer erleichtert worden. Von da an kann eingebürgert werden, wer seit fünf Jahren rechtmäßig in Deutschland lebt und das Sprachniveau B1 erreicht hat. Außerdem können Eingebürgerte die Staatsangehörigkeit ihres Herkunftslandes behalten (Mehrstaatigkeit). Die Bedingung des gesicherten Lebensunterhalts wurde verschärft, Auszubildende sind nun ausgeschlossen. Hinderlich ist, dass Geflüchtete mit Abschiebungsverbot, was für die meisten Afghanen gilt, erst eine Niederlassungserlaubnis erwerben müssen, bevor sie das Recht haben, den deutschen Pass zu beantragen. Anträge auf Einbürgerung haben eine Bearbeitungszeit von einem bis zu eineinhalb Jahren. Im Verein mit den vielfältigen Aufgaben, die eine erfolgreiche Integration mit sich bringt, dauert es in der Regel acht bis zehn Jahre, bis ehemalige Flüchtlinge deutsche Staatsbürger sind.

2025 sind von den vom Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn begleiteten Flüchtlingen insgesamt 16 Erwachsene und Kinder aus Syrien, Irak, Afghanistan Senegal, Kamerun und Uganda eingebürgert worden.

Familiennachzug
2025 wurde der Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte bis zum 23. Juli 2027 ausgesetzt. Das heißt, nur noch Geflüchtete mit Flüchtlingseigenschaft oder Niederlassungserlaubnis haben das Recht, ein Familienmitglied (Eltern oder minderjährige Kinder) nach Deutschland nachzuholen. Das verursacht Leid und Integrationshemmnisse vor allem bei afghanischen und somalischen Familien.


Integration durch Arbeit

Der Arbeitskreis Job & Ausbildung ermutigte und unterstützte bei der Suche von Praktika, Aus-bildungs- und Arbeitsplätzen. Helferkreis-Mitglieder übten mit Arbeitssuchenden Bewerbungsge-spräche und begleiteten zu Jobmessen. Auszubildende erhielten Nachhilfe und Laptops. Bei Ar-beitsverträgen, Lohnabrechnungen, Steuer- und Versicherungsfragen wurde Auskunft gegeben und im Kontakt mit Arbeitgeber, Arbeitsagentur und Jobcenter unterstützt.

  • Junge Menschen schlossen Ausbildungen erfolgreich ab, u.a. als Einzelhandelskaufmann, Pharmazeutisch-Technische Assistentin, Pflegefachhelferin und Pflegekraft.
  • Absolventen der Realschule und der Mittelschulen begannen Ausbildungen zur Krankenpflegerin, zum Kfz-Mechatroniker, zur Rechtsanwaltsfachangestellten, zum Reifenvulkanisationsmechaniker.
  • Ein großes Anliegen ist es, Mütter durch individuelle Begleitung für einen Beruf zu qualifizieren. Eine afghanische Mutter bestand die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten beim Augenarzt. Zwei alleinerziehende somalische Mütter schlossen erfolgreich die Qualifizierung im Bereich Altenpflege ab.
  • Weitere aus der Ukraine Geflüchtete fanden Arbeitsplätze in verschiedensten Bereichen. Oft ist eine dem Studium in der Ukraine entsprechende Position (noch) nicht möglich. Es müssen andere Einstiegsmöglichkeiten gefunden werden, im Verkauf, als Schulbegleitung, als Ausfahrer. im Büro. Eine Mutter begann die Ausbildung zur Fachangestellten in der Arbeitsagentur, andere sind in Umschulungen oder Qualifizierungen im Buchhaltungsbereich.


Integration durch Sprache und Bildung

Die geänderten Prioritäten der Bundesregierung wurden mit dem Job Turbo „Arbeit vor Sprache“ umgesetzt. B1-Wiederholerkurse oder -Prüfungen wurden nicht mehr finanziert. B2-Kurse, die für Facharbeitsplätze eigentlich nötig sind, wurden nur noch berufsbegleitend, als berufsbezogene B2-Kurse finanziert. Für 2026 waren weitere Kürzungen im Teilnehmerkreis der Integrationskurse in Planung. In Einzelfällen unterstützte der Helferkreis bei der Finanzierung, um den Erwerb eines benötigten Sprach-Zertifikates zu ermöglichen.

  • 44 Ehrenamtliche engagierten sich als Lernpatinnen und Lernpaten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Hilfe umfasst erste Worte Deutsch, Hausaufgaben, ausbildungsrelevante Fächer, Grundlagen Mathematik, Grammatik, Sprechen. Für einzelne Schüler/innen wurden Ferienkurse in Englisch und Mathe finanziert.
  • Der Eine-Welt-Kreis der Pfarrgemeinde St. Stephanus bot zusammen mit dem Helferkreis Asyl eine wöchentliche Konversationsstunde in Hohenbrunn an. In kleinen Gruppen ab Sprachniveau B1 wurden Gespräche geführt, ergänzend bei der Jobsuche unterstützt.
  • 15 Mütter und Väter, die nicht sicher Deutsch lesen und schreiben können, besuchten an der VHS Südost bis Sommer die kostenlosen Alpha+ Kurse in kleinen Gruppen. Sie verbesserten damit ihre Integration im Alltag und im Beruf.
  • Die IT-Experten im Helferkreis bereiteten gespendete Laptops, PCs, Drucker und Handys auf und gaben diese an die Flüchtlinge weiter, angepasst an die Bedürfnisse des Empfängers. Sie unterstützten bei der Installation, beim Netz-Zugang und halfen bei Störungen.
  • Intensiv wurden junge Menschen auf ihre Schulabschlüsse vorbereitet. Zwei Jugendliche bestanden das Abitur am Gymnasium Ottobrunn, drei die Mittlere Reife an Realschule und Mit-telschule, einer den Quali. Im Herbst nahmen drei Schülerinnen am Kurs „Mathe – Fit für den Quali“ teil.
  • Ukrainische Eltern und Jugendliche wurden zu den Bildungsmöglichkeiten ihrer Kinder beraten, zu den Bildungsträgern begleitet oder mit Lernpaten unterstützt. Dies betrifft vor allem Jugendliche, die bei ihrer Einreise älter als 14 Jahre sind und keinen Anspruch mehr haben, in die Deutschklassen der Mittel- und Realschulen und Gymnasien aufgenommen zu werden. Es ist nicht einfach, den richtigen Weg für die Jugendlichen zu finden - ukrainischer Schulabschluss, Besuch der Berufsschule Feldkirchen mit Berufsintegrationsklassen, Deutsch-Integrationskurse oder doch der Erwerb eines deutschen Schulabschlusses?


Integration durch gesicherte Wohnverhältnisse

In engen Gemeinschaftsunterkünften gestaltet sich soziale Integration äußerst schwierig, bezahlbare Wohnungen sind für anerkannte Flüchtlinge im Großraum München kaum zu finden. Die verstärkte Zuweisung von ukrainischen Flüchtlingen Ende des Jahres führte zur weiteren Verdichtung der Belegung in den Asyl-Unterkünften.

Die Mitglieder des Helferkreises unterstützten bei der Wohnungssuche, bei Anträgen, dem Abschluss von Mietverträgen sowie der Kommunikation mit Behörden. Zudem helfen sie beim Transport, der Möbelbeschaffung, bei Montagen, mit Umzugskartons, bei Erklärung von Nebenkosten-Abrechnungen, Internet- und Stromverträgen.

Drei Familien und drei Alleinerziehende mit insgesamt 14 Kindern haben in Ottobrunn in Sozial-Gemeinde- oder geförderten Wohnungen ein Zuhause gefunden. Zwei Berufstätige sowie zwei ukrainische Mütter mit Kindern schlossen private Mietverträge ab. Eine gut integrierte Familie mit vier Kindern verließ den Landkreis, da sie hier keine finanzierbare Wohnung finden konnten.


Integration durch Teilhabe am sozialen Leben

Lern- und Familienpaten fördern und begleiten die Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen am sozialen, gesellschaftlichen und sportlichen Leben in unseren Gemeinden.

  • Im ersten Halbjahr erhielten 14 ukrainische Grundschulkinder Schwimmunterricht, gemein-sam mit einem Elternteil. Im Sommer begannen fünf Frauen mit dem Schwimmunterricht. Nach den Sommerferien starteten dann drei Kurse im Schulschwimmbad für 11 Grundschulkinder, 11 Teenager und 11 Frauen, darunter 8 Mütter.
  • In den Ferien wurde die Teilnahme von Kindern an der KJR Ferieninsel Hohenbrunn, am Ottobrunner Ferienprogramm, an Sport- und Fußballcamps der lokalen Sportvereine und an Camps der Pfadfinder und des KJR gefördert. Die Familien erhielten Karten für Phönix Bad, Tierpark und Riesenrad. Familienpaten unternahmen mit den Kindern Ausflüge. Im Advent wurden die Kinder zum Platzerlbacken eingeladen.
  • Fussballmannschaft Ramasuri, Reloaded
    Die Teilnahme am Turnier vor den Sommerferien war für die Mannschaft Höhepunkt und Schlusspunkt. Die Anforderungen von Arbeit, Ausbildung, Nebenjob und des Alters schienen nach fast 12 Jahren das Ende von Ramasuri zu bedeuten. Im Herbst meldeten sich dann Afrikaner aus einer zentralen Asylunterkunft in Ottobrunn. Im November startete dann eine komplett neue Mannschaft, die am Sonntag in einer Schulturnhalle trainieren konnte.
  • Vier Mütter mit zwei Töchtern lernten in Wochenendkursen von Donna Mobile in Neuperlach Radfahren. Im Oktober nahm eine Mutter mit Tochter an einem Selbstverteidigungskurs des TSV Hohenbrunn teil.
  • Das Team des Café International lud monatlich zur Begegnung von Flüchtlingen, Migranten und Einheimischen im Haus und Garten der Evangelischen Jugend EJO in Ottobrunn ein. Die Besucher lertnen sich kennen, übten Deutsch, erfuhren Hilfe und halfen sich gegenseitig. Die Besucherzahl lag zwischen 25 und 60. Im Dezember kam wieder der Nikolaus zur Nikolausfeier ins EJO, mit großem Buffet der eingeladenen Familien, Feuerschale, Kerzenbeleuchtung, Bastelstube und weihnachtlichen Trompetenklängen.
  • Zu drei Kultur Talks lud der Helferkreis in die Kaiserstiftung Riemerling ein. Gäste aus Äthiopien, dem Irak und der Ukraine berichteten über Geschichte, ihre persönliche Migrationsgeschichte und Weihnachtsbräuche in ihren christlichen Kirchen.
  • Beim Kochen und Essen miteinander ins Gespräch kommen, fremde Kulturen hören, sehen, riechen und schmecken - das bot unsere Reihe „Kochen über’n Tellerrand“ in der Kaiserstiftung. An sechs Abenden kamen Gerichte aus der ukrainischen Fastenküche, der palästinensi-chen, afghanischen und indischen Küche, aus internationaler Sommerküche und deutscher Herbstküche auf den Tisch.
  • Der Helferkreis ermutigte Geflüchtete zu ehrenamtlichen Engagement. Flüchtlinge engagierten sich in der AWO Nachbarschaftshilfe und der AWO Klawotte Kinder & Kreativ, in der Senioreneinrichtung Kaiserstiftung, im Verein Mammalade für Karla e.V., bei den Caritas Kulturdolmetschern, im Deutsch-Islamischen Kulturkreis Ottobrunn DIKO e.V., als Jugendschiedsrichter, Gruppenleiter bei den Pfadfindern und bei Aktivitäten in den Pfarreien. Ukrainerinnen boten Malkurse und Yogakurse für Geflüchtete und Interessierte an.
  • Im Mai lud die lokale ukrainische Kulturgruppe zu einem Frühlingsfest ins Stephani Haus nach Hohenbrunn ein. Mit Musik, Gesang, Tänzen, Bastelworkshops wurde im Saal und im Hof gefeiert. Auf dem Hohenbrunner Dorffest im Juli gestalteten Ukrainerinnen einen Bastelstand für Kinder. In Ottobrunn fand im Wolf-Ferrari-Haus ein ukrainisches Herbstkonzert unter dem Motto „Die Sonne scheint für uns“ statt. Der Abend war gefüllt mit Liedern, Tanz sowie einer farbenfrohen Modenschau. Der ukrainische Chor „Tschar-Zillya“ sang beim Benefiz-Konzert in St. Stephanus in Putzbrunn und beim Adventssingen in St. Otto sowie auf dem Christkindlmarkt in Hohenbrunn.
Die gemeinsame Pflege der ukrainischen Kultur ist für die Geflüchteten ein Weg, Halt und Hoffnung zu finden, Gemeinschaft zu erleben und den Kontakt zur Heimat zu bewahren – während sie sich gleichzeitig ein neues Leben aufbauen.


Entwicklung im Helferkreis

126 Ehrenamtliche aus 15 Ländern sind Mitglieder im Helferkreis, darunter 25 Flüchtlinge. Einige Helferinnen und Helfer sind ausgeschieden, neue dazugekommen. Die Altersspanne reicht von 14 bis 90 Jahren.

Im Pfarrsaal von St. Magdalena fanden 30 Helferkreis-Treffen statt. Neun Treffen waren als Fortbildung konzipiert, zu Themen wie Möglichkeiten des Deutsch Lernens, Job- und Ausbildungssuche, FGM-C Weibliche Beschneidung, Interkulturelle Kinder- und Jugendarbeit, Eingliederung in Arbeit, Aus- und Fortbildung mit Mitarbeiterinnen des Jobcenters München, sowie ein Austausch mit dem Bayrischen Integrationsbeauftragten und der Abteilung FAMI, Flucht, Asyl, Migration, Integration der Erzdiözese München.

Mitglieder nahmen verschiedene Angebote externer Träger wahr. z.B. die Wochenend – Fortbil-dungen der LAGFA „Sprache schafft Chancen“ und ein Seminar zu aktuellen Entwicklungen im Asylrecht in der Georg-von-Vollmar Akademie. Auch der gesellige Teil kommt nicht zu kurz; Ende Juli fand das Sommerfest im Garten von St. Magdalena statt, im Herbst eine Weinverkostung und im Januar 2026 der Neujahrsempfang im Pfarrsaal von St. Otto.


Zusammenarbeit mit Behörden, Organisationen und Öffentlichkeit

Der Helferkreis arbeitet eng mit der Integrationsbeauftragten der Gemeinde Ottobrunn, den sechs Sozialberatern der Caritas Alveni Asylberatung, der AWO Migrationsberatung und der Integrationskoordination des Landratsamtes zusammen. Ebenso fanden Austauschtreffen mit den Gemeinden Ottobrunn und Hohenbrunn, dem Landratsamt, Bereich Integration und der Abteilung FAMI Flucht – Asyl – Migration – Integration der Erzdiözese München und Freising statt.

Die Flüchtlinge konnten sich vor Ort mit Kleidung, Spielsachen, Büchern, Geschirr und Möbeln versorgen - dank der AWO Klawotten und der AWO Rumpelkammer. Die Caritas Radlwerkstatt in Neubiberg unterstützte die Mobilität. Anerkannte Flüchtlinge erhielten Lebensmittel über den Caritas Ottobrunner Tisch.

Wir informierten die Öffentlichkeit über unsere Homepage, www.helferkreis-asyl.com sowie in den Gemeindeblättern von Hohenbrunn und Ottobrunn, im Schaukasten von St. Magdalena und in Pfarrbriefen. Am Ende der Sommerferien beteiligte sich der Helferkreis erstmals wieder mit einem bunten Info-Stand und der Kinderpass-Aktion „Arche Noah“ am Ottostraßenfest.


Spenden von Privatpersonen, Organisationen, Kirchen, Stiftungen und Gemeinden ermöglichten uns, die Integration der Geflüchteten zu fördern und ihnen in Notlagen individuell und unbürokratisch zu helfen. Dafür danken wir allen herzlich!


Im Sommer 2025 jährte sich zum zehnten Mal die Ankunft einer großen Zahl von Geflüchteten in unser Land. In einer WDR-Sendung im Juni 2025 sprach Angela Merkel mit Männern und Frauen die damals Zuflucht suchten. Sie betonte dabei „Wir sprechen oft genug über Menschen, die zu uns gekommen sind, aber zu wenig mit Menschen, die zu uns gekommen sind“. Das Gespräch mit dem einzelnen Geflüchteten, die praktische Hilfe und Unterstützung – das ist der Beitrag der Helferkreis-Mitglieder zur Integration in unsere Gesellschaft



gez. Stefanie Marrero und Heidi Maurer           
Helferkreis Koordinatorinnen
gez. Diakon i.R. Karl Stocker
Gründer des Helferkreises

Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn im Pfarrverband Vier Brunnen Ottobrunn
Kontakt: info@helferkreis-asyl.com


Diesen Bericht gibt es auch als PDF-Dokument





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Februar 2026)

Unerwartet - eine Helferin berichtet

Kennengelernt haben wir uns 2013. Im gleichen Deutschkurs – er als Schüler. Ich als Assistentin der Kursleitung. Er kämpfte mit unserem Buchstabensystem, wir hatten keine gemeinsame Sprache. Ich konnte nicht mal einschätzen, aus welchem Land er kommt.

Er hat seine neue Heimat gleich geliebt, gleich verstanden, wie wertvoll Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit sind. Wenn die Leute ihn fragten, woher er käme, sagte er immer „München“, nie sagte er sein Herkunftsland. Er war angekommen, glücklich in seiner neuen Heimat. Er liebt Kartoffelsalat und bayerisches Bier und vieles andere.

Seine neue Heimat liebte ihn nicht zurück, die Ausländerbehörden machten es ihm nicht leicht. Ihm begegnete Rassismus, heutzutage mehr als noch vor ein paar Jahren. Aber im Allgemeinen sind die Menschen nett zu ihm, er erfährt Wertschätzung in seiner Arbeit – so wie er auch Deutschland zu schätzen weiß. Gerade jetzt, wo die Zustände in seinem Herkunftsland sich verschlimmert haben und er jeden Tag froh ist, nicht mehr dort leben zu müssen.

So vergingen die Jahre und wir haben viel zusammen gemacht – ich, die ehrenamtliche Asylhelferin und er, der Flüchtling. Unzählige Male war ich bei ihm, es musste immer etwas erledigt werden. Aber irgendwann war alles gesagt und getan, der Aufenthalt war sicher, die Wohnung gefunden. Nun hätten sich unsere Wege trennen können. Aber irgendwie, ganz unauffällig, hatte sich in unser Verhältnis etwas Neues eingeschlichen: Freundschaft. Wir kennen unsere Geschichten, diskutieren über Politik, schauen Fußball und helfen uns gegenseitig bei Problemen. Der Mann, der mir als Fremder 2013 begegnet ist, hat heute meinen Wohnungsschlüssel. Und ich habe seinen, für alle Fälle. Nur mein Kartoffelsalat, der schmeckt ihm leider nicht…

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn


(Quelle: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", Februar 2026, Seite 48)





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Februar 2026)

Fußballmannschaft Ramasuri sucht Verstärkung

Im November startete die Mannschaft in neuer Besetzung. Wintertraining ist sonntags, 10:30 Uhr in einer Ottobrunner Schulturnhalle. Bei Interesse melden Sie sich bei Frau Barthmann unter der E-Mail: info@helferkreis-asyl.com.

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn


(siehe auch "Gemeindeblatt Hohenbrunn", Februar 2026, Seite 48)





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Dezember 2025)

Kochen in Gemeinschaft - Essen über’n Tellerrand

Persönliche Begegnungen im kleinen Kreis fördern Integration und interkulturellen Austausch – nach diesem Motto lädt der Helferkreis alle zwei Monate zum gemeinsamen Kochen in die Kaiserstiftung ein

In diesem Jahr wurden afghanische, palästinensische, indische, ukrainische und internationale sommerliche Küchen vorgestellt. Kochbegeisterte aus den jeweiligen Ländern leiteten das Kochen an. Einheimische Herbstküche mit Kürbissuppe, Zwiebelkuchen und Zwetschgendatschi stand im Oktober auf dem Speiseplan.

Am Samstagnachmittag trifft sich das Koch-Team um 16 Uhr mit den angemeldeten Hobbyköchinnen und -köchen; bis zu zehn Personen können gemeinsam kochen. Nach einer Kennenlern-Runde werden die oft besonderen Zutaten und die geplanten Rezepte vorgestellt. Dann wird geschält, geschnipselt, gewogen, gerührt, gekocht, gebacken … gelacht, gestikuliert, gedolmetscht und erzählt, vom Geschmack der Heimat, von den Düften der Kindheit. An Herd und Backofen wird es warm, intensive Gerüche ziehen durch den Raum. Die Veranstalterin erinnert: „In einer halben Stunde kommen die Gäste …“

Am schwarzen Brett stehen die Gerichte angeschrieben, die Tische werden liebevoll gedeckt. Um 19 Uhr kommen weitere Gäste zum Essen dazu. Das Koch-Team stellt den Gästen an der großen Theke die Speisen vor. In bunt gemischten kleinen Tischgruppen werden die Gerichte genossen. Essen und die Zubereitung sind ein guter Einstieg ins Gespräch. „In Gemeinschaft schmeckt es einfach besser“, so eine Teilnehmerin.

Im Januar steht die chinesische Küche im Fokus. Die Termine erscheinen im Monatsprogramm der Kaiserstiftung; dort erfolgt auch die Anmeldung zum Kochen bzw. zum Essen.

Möchten Sie ein Essen mit Gerichten Ihrer Heimat gemeinsam mit anderen Teilnehmenden aus verschiedenen Ländern – von Jugendlichen bis Senioren – kochen? Dann melden Sie sich bei uns, Dany Graser und Heidi Maurer, E-Mail:  info@helferkreis-asyl.com oder direkt in der Kaiserstiftung.

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn


(Quelle: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", Dezember 2025, Seite 52)





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (November 2025)

Schwimmen lernen – Sicherheit schenken

Viele Kinder in Deutschland können nicht sicher schwimmen – das belegen die aktuellen Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage des DLRG aus dem Sommer. Besonders betroffen sind Kinder aus geflüchteten Familien. Sprachbarrieren und finanzielle Hürden erschweren den Zugang zu Schwimmkursen und Schwimmbadbesuchen.

Der Helferkreis Asyl möchte hier mit ehrenamtlichen Angeboten gezielt unterstützen. Im letzten Schuljahr konnten Flüchtlingskinder im Alter von sechs bis acht Jahren in einem Ottobrunner Schulschwimmbad schwimmen lernen. Mit bunten Delfin-Bildern erklärte die Trainerin den Kindern spielerisch die Baderegeln – so wurden sie auch ohne gemeinsame Sprache verstanden. Mit Freude wurde gespritzt, getaucht und in Reifen gesprungen - bald gelangen die ersten Schwimmzüge. Im Frühjahrskurs trainierten ukrainische Kinder gemeinsam mit ihren Müttern. Das Gelernte kann nun im Schwimmunterricht der Schulen weiter ausgebaut werden. Auch ein Kurs zur Wassergewöhnung für Frauen wurde gestartet – viele von ihnen hatten in ihren Herkunftsländern keine Möglichkeit, schwimmen zu lernen.

Im neuen Schuljahr werden weitere Kurse angeboten, für jüngere Schulkinder, für größere Mädchen und für erneut für Mütter. Ziel ist es, am Ende das Seepferdchen-Abzeichen zu erreichen.

Schwimmen bedeutet nicht nur Sicherheit, sondern auch Teilhabe. Wer schwimmen kann, ist nicht nur im Freibad dabei, sondern auch ein Stück freier in der neuen Heimat. Für uns ist es ein Herzensprojekt: Es schützt Leben, und stärkt Gemeinschaft, Vertrauen und Integration.

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn


(Quelle: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", November 2025, Seite 50)





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (November 2025)

Junge Frau startet durch

Viele Kinder in Deutschland können nicht sicher schwimmen – das belegen die aktuellen Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage des DLRG aus dem Sommer. Besonders betroffen sind Kinder aus geflüchteten Familien. Sprachbarrieren und finanzielle Hürden erschweren den Zugang zu Schwimmkursen und Schwimmbadbesuchen.

Es gibt sie immer wieder, die Beispiele für gelungene Integration: Die 19-jährige Maryam M. aus Ottobrunn beispielsweise erwarb 2024 die deutsche Staatsangehörigkeit. Nach ihrem Quali an der Carl-Steinmeier-Mittelschule mit 15 Jahren absolvierte sie eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in der Gemeinde Aying, von der sie übernommen wurde. Außerdem hat sie gerade den Führerschein gemacht. Wie kommt eine solche Turbo-Integration zustande?

Die Eltern, beide syrisch-orthodoxe Christen, stammen aus dem Irak. Zunächst kam 2012 der Vater in die damalige Flüchtlingsunterkunft in der Josef-Seliger-Siedlung; die Mutter folgte im Jahr 2014 mit drei Kindern im Rahmen des Familiennachzugs. Maryam hat in der Schule schnell Deutsch gelernt. Auch in Mathematik hat sie mit Hilfe ihrer Nachhilfelehrerin Monika Löser vom Helferkreis bestehen können. Während der Corona-Pandemie bewarb sie sich um eine Ausbildung in der Ayinger Gemeindeverwaltung. Seit ihrem erfolgreichem Abschluss arbeitet sie dort im Einwohnermeldeamt. Trotz der vielen Gesetze und Verordnungen findet Maryam ihren Beruf interessant und abwechslungsreich.

Da sie seit Jahren alle Anträge für die Familie ausfüllt, beantragte sie für sich und ihren ein Jahr jüngeren Bruder auch die deutsche Staatsbürgerschaft, die beide seit 2024 besitzen. Sie sagt: »Ich bin nicht in Deutschland geboren, aber ich bin hier aufgewachsen und habe schließlich einen Job im öffentlichen Dienst bekommen. Das macht mich glücklich!

Claudia Bernardoni Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn / MO


(Quelle: Gemeinde-Journal "Mein Ottobrunn", 11/2025, Seite 20)





Flüchtlingen aus der Ukraine helfen



1. Bundesministerium des Innern und für Heimat
Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine (Link)
Willkommen in Deutschland - Ласкаво просимо до Німеччини

DEUTSCH


УКРАЇНСЬКА


ENGLISH


РУССКИЙ



2. Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge
Willkommen in Deutschland - Ласкаво просимо до Німеччини

DEUTSCH


УКРАЇНСЬКА


ENGLISH


РУССКИЙ



3.  Auswärtiges Amt Aktuelle Situation in der Ukraine, Ausreise (Link)
4. Bayrisches Staatsministerium des Innern
Hilfen in der Ukrainekrise / Допомога в українській кризі (Link)
5. Stadt München Information zur Unterstützung Geflüchteter in München mit den für München relevanten Anlaufstellen und Regelungen (Link)
6. Diakonie München und Oberbayern
Wichtige Informationen und Kontakte für Hilfesuchende und Helfende (Link)
7. Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.
Ukraine-Informationen für München, Willkommen in München (Link)
8. Caritas München und Oberbayern, Flüchtlingshilfe Ukraine
Hilfe für ukrainische Flüchtlinge (Link)
9. Landratsamt München
Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine im Landkreis München
Інформація для громадян Україїни, які прибули з зони бойових дій до району Мюнхена (Link)
10. Flüchtlingshilfe München Heft zum Deutsch Lernen - Erste Schritte (Link), (Link für Ukrainisch)
11. Ottobrunn Ukrainehilfe für Flüchtlinge und Spendenwillige (Link)
12. Lokale Information für Ottobrunn und Hohenbrunn
Bei Fragen zu lokalen Betreuungen (Ottobrunn, Hohenbrunn) wenden Sie sich bitte an: info@helferkreis-asyl.com
13. Deutsche Telekom
Kostenlose SIM-Karten für Ukraine Flüchtlinge (Link)




Neue Einträge in "Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn"


  18.03.26   Jahresbericht 2025 Presse / Nachrichten
  17.02.26   "Gemeindejournale" und "Presse" aktualisiert Presse / Nachrichten
  23.12.2025   "Gemeindejournale" und "Presse" aktualisiert Presse / Nachrichten
   ständig      Änderungen bei "Aktuelles" und "Fortbildungen und Veranstaltungen" Fortbildungen und Veranstaltungen







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