Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn  

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



Aktuelles


Café International


Café International, Ort der Verständigung und Begegnung
Flüchtlinge,Migranten, Einheimische treffen sich im Café International
Ort:     EJO - Haus der ev. Jugend Ottobrunn
Gartenstr. 1, 85521 Ottobrunn
    (parallel zur Rosenheimer Landstraße,
zwischen Jahnstraße und Putzbrunnerstraße)
Termin:    Samstags, 15 - 17 Uhr
        21.09.2019
        19.10.2019
        26.11.2019

Ansprechpartnerin: Ulla Wolf, ev Michaelskirchengemeinde Ottobrunn
Tel.: 0160 966 025 74 (UllaWolf@gmail.com)
Veranstalter: Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn





Performance, Lesung und Konzert mit Rapper Roger Rekless (Flyer)

Ein Neger darf nicht neben mir sitzen



Veranstalter:    Gemeinde Neubiberg/Bibliothek, vhs SüdOst
Ort:     Grundschule Neubiberg, Aula
Rathausplatz 9, 85579 Neubiberg
Termin:    Donnerstag, 24.10.2019, ab 19:30 Uhr
Eintritt: AK 12 Euro, VVK/Erm. 10 Euro, MMB 6 Euro, bis 18 Jahre kostenfrei

David Mayonga, der auch als Rapper Roger Rekless auf der Bühne steht, sieht sich in erster Linie als Bayer. Er ist in Markt Schwaben bei München aufgewachsen und spricht Dialekt. Trotzdem wird er schon am ersten Tag im Kindergarten auf Grund seiner Hautfarbe zurückgewiesen: „Nein, ein Neger darf nicht neben mir sitzen.“ Bis heute begleiten ihn rassistische Anfeindungen. Die Polizei durchsucht sein Auto, beim Einkaufen wird er mit „Was du wollen?“ begrüßt.
2018, als Rekless vor tausenden Menschen auf dem Königsplatz auftrat, die gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft demonstrierten, war klar: Hier muss mehr getan werden. Gemeinsam mit dem Journalisten Nils Frenzel fing er an, an seinem ersten Buch zu arbeiten. Darin geht er der Frage nach, warum wir Menschen solch eine Angst vor dem Anderssein haben. Warum wir im Alltag diskriminieren und was wir tun können, um dem weniger Raum zu geben. Angereichert mit vielen persönlichen Erlebnissen ist das Buch ein Appell gegen Angst, Vorverurteilung und für eine Gesellschaft, in der wir Menschen danach beurteilen, wer sie sind und nicht, wie sie aussehen.
David Mayonga ist Musiker, Produzent und Autor. Für den Bayerischen Rundfunk moderiert er auf PULS und Bayern 3. Als studierter Sozialpädagoge ist er im Auftrag des Goethe-Instituts in der internationalen Jugendarbeit tätig. Bei seiner Lesung wird Rekless alias David Mayonga von zwei Musikerkollegen auf den Drums und am Klavier begleitet.
Vorverkauf: Gemeindebibliothek, Buchhandlung Lentner, vhs-Infozentrum, München Ticket, Info-Tel. 089/600 12-922





Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten (Flyer)

Basiswissen Islam: solide Erklärungen der Islamwissenschaft


Eine Vortragsreihe für die breite Bevölkerung: egal, ob christlichen, atheistischen, buddhistischen, jüdischen, muslimischen oder anderen Glaubens, für Handwerkerinnen und Handwerker ebenso wie für Akademiker und Akademikerinnen, für Bayerinnen und Bayern wie für Zugereiste, Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte..

In Europa glauben heute fast alle, dass ...

...    alle Musliminnen und Muslime grundsätzlich das Bekenntnis "Es gibt keinen Gott ausser Gott und Mohammed ist sein Prophet" teilen.
...    der Koran der Bibel sehr ähnlich ist.
...    die heutigen Araber und Araberinnen aus der Arabischen Halbinsel stammen.
...    der Islam mit Gewalt (oder: durch Missionierung) verbreitet worden ist.
...    Islamisten und Islamistinnen besonders gewaltbereit sind.
...    Schleier in der Islamischen Welt nur von Frauen getragen werden.
...    der "Islamische Staat" als religiöse Bewegung entstanden ist.

Aber: alle diese Aussagen sind falsch! Von der Wissenschaft wurden sie nie ernsthaft vertreten: unsere Studierenden lernen das im ersten Studienjahr! Solche weit verbreiteten, aber ganz unsinnigen Grundannahmen führen dazu, dass wir der Islamischen Welt heute meist entweder übertrieben freundlich oder übertrieben unfreundlich entgegentreten. Dabei hat die Islamwissenschaft zu diesen (und vielen anderen) Fragen ein ganz unstrittiges, solides und leicht zugängliches Wissen!

Mit unserer Vortragsreihe wollen wir dazu beitragen, die Islamische Welt so nüchtern zu betrachten und zu bewerten, wie wir dies mit anderen Weltgegenden schon lange tun.

Basiswissen Islam 2019 (20-26):

Die Vorträge finden dienstags um 18:15 Uhr im Hörsaal B201 des Hauptgebäudes der LMU statt;

22.10.2019       Basiswissen Islam 20 - Palästina, Israel und wir
Prof. Dr. Andreas Kaplony (LMU München)

Einleitend betrachten wir die Vorannahmen, die unsere Wahrnehmung von Palästina/Israel prägen. Dann betrachten wir die neun Teile des Landes und die langfristige Entwicklung hin zur heutigen Zerrissenheit. Wir schliessen mit zwei grundsätzlichen Empfehlungen. Ziel der Vorlesung ist es, in einer hitzigen Debatte ganz unaufgeregt einige wenige unbestrittene Grundlinien in Erinnerung zu rufen.

Andreas Kaplony hat den Lehrstuhl für Arabistik und Islamwissenschaft an der LMU München inne. Er forscht und lehrt auch zur Geschichte Palästinas.

29.10.2019 Basiswissen Islam 21 - Der Krieg in Syrien aus der Sicht von syrischen und palästinensischen Vertretern medizinischer Berufe
Prof. Dr. Annabelle Böttcher (Universität Süd Dänemark, Odense)

Der Krieg in Syrien zeichnet sich durch vorsätzliche Gewalt an Vertretern medizinischer Berufe und medizinischer Infrastruktur aus, vor allem durch das syrische Regime, Russland und den Islamischen Staat (IS). Von 2011 bis 2018 ereigneten sich mehr als 550 Bombardierungen von 350 Krankenhäusern und medizinischer Infrastruktur in Syrien. Mehr als die Hälfte der 891 Tötungen von medizinischen Personal war das Resultat gezielter Bombardierung oder Beschuß. Bei einigen dieser Angriffe wurden chemische Waffen eingesetzt. Medizinische Versorgung wurde vom syrischen Regime kriminalisiert, Studenten und Vertreter medizinischer Berufe verhaftet, gefoltert und getötet. Mobilität wurde zunehmend durch die Kämpfe, sich ständig verschiebende Frontlinien, und den Zustrom von bewaffneten nichtstaatlichen Akteuren, unter ihnen religiös motivierte sunnitische und schiitische Jihadisten und die Aufteilungen des syrischen Territoriums eingeschränkt. Dies beeinträchtigte auch die Logistik der medizinischen Versorgung, vor allem in belagerten Gebieten wie beispielsweise Douma bei Damaskus oder Teilen der Homser Innenstadt.
Am Beispiel der Erinnerungen und Erfahrungen einer ausgewählten Gruppe von syrischen und palästinensischen Medizinern, Zahnärzten und Apothekern aus Syrien soll der Ausbruch des Krieges und seine Auswirkungen auf ihr privates und berufliches Leben bis zum Beginn ihrer Flucht nach Deutschland illustriert werden.

05.11.2019 Basiswissen Islam 22 - Der Krieg im Jemen und die ungelöste Südfrage
Dr. Anne-Linda Amira Augustin (Europäische Auslandsvertretung des Südübergangsrates, Berlin)

Der Krieg im Jemen wird allzu oft vereinfacht und ohne Darstellung der komplexen Verflechtungen und Hintergründe als ein Konflikt zwischen der Hadi-Regierung und den Houthis oder als Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran dargestellt und analysiert. Die sogenannte „Südfrage“, d.h. die Missstände im Südjemen, die auf die Marginalisierung der südjemenitischen Bevölkerung seit der Jemenitischen Einheit von 1990 und dem darauffolgenden Krieg von 1994 beruhen, wird von Diplomaten, politischen Entscheidungsträgern, Wissenschaftlern und den Medien wenig beachtet und daher auch oftmals übersehen. Jedoch wird die Südfrage mit ihren Forderungen nach Wiederherstellung eines unabhängigen Staates auf dem Territorium der ehemaligen Volksdemokratischen Republik Jemen einen entscheidenden Einfluss auf die Zukunft der Republik Jemen haben.
Der Vortrag wird sich der Entstehung der südjemenitischen Unabhängigkeitsbewegung, der „Südbewegung“, die im Jahr 2007 mit ersten Demonstrationen auf sich aufmerksam machte, sowie der heutigen Situation im Südjemen angesichts des Krieges widmen. Dabei wird eine Vielzahl von Akteuren dargestellt und deren Einfluss auf den Krieg und auf sein mögliches Ende diskutiert.

Anne-Linda Amira Augustin ist Referentin in der Europäischen Auslandsvertretung des Südübergangsrates in Berlin. Sie arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsnetzwerk „Re-Konfigurationen. Geschichte, Erinnerung und Transformationsprozesse im Nahen Osten und Nordafrika” am Centrum für Nah- und Mitteloststudien der Philipps-Universität Marburg. Dort forschte sie im und zum Südjemen und schloss 2018 ihre Doktorarbeit in Soziologie und Nahostwissenschaft zu intergenerationalem Widerstand in der Südbewegung ab. Sie hat zahlreiche Buch- und Zeitschriftenartikel zur Südbewegung und den Unabhängigkeitsbestrebungen im Südjemen veröffentlicht.

12.11.2019 Basiswissen Islam 23 - Die Kurdenfrage im historischen Kontext: zwischen Selbstbestimmung und Revolutionsromantik
Dr. Walter Posch (Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement (BLMVS) der Landesverteidigungsakademie, Wien)

Kaum ein Konflikt der Gegenwart beschäftigt so sehr die Gemüter wie die Kurdenfrage. Und kaum ein Konflikt wird dermaßen missverstanden. Das beginnt mit der Frage wer denn die Kurden eigentlich sind und wer legitimer Weise für sie sprechen darf. Im letzten Jahrzehnt fand zudem eine wichtige aber von den politischen Eliten weitgehend ignorierte Bedeutungsverschiebung der Kurdenfrage statt: sie ist, ob man es in Mitteleuropa nun wahrhaben will oder nicht, auch eine innenpolitische Frage geworden.

19.11.2019 Basiswissen Islam 24 - Sunniten und Schiiten und der Mythos vom ewigen Konflikt
Dr. Teresa Bernheimer (LMU München)

Immer wieder berichten die Medien von heftigen Konflikten zwischen Sunniten und Schiiten, den beiden größten Gruppierungen des Islam: im Libanon, in Syrien, Iraq und Jemen, verlaufen Auseinandersetzungen anscheinend entlang konfessioneller Linien. Sind diese tatsächlich religiös bedingt, also die Folge einer Uneinigkeit nach dem Tod des Propheten Muhammad (st. 632) über die Zukunft der jungen islamischen Gemeinschaft?

26.11.2019 Basiswissen Islam 25 - Feindbild Islam. Woher kommt es? Was bewirkt es? Wie kann damit umgegangen werden?
Dr. Farid Hafez (Universität Salzburg)

Dieser Vortrag thematisiert unterschiedliche wissenschaftstheoretische Zugänge in der Islamophobieforschung und diskutiert die Bedeutung von anti-muslimischem Rassismus im Zusammenhang in einem Weltsystem, das von postkolonialen Verhältnissen geprägt ist. Dabei werden auch Fallbeispiele aus europäischen Nationalstaaten im Zusammenhang mit sogenannten Islam-Debatten diskutiert.

03.12.2019 Basiswissen Islam 26 - Quietismus, Messias, Apokalypse und Konfliktlinen im Iran
Dr. phil. Heidi Walcher (LMU München)

Zusammenfassung folgt.

Organisation: LMU München, Institut für den Nahen und Mittleren Osten, Lehrstuhl für Arabistik und Islamwissenschaft und Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur e.V., München



August 2019:
Straßenfeste – Gelegenheit für Begegnung und Information

„Kommen denn noch neue Flüchtlinge in unsere Gemeinden?“ „Wie kann man jetzt noch helfen, ist nicht schon alles geregelt?“ Diese und ähnliche Fragen beantworten die Mitglieder des Helferkreises an ihrem Stand bei den örtlichen Straßenfesten. Manche der zu uns geflüchteten Menschen sind inzwischen selbst Mitglieder im Asylhelferkreis, und bereichern mit ihren Fertigkeiten den Helferkreis-Stand. So gab es schon musikalische Auftritte mit Gesang und Tanz, süße Kostproben aus den Heimatregionen. Mutige konnten sich Dread Locks flechten lassen. Interessierte Besucher haben Gelegenheit, sich persönlich mit Menschen aus vielen Ländern zu unterhalten und Info-Material mitzunehmen.
Und nicht zuletzt kommen die Flüchtlinge selbst gerne als Besucher am Stand des Helferkreises vorbei und genießen die offene und heitere Atmosphäre auf den Straßenfesten. Sie können Kontakte zu Vereinen, Organisationen und Arbeitgebern knüpfen. Beim Rie-West-Fest des Gewerbeverbandes Hohenbrunn im Mai 2019 in Riemerling präsentierte ein afghanischer Familienvater seinen Buben stolz den Stand seines Arbeitgebers!
Um eine der Fragen oben gleich hier zu beantworten: Ja, es werden zu Beginn des neuen Schuljahres wieder Lernpaten gesucht, für Kinder in Grundschulen, Realschulen, für Azubis, zur Vorbereitung auf Deutschprüfungen. Es werden Patinnen gesucht für Frauen und Mütter mit Kindern. Es werden Wohnungen gesucht für große Familien. Weitere Informationen dazu können Sie am Helferkreis-Stand auf dem Ottostraßenfest erhalten, am Samstag, den 7. September, ab 11 Uhr. Oder per E-Mail an info@helferkreis-asyl.com.

Helferkreis-Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn




Juli 2019:  
Gelungene Integration Teil 7: Ein bayerischer Syrer

Abdu, Jahrgang 1988, kommt aus dem syrischen Aleppo. Der Familie ging es gut. Abdu konnte eine englische Privatschule mit Internat besuchen und nach dem Abschluss in Damaskus Betriebswirtschaft studieren. Nach vier Jahren machte er seinen Bachelor und ging noch für ein Jahr ans Goethe-Institut, um die deutsche Sprache und Literatur zu studieren. Er legte die Deutsch-Prüfung ab. Weil er drei Jahre lang mit deutschen Architekturstudenten in Damaskus zusammenwohnte, sprach er fließend und mit um-fangreichem Wortschatz. Sogar ein Master-Studium in Hamburg war von der Familie für ihn als Grundstein für seine Karriere geplant. Doch der Krieg machte diese Pläne zunichte. Aleppo war im Sommer 2012 Ziel schwerer Angriffe von Assads Truppen: Dabei wurde auch das Haus von Abdus Familie zerstört. Abdu floh nach Istanbul, arbeitete dort für ein Reisebüro und versuchte, ein Visum für das Studium in Deutschland zu bekommen. Vergeblich, denn er hatte keine Zeugnisse und Dokumente bei sich. 2015 entschloss er sich, trotzdem nach Deutschland zu gehen.

Die Flucht begann
Abdu bestieg in Izmir ein Boot, das ihn auf die griechische Insel Lesbos bringen sollte. Es geriet in bewegte See und kenterte. Abdu musste viele Stunden schwimmen, um an Land zu kommen. Und das im Winter. Nach zwei Tagen im Krankenhaus von Mytilene war er wieder auf den Beinen. Gemeinsam mit einem Tross von Flüchtlingen, darunter viele Familien mit Kindern, durch den Balkan, wanderte er über Ungarn und Slowenien nach Österreich. Auf dem ganzen Weg übersetzte er für alle und für die Mitarbeiter vom Roten Kreuz Arabisch-Englisch und Arabisch-Deutsch. Endlich kamen sie an die österreichische Grenze. Als sie eine Bahnstation passierten, hörte Abdu die Lautsprecher-stimme: Achtung, Achtung, ein Zug fährt durch. »Ich hörte Deutsch«, erzählt Abdu. Das war der beste Moment seit 4.000 Kilometern Weg. Von Wien nahm er den Zug nach München. Dort angekommen, rief er einen seiner Studienfreunde aus der Zeit in Aleppo an. Der fiel aus allen Wolken – und kam sofort aus Nürnberg, um ihn in der Erstaufnahmeeinrichtung zu besuchen. Nach der Anhörung beim Bundesamt erhielt Abdu bald eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre. Das versetzte ihn in die Lage, seine Zukunft ohne fremde Hilfe in sichere Bahnen zu lenken. 2017absolvierte er seinen Integrationskurs mit Abschluss auf Niveau B2 und machte ein Praktikum im Management-Bereich bei BMW. Nachdem er – wie viele Praktikanten – nicht übernommen wurde, schrieb er Bewerbungen, um eine Stelle in der Gastronomie zu finden. Mit seiner Bewerbung um eine Wohnung in Riemerling hatte er auf Anhieb Glück.

Ausbildung zum Hotelfachmann
Schon bald erhielt er auf seine Bewerbung Antwort vom Brauereigasthof Aying. Direktor Christian Hollweck lud ihn zum Vorstellungsgespräch ein und bot ihm daraufhin eine Stelle an. Zunächst arbeitete Abdu im Minijob, begann jedoch im Januar 2018 mit der Ausbildung zum Hotelfachmann. Abdu kommt mit Kollegen und Vorgesetzten gut aus. Die Familien Inselkammer und Hollwick sind zufrieden mit seiner Arbeit und freuen sich über seine Aufgeschlossenheit und gute Laune. Abdu arbeitet gern, unter anderem im Biergarten Bräustüberl mit seinem Chef Alexander Moosbauer. Von ihm hat er viel über die bayerische Wirthauskultur gelernt. Einmal in der Woche geht er wie viele Azubis zur Nachhilfe ins Kolpinghausnach München. Trotz alldem findet Abdu noch die Zeit, im Helferkreis Asyl mitzuarbeiten und Landsleute zu betreuen.

Bayerische Episode
Von seiner Arbeit erzählt er noch eine echt bayerische Episode: Als er den zweiten Tag im Ayinger Bräustüberl hinter der Theke stand, kam ein Stammgast mit Gamsbart auf dem Hut und in Lederhose auf ihn zu und sagte: »Eh, du, a Halbe!« Abdu verstand gar nichts – und griff nach seinem Handy. Zum Glück gibt es Suchmaschinen. Da stand: eine Halbe – ein halber Liter Bier. Abdu konnte den Kunden bedienen. Am nächsten Tag kam der Kunde zu-rück. Abdu wartete nicht lange, sondern rief ihm zu: »Eh, du, a Halbe?« Der Mann und seine Freunde brachen in schallendes Gelächter aus. Von daan fragten sie immer nach ihm, wenn er mal nicht da war.

Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn
(„Mein Ottobrunn“, 07/2019, Seite 21)




Juni 2019:  
Sicher in die Sommer-Badesaison

Im Herbst 2018 startete der TSV Riemerling im Riemerlinger Hallenbad wieder mit neuen Schwimmkursen für über 30 Flüchtlingskindern im Alter von 6 – 14 Jahren, in der Pinguin-, der Seepferdchen- und der Haie-Gruppe. Das Durchschnittsalter ist höher als in den üblichen Kinder-Schwimmkursen, durch wenig private Übungs-Möglichkeiten haben die Kinder hier ausreichend Zeit, sicher schwimmen zu lernen. Vor Ostern erhielten die begeisterten Kinder ihre Urkunden, für das Seepferdchen eine Medaille und in der Haie-Gruppe ein Vereins-T-Shirt. Im Mai konnten neue Kinder beginnen.
Auf die Frage, was im Kurs besonders gefallen hat, verraten Hamza und Mustafa „Dass wir die ganze Zeit spielen, und dabei auch viel üben“. Gift aus Nigeria ist froh, dass sie jetzt in tiefem Wasser gut schwimmen kann. Sumaya, Dila und Amir lieben das Springen. Sami aus Afghanistan sagt „Dass wir viel spielen und neue Freunde haben, hier neben mir sitzt mein syrischer Freund. Ich möchte im See schwimmen können.“ Dieser Wunsch kann jetzt in den Ferien sicher erfüllt werden!
In den Heimatländern hatten viele Mütter der Kinder keinerlei Möglichkeiten, schwimmen zu lernen. Manche waren auf der Flucht in Booten traumatischen Situationen ausgesetzt. Damit sie die Angst vor dem Wasser verlieren, und ihre Kinder ins Freibad begleiten können, wurde im Winter ein zweiter Schwimmkurs in kleiner Gruppengröße und nur für Frauen im Schulschwimmbecken der Grundschule Lenbachallee durchgeführt. Das Phönix Sport Team stellt die Trainerin. Von viel Lachen in geschützter Umgebung war dieser Kurs begleitet, aber auch von Ängsten, die im Einzelfall auch bleiben können.
Frauen und Kinder, die bisher nicht vom Helferkreis Asyl angesprochen wurden, können sich gerne beim Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn melden, per E-Mail info@helferkreis-asyl.com. Im Herbst 2019 werden die Schwimmkurse fortgeführt.

Helferkreis-Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn
(Gemeindeblatt Hohenbrunn, Ausgabe 06/2019, Seite 49)





Deutsch als Fremdsprache / Integrationskurse


Die Volkshochschule SüdOst im Landkreis München bietet immer wieder viele Kurse zum Thema Integration (einschließlich "Deutsch als Fremdsprache" und "Integrationskurse") an.


Neue Einträge in "Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn"


  30.09.2019   Gemeindejournale aktualisiert Presse / Nachrichten
  30.09.2019   Links zu "Krankenversicherung für Ausländer in Deutschland! Gesundheitssystem in 40 Sprachen erklärt" Für Flüchtlinge - Information
  31.08.2019   Gemeindejournale aktualisiert Presse / Nachrichten
  03.05.2019   „Asyl / Migration“ überarbeitet Asyl / Migration
  03.05.2019   „Über uns“ überarbeitet Über uns
   ständig      Änderungen bei den aktuellen Fortbildungsveranstaltungen Fortbildungen und Veranstaltungen
   ständig      Änderungen bei den "Nächste Themenschwerpunkten" Organisatorisches




Alte Einträge (Archiv)

© 2019 Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn Datenschutzerklärung         Impressum          Bildnachweis