Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn  

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



Presse / Nachrichten - Archiv (2019)



Artikelliste (2019)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Dezember 2019)

Flüchtlinge erleben Kultur

Deutsche Kultur sollte für Flüchtlinge nicht allein bedeuten: S-Bahn-Fahrten, Formulare für alle Lebenslagen, aber auch nicht nur Kartoffelsalat, Brezen und Weißwurst oder die »Wiesn«. Der Begriff Kultur wird viel zu häufig im Sinn von »unsere Kultur« als Gegensatz zu »fremden Kulturen« gebraucht. Kultur heißt vor allem, großartige Ereignisse zu genießen, sich gut zu unterhalten und zu bilden. Als Linda Stiller vom örtlichen Helferkreis Asyl hörte, dass Flüchtlinge oft nicht mehr kennen als den Weg von Ottobrunn zum Landratsamt, dachte sie sich: Das müssen wir ändern.

Sie machte im Helferkreis den Vorschlag zu einem spendenfinanzierten Kulturprogramm und begann im September 2018 – zunächst mit einem kleinen Budget – Besuche bei Vorstellungen von Theateraufführungen im Wolf- Ferrari-Haus zu organisieren. Jeweils zwei bis drei Flüchtlinge konnten sich aus dem Kreis der Patenschaften des Helferkreises melden. Seither erhalten Flüchtlinge einmal im Semester eine Eintrittskarte; begleitende Helfer zahlen selbst.

Im November 2018 besuchten syrische und afghanische Flüchtlinge mit guten Deutschkenntnissen »Hamlet« und die Oper »Carmen«, die viel Gefallen fand, auch aufgrund der eindrucksvollen Ausstattung und weil Linda Stiller zuvor die Handlung erklärt hatte. Den Abschluss machte »Im weißen Rössl« im Januar. Für die Flüchtlinge mit an Orientalisches gewöhnten Ohren war es ungewohnte Musik. Die Reaktionen in waren aber positiv: »lustig« und »gut«.

Ausflüge zu Schlössern und Museen
Als die Veranstaltungsreihe zu Ende war, tauchte die Frage auf: Was machen wir jetzt? Die Idee, Ausflüge zu Schlössern und Museen, fand Zustimmung. Das erste Ziel war im März die Münchner Residenz. Linda Stiller gewann die vhs-Dozentin Ursula Merz-Georgii für die Führung und 15 Personen staunten über die prachtvolle Einrichtung, das eindrucksvolle Aquarium und den Kaisersaal, in dem große bayerische Staatsempfänge stattfinden.

Der nächste Ausflug im August führte wieder mit Ursula Merz-Georgii in das Schloss Nymphenburg, und diesmal waren sogar 20 Personen, davon die Hälfte Kinder, mit von der Partie. Im steinernen Saal begutachteten die Handwerker unter den Flüchtlingen fachkundig die Stuckarbeiten, im Jagdschlösschen interessierten sich vor allem die Kinder für die Jagdhundeboxen und die Hirschgeweihe und in der historischen Küche vor dem offenen Kamin redeten die Frauen über den doch sehr angenehmen Standard beim Kochen hier bei uns heutzutage. Nach der Besichtigung der Ahnengalerie, u.a. mit dem Porträt von Lola Montez, waren alle begeistert von dem Ausflug.

Für das Kulturprogramm des Winters sind schon einige Events geplant: Vor allem die »Zauberflöte« und »Mutter Courage« stellen verlockende und wichtige Kulturerfahrungen dar. So ist das Kulturprogramm des Helferkreises ein voller Erfolg. Kultur ist kein alter Hut; für Flüchtlinge hat sie den Zauber des Unbekannten, Nichtalltäglichen, Erstaunlichen in Gegenwart und Vergangenheit.

Claudia Bernardoni / MO



Nach der Besichtigung des Schloss Nymphenburg freuten sich vor allem die Kinder darüber, die Enten im Schlosspark zu beobachten. (Foto: privat)


(„Mein Ottobrunn“, 12/2019, Seite 20)





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Dezember 2019)

Weihnachtgeschenke für Flüchtlingskinder

Immer wieder treten Bürger und Institutionen an uns heran, die den Flüchtlingskindern etwas schenken möchten. Viele Flüchtlingsfamilien wohnen in beengten Wohnungen und sind häufig schon eine Weile hier. Die Grundbedürfnisse an Kleidung und Spielsachen sind gedeckt, u.a. auch weil die Eltern günstig in der Klawotte einkaufen können.

Aus unserer Sicht eignen sich daher Aktionen, die den Kindern Gelegenheiten bieten, Deutsch zu sprechen, Zeit mit Einheimischen zu verbringen und aus den engen Wohnungen herauszukommen. Ideen wären z.B.:

  • Gemeinsamer Besuch eines Puppentheaters / Kindertheaters / Konzertes / Zirkus
  • Gemeinsamer Besuch des Christkindlmarktes
  • Einladung zur Faschingsfeier oder Weihnachtsfeier im Verein, Kindergarten oder in der Schule
  • Schwimmbad-Eintrittskarten oder gemeinsamer Besuch
  • Kino-Eintrittskarten oder gemeinsamer Besuch
  • Einladung zum Schlittenfahren, Eislaufen oder einen Ausflug

Besonders geeignet für Unternehmungen sind die Schulferien, in denen die Kinder oft wenig Kontakt zur „deutschen“ Umgebung haben.

Gerne können sie auch auf unser Konto spenden. Mit diesen Spenden finanzieren wir z.B. Schwimmbadkarten, Theaterkarten, Feiern, Sportartikel, Teilnahme an Ferienkursen für die Kinder.

Alle Familien haben Paten im Helferkreis. Bitte sprechen Sie uns an, die Paten werden sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen.





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Dezember 2019)

Syrische Familien luden zum Kochkurs ein

Schon von weitem lockte ein exotischer Duft die Gäste, die an einem Oktoberabend in den Seniorentreff Kaiserstiftung in Riemerling kamen.

Zwei syrische Familien luden am Nachmittag zu einen dreistündigen Kochkurs und weihten fünf Frauen und zwei Männer in die Geheimnisse der syrischen Küche ein. Eifrig wurde geschnippelt und gerührt, und dabei über die besten Einkaufsquellen für Lammhackfleisch und große Mengen Petersilie diskutiert. Das Abschmecken mit den orientalischen Gewürzen übernahmen dann die Syrerinnen Eida und Sana.

Eine wichtige Regel in syrischen Familien lautet: Alleine essen geht gar nicht! Man wartet, bis alle Familienmitglieder zu Hause sind. Zusammen schmeckt es einfach besser. So wurde dann auch für die geladenen Gäste mit gedeckt. Alles kommt gleichzeitig auf den Tisch: orientalische Vorspeisen wie Hummus, Auberginenmus, Tabouleh-Salat, neben würzigen Fleischbällchen und Geflügelteilen, die mit aromatisiertem Reis, Kartoffelauflauf, gefülltem Gemüse, Joghurtsauce, verschiedenen Salaten und Fladenbrot gegessen werden. Den krönenden Abschluss bildete eine Süßspeise aus Gries, Mascarpone, Rosenwasser und Pistazien, genossen mit einem Tässchen Mokka mit Kardamom.

Im November revanchierten sich die Senioren mit einem Kochkurs. Gemeinsam mit interessierten Frauen und Männern aus dem Irak, Syrien, Angola und dem Kamerun wurde ein typisch deutsches Herbst-Menü gekocht.

„Wir wollen, dass Menschen, die sich sonst nie getroffen hätten, an einem Tisch zusammen kommen. Das Essen und die Zubereitung sind oft ein guter Einstieg ins Gespräch“, so die Initiatorinnen des Helferkreis-Projektes „Über’n Tellerrand“.

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

("Gemeindeblatt Hohenbrunn", 12/2019, Seite 59)





Flüchtlingsfußballmannschaft »Ramasuri« an der Ostsee (September 2019)

Quer durch die neue Heimat

Jedes Jahr fährt die Flüchtlingsmannschaft »Ramasuri« des Helferkreises Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn für drei Tage ins Trainingslager – bisher immer in die bayerischen Berge. Doch dieses Jahr konnte die Mannschaft an die Ostsee reisen. Eine Freundin der Betreuerin Brigitte Barthmann hatte sie in ihr Haus an der Lübecker Bucht eingeladen. Dank einer Spende, die der Gymnasiast Timon Gregg über die soziale US Organisation »Greenheart« vermitteln konnte (wir berichteten in Mein Ottobrunn 4-2019), wurde die Bahnfahrt bezahlt. So erlebten 13Männer im Alter von 22 bis 30 Jahren (neun Afghanen, ein Syrer und drei Eritreer) fünf schöne Tage an der Ostsee und lernten weitere Teile ihrer neuen Heimat kennen.

Fußball auf dem Dorfplatz
Gleich nach der Ankunft gingen alle Mannschaftsmitglieder zum Baden in die Ostsee. Die meisten sind Nichtschwimmer und waren begeistert vom flach abfallenden Wasser. Schon bald konnten die Nachbarn hören, dass die bayerischen Fußballer angekommen waren.

Im Garten der Gastunterkunft war genug Platz für Sport aller Art: Volleyball, Badminton und Boccia wurden täglich gespielt. Einmal machten sie auch einen Ausflug zu einem Minigolfplatz.

Um Fußball zu spielen, nutzten die Spieler den Sportplatz im Dorf. Der lag allerdings nahe an Privatgrundstücken, so dass der Ball in einem Garten landete. Einer der Spieler holte ihn zurück, und der ältere Hausbesitzer fragte den Mann neugierig, woher er denn käme. »Aus Bayern« sagte der junge Mann, denn das ist nun – nach einer langen Flucht – seine neue Heimat. Der Hausbesitzer hatte natürlich das Herkunftsland des Fußballers wissen wollen. Er erfuhr, dass er aus Afghanistan kam. Um sicher zu gehen, dass der junge Afghane die hiesigen Regeln einhielt, teilte er ihm noch mit, dass ab 13.00 Uhr nicht mehr gespielt werden dürfte. Generell war das Thema Regeln und deren Einhaltung in der Gesellschaft ein großes Thema in diesen Tagen. Nicht etwa das Einhalten der Hausregeln. Nein, es ging um etwas anderes: Am Strand stand ein Schild mit einem FKK-Verbot. Trotzdem tummelten sich immer wieder Nackte dort. Das führte bei den Flüchtlingen zu Diskussionen. Warum sich manche Deutsche denn nicht an die eigenen Regeln halten und warum ihnen auch dann nichts passiert, wenn sie hartnäckig dagegen verstoßen. Und warum noch nicht mal jemand wagt, sie auf das Verbot aufmerksam zu machen, wurde immer wieder gefragt.

Geliebter Blick aufs Meer
Im Haus der Gastgeberin herrschte gute Stimmung; es wurde gemeinsam gekocht und gegessen, Musik gehört und Karten gespielt. Die jungen Männer saßen gerne am Grundstücksende auf einer Bank unter einer alten Kastanie und genossen den Ausblick übers Meer, besonders als sie ein Fernglas entdeckt hatten. Die Gastgeberin, eine Biologin, erklärte ihnen die Dünenbepflanzung und den Naturschutz sowie die Lebensweise der Fledermäuse, die abends durch den Garten schwirrten. Zum Dank für ihre Gastfreundschaft halfen die jungen Männer bei Garten- und Hausarbeiten. Einer schaufelte das lange nicht mehr benutzte Feuerloch aus. So gab es am letzten Abend ein Lagerfeuer mit Blick über die Ostsee und langen Gesprächen.

Gegenbesuch und Einladung
Inzwischen ist die Gastgeberin in Ottobrunn zu Besuch gewesen, hat ein afghanisches Menü genossen und der Gruppe erneut eine Einladung für den nächsten Sommer ausgesprochen. So haben die jungen Männer einmal quer durch Deutschland ein Band geknüpft.
MO

Die Mitglieder der »Ramasuri«-Mannschaft genossen es, auf der Bank unter der alten Kastanie zu sitzen und auf die Ostsee zu schauen. Foto: privat


(„Mein Ottobrunn“, 09/2019, Seite 24, „Gemeindeblatt Hohenbrunn“, 10/2019, Seite 62)





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (September 2019)

Aus Ottobrunn zum Weltpfadfindertreffen in den USA

Das World Scout Jamboree 2019 fand vom 22. Juli bis 02. August in West Virginia, USA, statt. Jamboree, ein Wort mit ungeklärter Herkunft und Bedeutung, vielleicht ehemals das friedliche Treffen verschiedener indianischer Stämme, heißt für die Pfadfinder heutzutage Spaß, Abenteuer, fremde Kulturen, internationaler Austausch und viele neue Freunde aus der ganzen Welt. Theresa, 16 Jahre, älteste Tochter einer Flüchtlingsfamilie aus Uganda, die wir seit vielen Jahren betreuen, ist seit 2012 Mitglied bei den St. Georgs-Pfadfindern Ottobrunn. Die Pfadfinderin, die auch weiter dabei bleiben und weitere Stufen im Rang hinaufklettern möchte, besucht ab September eine Fachoberschule. Diesen Sommer hatte sie die einzigartige Gelegenheit, am alle vier Jahre stattfindenden Weltpfadfindertreffen teilzunehmen.

Eingeladen hatten die Pfadfinder aus den Vereinigten Staaten, aus Kanada und aus Mexiko. Insgesamt versammelten sich 45 0000 Jugendliche im Alter zwischen 14 bis18 Jahren aus 152 Ländern im Hauptlager in West Virginia. Das deutsche Kontingent, bestehend aus allen Pfadfinderorganisationen des Landes, war mit 1300 Teilnehmern nach den Briten und den Schweden die drittgrößte Nationalitätengruppe. Aus dem Ottobrunner Stamm kamen 25 Jugendliche. Zwei Jahre lang haben sich die Stämme an den verschiedenen Orten auf die Reise vorbereitet. Nicht nur für das deutsche Programm, sondern auch um durch Aktionen, wie Musik machen, Kuchen backen und verkaufen, Geld für die Teilnahme von Jugendlichen aus bescheidenen Verhältnissen und für die Unterstützung von Kontingenten aus ärmeren Ländern zu sammeln. Spenden der Pfadfinder, der Erzdiözese München und aus privater Quelle ermöglichten Theresa B. die Reise zum Jamboree.

Nach drei Tagen im Vorlager der Deutschen in Goshen bei Washington D.C., in denen die Jugendlichen auch die amerikanische Hauptstadt sahen, etwa von außen das Weiße Haus, ging es weiter nach West Virginia zum Hauptlager auf dem Summit Bechtel Reserve. Dort wurden die sechs base camps errichtet, wobei die nationalen Kontingente immer auf verschiedene Camps verteilt biwakierten, die Deutschen in schwarzen Zelten, Theresas Gruppe zusammen mit Amerikanern, Polen, Briten, Japanern, Chinesen, Mexikanern, Kanadiern, Koreanern und Jugendlichen aus Katar. Als sie am Abend der Ankunft ihre Zelte aufschlugen, regnete es heftig, die Tagestemperaturen von bis 38 Grad in Goshen waren plötzlich nur noch 24 Grad in West Virginia und vor allem sank die Nachttemperatur auf den Nullpunkt. Auf Rat der Leiter hatten die Deutschen nur Sommerschlafsäcke mitgebracht. Kein Wunder, dass Theresa krank wurde. Sie musste vier Tage im Lager verbringen und wurde im „Sani-Zelt“ behandelt, während die anderen bereits auf eigene Faust losziehen konnten. Aufgabe des Jamboree war, Kontakte zu machen, Freunde finden und auf diese Weise Brücken zwischen den Nationen bauen. Zu diesem Zweck hatte jeder „Pfadi“ eine elektronische Novusuhr, auf der die persönlichen Daten eingespeichert waren. Wenn die Jugendlichen einander kennenlernten, legten sie die Displays der Geräte aufeinander und tauschten damit ihre Daten aus. Außerdem wurden „badges“ (Abzeichen der einzelnen Stämme) ausgetauscht, um später zu Hause auf die Kluft genäht werden. Theresa kommunikativ und muttersprachlich englisch, holte die verlorene Zeit rasch nach und half ihren deutschen Begleitern auf Spaziergängen durch die Base-Camps auch manchmal sprachlich aus.



Fotos: Christian Schnaubelt

Das Motto des Jamborees war „unlock a new world“ (Erschließen wir eine neue Welt). Dazu gab es Anregungen im „global development village“, bei den Deutschen zum Thema Umwelt und Klima. Theresa und ihre Freunde staunten nicht schlecht, als sie im Zelt der Tschechen erfuhren, dass Pfadfinderorganisationen nach Niederschlagung des Prager Frühlings im Jahr 1968 für viele Jahre verboten waren, ihre Leiter ins Gefängnis kamen und sich durch Klopfzeichen nach dem Morsealphabet verständigten. Das konnten Theresa und ihre Freunde praktisch ausprobieren. Die Kulturen der verschiedenen Länder wurden jedoch auch an lustigen Beispielen dargestellt. So konnte man sich im britischen Zelt zusammen mit der Queen (aus Holz) fotografieren lassen. Die Mexikaner boten ausgezeichnetes Essen zum Weinen an, bei den Chinesen konnte man sich ein Tattoo mit chinesischen Tierkreiszeichen auf die Haut zaubern lassen, oder mit ägyptischen Jugendlichen konnte man tanzen, was Theresa besonders gefiel. Sie erzählte, dass die deutschen Mädchen gern tanzten, die Buben aber ihre Scheu erst am Abschlussabend überwanden.

Sportlich gab es ein überaus reichliches Angebot. Theresa übte Mountainbiken, Skaten und Tauchen mit Sauerstoffgerät. Ein Konzert begeisterte sie, weil die Broadwaystars aus den Disney Filmen auftraten mit legendären Songs, etwa von Mary Poppins, Tarzan oder König der Löwen. „Damit bin ich aufgewachsen, – wow – die live zu erleben, das war unglaublich cool!“

Claudia Bernardoni





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (August 2019)

Straßenfeste – Gelegenheit für Begegnung und Information

„Kommen denn noch neue Flüchtlinge in unsere Gemeinden?“ „Wie kann man jetzt noch helfen, ist nicht schon alles geregelt?“ Diese und ähnliche Fragen beantworten die Mitglieder des Helferkreises an ihrem Stand bei den örtlichen Straßenfesten. Manche der zu uns geflüchteten Menschen sind inzwischen selbst Mitglieder im Asylhelferkreis, und bereichern mit ihren Fertigkeiten den Helferkreis-Stand. So gab es schon musikalische Auftritte mit Gesang und Tanz, süße Kostproben aus den Heimatregionen. Mutige konnten sich Dread Locks flechten lassen. Interessierte Besucher haben Gelegenheit, sich persönlich mit Menschen aus vielen Ländern zu unterhalten und Info-Material mitzunehmen.

Und nicht zuletzt kommen die Flüchtlinge selbst gerne als Besucher am Stand des Helferkreises vorbei und genießen die offene und heitere Atmosphäre auf den Straßenfesten. Sie können Kontakte zu Vereinen, Organisationen und Arbeitgebern knüpfen. Beim Rie-West-Fest des Gewerbeverbandes Hohenbrunn im Mai 2019 in Riemerling präsentierte ein afghanischer Familienvater seinen Buben stolz den Stand seines Arbeitgebers!

Um eine der Fragen oben gleich hier zu beantworten: Ja, es werden zu Beginn des neuen Schuljahres wieder Lernpaten gesucht, für Kinder in Grundschulen, Realschulen, für Azubis, zur Vorbereitung auf Deutschprüfungen. Es werden Patinnen gesucht für Frauen und Mütter mit Kindern. Es werden Wohnungen gesucht für große Familien. Weitere Informationen dazu können Sie am Helferkreis-Stand auf dem Ottostraßenfest erhalten, am Samstag, den 7. September, ab 11 Uhr. Oder per E-Mail an info@helferkreis-asyl.com.

Helferkreis-Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn





Helferkreis Asyl: Gelungene Integration – Teil 8 (7) (Juli 2019)

Ein bayerischer Syrer

Abdu, Jahrgang 1988, kommt aus dem syrischen Aleppo. Der Familie ging es gut. Abdu konnte eine englische Privatschule mit Internat besuchen und nach dem Abschluss in Damaskus Betriebswirtschaft studieren. Nach vier Jahren machte er seinen Bachelor und ging noch für ein Jahr ans Goethe-Institut, um die deutsche Sprache und Literatur zu studieren. Er legte die Deutsch-Prüfung ab. Weil er drei Jahre lang mit deutschen Architekturstudenten in Damaskus zusammenwohnte, sprach er fließend und mit um-fangreichem Wortschatz. Sogar ein Master-Studium in Hamburg war von der Familie für ihn als Grundstein für seine Karriere geplant. Doch der Krieg machte diese Pläne zunichte. Aleppo war im Sommer 2012 Ziel schwerer Angriffe von Assads Truppen: Dabei wurde auch das Haus von Abdus Familie zerstört. Abdu floh nach Istanbul, arbeitete dort für ein Reisebüro und versuchte, ein Visum für das Studium in Deutschland zu bekommen. Vergeblich, denn er hatte keine Zeugnisse und Dokumente bei sich. 2015 entschloss er sich, trotzdem nach Deutschland zu gehen.

Die Flucht begann
Abdu bestieg in Izmir ein Boot, das ihn auf die griechische Insel Lesbos bringen sollte. Es geriet in bewegte See und kenterte. Abdu musste viele Stunden schwimmen, um an Land zu kommen. Und das im Winter. Nach zwei Tagen im Krankenhaus von Mytilene war er wieder auf den Beinen. Gemeinsam mit einem Tross von Flüchtlingen, darunter viele Familien mit Kindern, durch den Balkan, wanderte er über Ungarn und Slowenien nach Österreich. Auf dem ganzen Weg übersetzte er für alle und für die Mitarbeiter vom Roten Kreuz Arabisch-Englisch und Arabisch-Deutsch. Endlich kamen sie an die österreichische Grenze. Als sie eine Bahnstation passierten, hörte Abdu die Lautsprecher-stimme: Achtung, Achtung, ein Zug fährt durch. »Ich hörte Deutsch«, erzählt Abdu. Das war der beste Moment seit 4.000 Kilometern Weg. Von Wien nahm er den Zug nach München. Dort angekommen, rief er einen seiner Studienfreunde aus der Zeit in Aleppo an. Der fiel aus allen Wolken – und kam sofort aus Nürnberg, um ihn in der Erstaufnahmeeinrichtung zu besuchen. Nach der Anhörung beim Bundesamt erhielt Abdu bald eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre. Das versetzte ihn in die Lage, seine Zukunft ohne fremde Hilfe in sichere Bahnen zu lenken. 2017absolvierte er seinen Integrationskurs mit Abschluss auf Niveau B2 und machte ein Praktikum im Management-Bereich bei BMW. Nachdem er – wie viele Praktikanten – nicht übernommen wurde, schrieb er Bewerbungen, um eine Stelle in der Gastronomie zu finden. Mit seiner Bewerbung um eine Wohnung in Riemerling hatte er auf Anhieb Glück.

Ausbildung zum Hotelfachmann
Schon bald erhielt er auf seine Bewerbung Antwort vom Brauereigasthof Aying. Direktor Christian Hollweck lud ihn zum Vorstellungsgespräch ein und bot ihm daraufhin eine Stelle an. Zunächst arbeitete Abdu im Minijob, begann jedoch im Januar 2018 mit der Ausbildung zum Hotelfachmann. Abdu kommt mit Kollegen und Vorgesetzten gut aus. Die Familien Inselkammer und Hollwick sind zufrieden mit seiner Arbeit und freuen sich über seine Aufgeschlossenheit und gute Laune. Abdu arbeitet gern, unter anderem im Biergarten Bräustüberl mit seinem Chef Alexander Moosbauer. Von ihm hat er viel über die bayerische Wirthauskultur gelernt. Einmal in der Woche geht er wie viele Azubis zur Nachhilfe ins Kolpinghausnach München. Trotz alldem findet Abdu noch die Zeit, im Helferkreis Asyl mitzuarbeiten und Landsleute zu betreuen.

Bayerische Episode
Von seiner Arbeit erzählt er noch eine echt bayerische Episode: Als er den zweiten Tag im Ayinger Bräustüberl hinter der Theke stand, kam ein Stammgast mit Gamsbart auf dem Hut und in Lederhose auf ihn zu und sagte: »Eh, du, a Halbe!« Abdu verstand gar nichts – und griff nach seinem Handy. Zum Glück gibt es Suchmaschinen. Da stand: eine Halbe – ein halber Liter Bier. Abdu konnte den Kunden bedienen. Am nächsten Tag kam der Kunde zu-rück. Abdu wartete nicht lange, sondern rief ihm zu: »Eh, du, a Halbe?« Der Mann und seine Freunde brachen in schallendes Gelächter aus. Von daan fragten sie immer nach ihm, wenn er mal nicht da war.

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

(„Mein Ottobrunn“, 07/2019, Seite 21)





Helferkreis Asyl: Gelungene Integration – Teil 7 (6) (Juni 2019)

Eine ganz normale Familie

Nach seinem Abschluss der höheren Schule im Irak wurde der19-jährige Faris N. sofort als Sol-dat eingezogen und musste unter Diktator Saddam Hussein acht Jahre lang im ersten Golfkrieg zwischen dem Iran und Irak (1980-1988) kämpfen. Zwei Jahre später begann der Kuwait-Krieg (zweiter Golfkrieg 1990-1991), zu dem er erneut eingezogen wurde. Wieder zu Hause in Bagdad beschützte er als Soldat die chaldäische Kirchengemeinde. Er begleitete die Priester als Bodyguard. Nebenher betrieb er ein kleines Fuhrunternehmen. 1993 heiratete er seine Rita und sie bekamen vier Kinder. Rita erzählt: „Ich hat-te immer wieder große Ängste: Bagdad war zerbombt, Kinderwurden entführt und getötet, Eltern erpresst, Menschen auf der Straße ausgeraubt.“ Da fasste die Familie den Entschluss, das Land zu verlassen.

Faris floh im November 2011 über die Türkei nach Griechenland und weiter auf dem Landweg bis nach Deutschland. Das kostete sehr viel Geld. Glücklicherweise fand er in München Aufnahme bei seinem Bruder. Im Rahmen der Familienzusammenführung konnte Rita Ende2012 mit den vier Kindern nach-kommen; die Familie war wiedervereint. Sie wurden als Flüchtlinge anerkannt und bekamen staatliche Unterstützung und Hilfe von Verwandten, die schon länger in Deutschland lebten. Im April 2014 konnte die Familie in eine Wohnung in Ottobrunn ziehen.

Alltag der Familie
Der Familienvater ist schon seit langem sehr krank; doch dank der guten ärztlichen Versorgung hier ist sein Gesundheitszustand stabil. Er lernt fleißig Deutsch: zunächst bei verschiedenen Kur-sen. Inzwischen übt ein Ehren-amtlicher des Helferkreises Asyl einmal in der Woche mit ihm. Mutter Rita hat Deutsch-Kurse bis zum Niveau B1 geschafft. Ihren technischen Beruf kann sie in Deutschland nicht ausüben, daher möchte sie gerne als Friseurgehilfin arbeiten.

Tochter Olfia (23) wird im Juni ihre Ausbildung als zahnmedizinische Fachangestellte in einer kieferorthopädischen Praxis beenden. Vor kurzem hat sie ihren Führerschein gemacht, für den sielange gespart hat.

Sohn Fadi (19) besuchte bis vorkurzem die Carl-Steinmeier-Mittelschule, wo er sich wohl fühlte. Die Lehrer und Sozialpädagogen schätzten ihn und halfen ihm beider Integration. Zurzeit arbeitet er als bezahlter Praktikant in einer Zahnarztpraxis und beginnt dort im September eine Ausbildung als zahnmedizinischer Fachangestellter.

Der jüngere Sohn Joseph (12) hatte lange mit den Folgen der Umsiedlung zu kämpfen; er störte öfter im Unterricht. Lehrer und Eltern zeigten jedoch Verständnis und mittlerweile kommt er gut zurecht. In seiner Freizeit spielt Joseph gerne Fußball beim TSV Ottobrunn.

Santa (10), die Kleinste, ist ein fröhliches Kind und eine gute, eifrige Schülerin. Zusammen mit Joseph lernte sie beim TSV Hohenbrunn-Riemerling Schwimmen und beide machen bei den Ferienprogrammen und Sportcamps der Gemeinden mit.

Familienfest gefeiert
Die Familie gehört der chaldäisch-katholischen Kirche an, einer mit Rom unierten Ostkirche. Die Liturgiesprache ist Aramäisch, die Sprache, die Jesus gesprochen hat. Die Familie besucht regelmäßig den Gottesdienst der irakischen Gemeinde in der St. Wolfgang-Kirche am Rosenheimer Platz. Dort gingen Josef und Santa auch zur Ersten Hl. Kommunion. Nach orientalischem Brauchwurden die beiden geehrt wie Prinz und Prinzessin. Mit über 100Gästen feierten sie im Pfarrsaal von St. Albertus Magnus; ein Fest fast wie zuhause in ihrer irakischen Heimat.

Herzenswünsche
Auf die Frage nach den Herzens-wünschen antwortet Mutter Rita, dass sie gerne öfter mit ihren sechs noch lebenden Geschwistern zusammen sein möchte; Vater Faris wünscht sich Frieden und Freiheit auf der ganzen Welt.

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn

(„Mein Ottobrunn“, 06/2019, Seite 14,   Wochenanzeiger, 04.06.2019)





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juni 2019)

Sicher in die Sommer-Badesaison

Im Herbst 2018 startete der TSV Riemerling im Riemerlinger Hallenbad wieder mit neuen Schwimmkursen für über 30 Flüchtlingskindern im Alter von 6 – 14 Jahren, in der Pinguin-, der Seepferdchen- und der Haie-Gruppe. Das Durchschnittsalter ist höher als in den üblichen Kinder-Schwimmkursen, durch wenig private Übungs-Möglichkeiten haben die Kinder hier ausreichend Zeit, sicher schwimmen zu lernen. Vor Ostern erhielten die begeisterten Kinder ihre Urkunden, für das Seepferdchen eine Medaille und in der Haie-Gruppe ein Vereins-T-Shirt. Im Mai konnten neue Kinder beginnen.

Auf die Frage, was im Kurs besonders gefallen hat, verraten Hamza und Mustafa „Dass wir die ganze Zeit spielen, und dabei auch viel üben“. Gift aus Nigeria ist froh, dass sie jetzt in tiefem Wasser gut schwimmen kann. Sumaya, Dila und Amir lieben das Springen. Sami aus Afghanistan sagt „Dass wir viel spielen und neue Freunde haben, hier neben mir sitzt mein syrischer Freund. Ich möchte im See schwimmen können.“ Dieser Wunsch kann jetzt in den Ferien sicher erfüllt werden!

In den Heimatländern hatten viele Mütter der Kinder keinerlei Möglichkeiten, schwimmen zu lernen. Manche waren auf der Flucht in Booten traumatischen Situationen ausgesetzt. Damit sie die Angst vor dem Wasser verlieren, und ihre Kinder ins Freibad begleiten können, wurde im Winter ein zweiter Schwimmkurs in kleiner Gruppengröße und nur für Frauen im Schulschwimmbecken der Grundschule Lenbachallee durchgeführt. Das Phönix Sport Team stellt die Trainerin. Von viel Lachen in geschützter Umgebung war dieser Kurs begleitet, aber auch von Ängsten, die im Einzelfall auch bleiben können.

Frauen und Kinder, die bisher nicht vom Helferkreis Asyl angesprochen wurden, können sich gerne beim Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn melden, per E-Mail info@helferkreis-asyl.com. Im Herbst 2019 werden die Schwimmkurse fortgeführt.

Helferkreis-Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn
(Gemeindeblatt Hohenbrunn, Ausgabe 06/2019, Seite 49)






Helferkreis Asyl: Gelungene Integration – Teil 6 (5) (April 2019)

Motivierte Auszubildende

Im vergangenen Jahr haben Schülerpaten des Helferkreises Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn zwei jungen Schulabgängern der Mittelschule geholfen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Die Erfahrungen waren ganz unterschiedlich. Sowohl der damals 17- jährige Afghane Eman als auch die 15-jährige Jasmine aus Uganda hatten ihren Quali-Abschluss im ersten Durchgang bestanden; und das nach nur dreieinhalb Jahren Aufenthalt in Deutschland. Beide waren mit Blick auf einen Ausbildungsplatz hochmotiviert.

Schwieriger Start für Eman
Damals, gleich nach seiner Ankunft in München, hatte Eman einen Blinddarmdurchbruch. Er kam unbegleitet hierher und war sehr dankbar für all die Hilfe. Schon damals hatte sich der Wunsch festgesetzt, eine Ausbildung im medizinischen Bereich zu machen. Er absolvierte daher bei mehreren Ärzten ein Praktikum. Leider ergaben sich daraus keine Ausbildungsstellen, da die Praxen zu klein waren, um jedes Jahr einen Lehrling zu nehmen. Doch er bekam gute Praktikumszeugnisse.

Also machte er sich zusammen mit den Schulpaten vom Helferkreis auf die Suche; Stellenanzeigen gab es reichlich. Wenn Praxen in der Nähe waren, brachte Eman seine Bewerbungen meist selbst vorbei. Nach fünf Monaten intensiver Suche hatte der junge Afghane endlich Erfolg. Seit September 2018 ist er Azubi in einer Münchner Zahnarztpraxis. Sie wird von einer Frau geführt.
In den meisten Fällen bekam er jedoch nicht einmal eine Antwort auf seine Bewerbung; auch auf Nachfrage nicht. Auch stellte Eman fest, dass der Beruf des zahnmedizinischen Fachangestellten sehr frauen-dominiert ist. Mit seiner Ausbildungspraxis ist Eman jedoch sehr glücklich; er hat die Probezeit gut bestanden.

Patin unterstützte Jasmine
Jasmine, heute 17 Jahre alt, hatte schneller Erfolg. Der Arzt ihrer letzten Praktikumsstelle vermittelte sie gleich weiter an einen Kollegen in der Nähe. Die Unterstützung der Patin war auch hier äußerst hilfreich. Nach Praktikumsplätzen suchte sie nur unter den ihr bekannten Betrieben. Anschließend begleitete sie Jasmine zu den Praktikumsplätzen. Jasmine macht nun – wie Eman - seit September 2018 ihre Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten und ist sehr zufrieden. Ihr Chef lobt sie, und dem Unterricht in der Berufsschule kann sie auch gut folgen.
MO (Foto: privat)

(„Mein Ottobrunn“, 04/2019, Seite 19, „Gemeindeblatt Hohenbrunn“, 07/2019, Seite 53)





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (März 2019)

Fest der Kulturen 2019

Am 17. März 2019 hat der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn am 7. Fest der Kulturen teilgenommen, das wie zuvor die Agenda Ottobrunn-Neubiberg veranstaltete. Unser Stand, reich ausgestattet mit Informationsmaterial und dekorativen Stücken aus den Herkunftsländern der Flüchtlinge, war wieder ein Anziehungspunkt für Besucher beim Markt der Initiativen und Kulturen. Viele Helfer, aber auch viele Flüchtlinge betreuten den Stand und beteiligten sich an den Gesprächen mit den Besuchern. Ein besonderes Angebot waren Proben von Fruchtblättern – Früchte aufs Wesentliche reduziert – des Start-Up-Unternehmens „Fruchtschmaus“, das von einer Russin aus dem Kreis unserer anerkannten Flüchtlinge mitbegründet wurde. Neu war dies Jahr ein Informationsstand über Kamerun. Er war von einem kamerunischen Arzt und seiner Frau, die mit dem Helferkreis kooperieren, mit ausgerichtet worden. Neben uigurischen und mongolischen Darbietungen auf der Bühne, legten ein kamerunscher Mini-Tanz-Workshop und der Kamerun-Stand Zeugnis ab für die ständige Erweiterung des interkulturellen Horizonts in unserer Region.



Foto: Evelyn von Hörmann

Foto: Evelyn von Hörmann

Foto: Gunter Hahn




Helferkreis Asyl: Gelungene Integration – Teil 5 (4) (Februar 2019)

»Viel gewonnen – viel verloren«

Die junge Studentin Fatemeh F. hatte große Träume: Sie studierte an der Universität Teheran den Masterstudiengang Erziehungswissenschaften und wollte nach dem Abschluss, der kurz bevorstand, in der Organisation des iranischen Bildungssystems arbeiten. Doch daraus wurde nichts. Sie interessierte sich zu sehr für das Christentum. Mit Studienfreunden traf sie sich regelmäßig, um mehr darüber zu erfahren und Unterschiede zum Islam zu diskutieren. Doch auf Abkehr vom Islam steht im Iran die Todesstrafe. Wenn man denunziert wird, oder sobald die Revolutionswächter etwas erfahren, droht ein Eintrag ins Führungszeugnis. Dieser hat ein Studienverbot zur Folge – oder Schlimmeres. Als die Situation für Fatemeh brenzlig wurde, halfen ihre Brüder ihr, den Iran zu verlassen. Im Jahr 2012 kam Fatemeh nach Ottobrunn.

In der Schule hatte Fatemeh neben Arabisch Englisch gelernt; später begann sie mit Deutsch und legte am Goethe-Institut in Teheran die B1-Prüfung ab. Sie war optimistisch, dass ihr diese Kenntnisse in der Arbeits- und Ausbildungswelt in Deutschland helfen würden.

Taufe in der Michaelskirche
In Ottobrunn lebte sie zunächst mit drei muslimischen Frauen in einer Wohnung. Die Verständigung war schwierig; die kulturellen Unterschiede groß. Ihr Plan, möglichst schnell an der Universität den Masterstudiengang abzuschließen, erwies sich als unmöglich, da sie keine Arbeits- und Studienerlaubnis bekam. Ein anderes Herzensanliegen dagegen erfüllte sich: Sie konvertierte zum Christentum und wurde 2013 in der evangelischen Michaelskirche getauft.

Ausbildung als Erzieherin
Nach zweieinhalb Jahren wurde sie schließlich als Flüchtling anerkannt und fand einen Ausbildungsplatz in einem evangelischen Kindergarten. Trotz ihrer guten Deutschkenntnisse gab es große Probleme in der Berufsschule aufgrund der vielen dort verwendeten Fachausdrücke. Darauf hatten sie die Deutschkurse in Teheran nicht vorbereitet. Dazu kamen Heimweh und Einsamkeit; die Unterstützung ihrer Familie fehlte ihr sehr. Allen Problemen zum Trotz durchlief sie in vier Jahren sowohl die Ausbildung zur Kinderpflegerin als auch zur Erzieherin, was viel Disziplin und Energie erforderte. Da die Ausbildungsvergütung nicht reichte, um die erforderlichen Unterrichtsmaterialien zu kaufen und die Miete für eine kleine Wohnung zu zahlen, nahm sie zusätzlich Nebenjobs an.

Bürokratische Stolpersteine
Wenn die heute 32-jährige Fatemeh zurückblickt, hat sie gemischte Gefühle: »Ich habe viel Positives gewonnen, aber auch viel verloren. « Vor allem das enge Zusammenleben in der Familie fehlt ihr. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass ihre Mutter sie inzwischen besuchen konnte.
Rückblickend stellt sie fest, dass viele bürokratische Stolpersteine ihr das Leben schwer gemacht haben. Beispielsweise war es sehr schwer, einen Nebenjob zu finden. Mittlerweile hat es geklappt und Fatemeh arbeitet in einem Kino in Schwabing.

Für Ziele zu kämpfen – allen Widrigkeiten zum Trotz – ist für Fatemeh eine Art Leitthema gewor-den. Ihr nächstes Ziel ist ein Studium der Erziehungswissenschaften an einer Fachhochschule. Momentan ist sie Gruppenleiterin in einer evangelischen Kinderkrippe. Da helfen ihr ihre Erfahrungen als Migarantin: Sie unterstützt Kinder und Eltern mit Migrationshintergrund und vermittelt, wenn es kulturelle Probleme gibt.

Zum Ausgleich treibt sie gerne Sport und trifft sich mit Freunden aus aller Welt. Und bald kann sie hoffentlich ihr Studium fortsetzen.

Ulla Wolf / MO

Orientalische Plätzchen gebacken Dass Integration am besten im kleinen Rahmen funktioniert – vor allem, wenn es ums Essen geht – weiß Ottobrunns Integrations-beauftragte Stefanie Marrero (l.) aus Erfahrung. Daher lud sie im Dezember einige Frauen zum gemeinsamen Orientalischen Backen ein. Die beiden Syrerinnen Mariam (Mitte) und Taqiyeh zeigten, wie man Mamul zubereitet, ein syrisches Gebäck aus Hartweizengrieß mit Dattel- und Pistazienfüllung. Am Rande des Backens gab es Gelegenheit für Gespräche.
(Foto: privat)

(„Mein Ottobrunn“, 02/2019, Seite 23, „Gemeindeblatt Hohenbrunn“, 04/2019, Seite 54)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Januar 2019)

Über‘n Tellerrand geschaut - Syrisch-kurdische Familie lud zum Essen ein

Nachbarn und Freunde aus dem Helferkreis waren die Gäste. Gleich zu Anfang erfuhren die Anwesenden, dass eine mit der Familie sehr vertraute Nachbarin am Vortag ihren 80. Geburtstag feierte. So konnten sie ihr ein Geburtstagsständchen bringen. Das Buffet im Flur der gemütlich eingerichteten Wohnung war reich gefüllt mit köstlichen, orientalischen Speisen, die man auch als Bestandteil des Hauptgangs isst. Mutter Rawan (37) und ihre beiden Söhne, Ahmad (17) und Reschad (12), haben gekocht und gebacken. Die Chefköchin Rawan erschien noch mit einer großen Platte gebratener Hühnerschenkel auf gewürztem Reis. Zum Nachtisch gab es vielfältige Gebäckstücke und ein raffiniert zubereitetes Kürbisdessert. Kein Wunder, dass die Gespräche lebhaft waren.
Rawan und Ahmad haben uns ein typisch kurdisches Rezept verraten:


„Jike“ – eine appetitanregende Speise
1 Joghurtbecher kleiner, feiner Bulgur wird eine Viertelstunde ½ Becher in Wasser eingeweicht, aber nicht gekocht. Eine fein gehackte Zwiebel, 2 Tomaten- und 1 Paprikaschote würfeln, pürieren und daruntermischen. Salz und Chili kommen dazu. Dann wird etwas Öl leicht angewärmt und unter die Masse geknetet. Anschließend kleine Portionen formen, gehackte Petersilie darauf streuen und auf Salatblättern servieren. Eine gehaltvolle Variante mit Tatar ist möglich.

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn:

Jahresbericht 2018

Im sechsten Jahr seines Bestehens begleitete der Helferkreis ca. 260 Flüchtlinge in Ottobrunn, Riemerling und Hohenbrunn. Dazu gehören an die 40 Familien mit über 100 Kindern. Zu 48 Unbegleiteten Minderjährigen in Wohngruppen verschiedener Träger bestand in Einzelfällen Kontakt (Fußballmannschaft, Nachhilfe, Unterstützung bei Ausbildungsplatzsuche).

Die Flüchtlinge wohnen in 12 dezentralen Asylbewerberunterkünften des Landratsamtes, in 5 Wohngruppen für minderjährige Flüchtlinge sowie in eigenen Wohnungen.

Zusätzlich werden 8 Familien mit 19 Kindern und einige Alleinstehende, die in Nachbargemeinden gezogen sind, weiterhin von ihren Paten begleitet.

Die zu uns geflüchteten Menschen kommen aus Afghanistan, Syrien, Iran, Irak, Somalia, Pakistan, Nigeria, Uganda, Senegal, Eritrea, Russland, Ukraine, Indonesien, Jordanien, Myanmar.

2018 lag der Schwerpunkt unserer Hilfe für anerkannte Flüchtlinge auf der Vertiefung der Integration und der Vorbereitung auf den Erwerb eines unbefristeten Aufenthaltsrechts. 2018 erhielten auch noch Geflüchtete aus Afghanistan eine Aufenthaltserlaubnis, nachdem die Mitwirkungspflichten bei Dokumenten leichter zu erfüllen waren. Schätzungsweise besitzen ¾ der zu uns Geflüchteten inzwischen eine Aufenthaltserlaubnis. Viele von ihnen machen eine Ausbildung oder arbeiten, Frauen mit kleinen Kindern in Teilzeit. Unter den Geflüchteten, deren Asylverfahren noch nicht beendet ist und die auf den Ausgang von Klageverfahren warten, befinden sich einige nigerianische Familien. Geflüchtete aus sicheren Herkunftsländern, aber auch aus der Ukraine und aus Nigeria sind zunehmend auf das Visumverfahren verwiesen worden, nämlich die zeitweise Rückkehr ins Herkunftsland und die Beantragung eines Arbeitsvisums bei der Deutschen Botschaft. Der Weg zum Aufenthaltsrecht in der Bundesrepublik wird bei Erfolg über die Arbeitsmigration führen.


Integration durch Sprache und Arbeit
  • Der Helferkreis ergänzt das Angebot der VHS Südost an Deutschkursen mit wöchentlichen Deutsch-Training, Lernpatenschaften in besonderen Situationen, z.B. für Mütter mit Babys oder zur Prüfungsvorbereitung. Wir unterstützen bei Kurs- und Prüfungskosten.
  • Der Arbeitskreis Job & Ausbildung konnte Praktika bei Firmen und auf den Gemeinden Ottobrunn und Hohenbrunn vermitteln. Mit den Helferkreisen Taufkirchen und Unterhaching und dem Gewerbeverband Hohenbrunn erfolgte ein Austausch. Diese Vorarbeiten führten zu Jobangeboten. Die meisten Flüchtlinge, die arbeiten dürfen, und nicht mehr durch Integrationskurse zeitlich gebunden sind, konnten inzwischen eine Arbeit beginnen. Eine neue Herausforderung ist, die Arbeitenden in ihrer Qualifizierung zu fördern, damit sie ihre Familie einschließlich Wohnung von eigenem Einkommen unterhalten können.
  • Junge Menschen, die im Sommer ihre Schulabschlüsse absolvierten, haben mit Ausbildungen begonnen, u.a. als Vulkaniseur, zahnmedizinischer Fachangestellte/r, Metallbauer, Hotelfachmann, Anlagenmechaniker Heizung, Klima, Sanitär, Fachkraft für Lagerlogistik, Elektriker. Berufsschüler erhalten von Lernpaten individuell Nachhilfe. Auszubildende konnten ihre Prüfungen erfolgreich ablegen, als Hotelfachmann, Koch, Kfz-Mechatroniker, Bautenund Objektbeschichter.
  • Eine Mutter begann eine Qualifizierung im örtlichen Bonusmarkt, eine weitere konnte ihre Ausbildung als Krankenschwester im Heimatland durch eine einjährige Qualifizierung hier anerkennen lassen.
  • Anerkannte Flüchtlinge, die ALGII-Leistungen beziehen, müssen laufend komplexe Anträge stellen. Sie sind dabei auf Unterstützung angewiesen, Helferkreis-Mitglieder entwickeln sich zu Formular-Experten.
  • Paten lernen mit Kindern und Jugendlichen, die inzwischen auch Realschulen, Gymnasien oder die Fachoberschule besuchen. Intensiv werden junge Menschen auf ihre Abschlüsse an den Mittelschulen vorbereiten.
  • Schüler, Auszubildende, Arbeitssuchende erhielten gespendete Notebooks und PCs.
Integration durch Teilhabe am sozialen Leben
  • Im Januar fand eine Begegnung mit 13 Abiturienten eines Gymnasiums aus Cortona, Italien statt, die zum Austausch mit der Montessori-Schule in Hohenbrunn nach Deutschland kamen. Helferkreis-Mitglieder und 13 Flüchtlinge aus 7 Ländern diskutierten mit den Lehrerinnen und Schülern über „Toleranz“.
  • Beim Fest der Kulturen im Wolf-Ferrari-Haus Ottobrunn trugen afghanische und afrikanische Musiker zur Unterhaltung bei, der Stand des Helferkreises wurde mit den Flüchtlingen gestaltet. Auch die Adventsfeier in der Michaelskirche wird inzwischen gemeinsam von Flüchtlingen und Helfern veranstaltet.
  • Im Herbst konnte der TSV Riemerling wieder drei Schwimmkurse für Flüchtlingskinder starten. Im November startete ein neuer Schwimmkurs für Frauen im Schulschwimmbecken einer Grundschule, mit einer Schwimmtrainerin des Phönix Sport Teams.
  • Die eigene Fußballmannschaft des Helferkreises „Ramasuri“ beteiligte sich an verschiedenen Turnieren und konnte Pokale nach Hause bringen. Im Sommer war ein Wochenend-Trainingslager in Mittenwald möglich.
  • Das Team des Café International lädt einmal im Monat zur Begegnung von Flüchtlingen und Einheimischen ein. Das schöne Wetter erlaubte von März bis September den Café-Betrieb im Garten des Evangelischen Jugendhauses. Das Café wird vor allem gerne von Familien besucht, der große Garten und der Spielplatz daneben bieten Spielmöglichkeiten für die Kinder. Flüchtlinge und Firmlinge arbeiteten im Betrieb des Cafés mit.
  • In sechs Tafelrunden „Über’n Tellerrand“ kamen sich Flüchtlinge, Migranten und Einheimische beim Kochen, Backen und Essen näher. Speisen aus Uganda, Afghanistan, Syrien, Eritrea und dem Irak boten Gesprächsstoff, um die Kulturen der Länder kennen zu lernen.
  • Mütter aus Syrien, Afghanistan und Russland engagieren sich ehrenamtlich in der AWO Klawotte Kinder & Kreativ und im Seniorenzentrum Kaiserstiftung Riemerling.
  • In zwei Kursen wurden afrikanische Mütter mit „Erziehungskompetenzen“ und Erwartungen an die Elternarbeit in Kindergarten und Schule vertraut gemacht.
  • Im neu gestarteten Kulturprojekt besuchen Flüchtlinge gemeinsam mit Helferkreis-Paten Theater- und Musikvorstellungen im Wolf-Ferrari-Haus.
  • Wir fördern die Teilnahme von Kinder und Jugendlichen an den Ferienprogrammen der Gemeinden und anderer Organisationen, ebenso die Mitgliedschaft in den verschiedensten Sparten der Sportvereine, bei den Pfadfindern, den Angeboten der Kirchen, des KJR.
Zu- und Weg-Züge
  • Die Wohngruppen für Minderjährige Flüchtlinge im Lore-Malsch-Haus in Riemerling wurden im Dezember aufgelöst. Die meisten Jugendlichen wurden mit 18 Jahren in größere Asylbewerberunterkünfte im Landkreis München verlegt.
  • Drei anerkannte Flüchtlingsfamilien und zwei Alleinstehende haben als Neuzugezogene Kontakt zum Helferkreis gesucht.
  • Für vier Familien mit 8 Kindern konnten wir Wohnraum finden. Zwei weitere Familien mit 5 Kindern, denen Wohnraum zur Verfügung gestellt wurde, begleiteten wir beim Umzug.
  • Die Flüchtlinge können sich lokal mit Kleidung, Spielsachen, Geschirr, Fahrrädern und Möbeln versorgen - dank der AWO Klawotten, der AWO Rumpelkammer und der Mobilen Caritas Werkstatt.
Entwicklung im Helferkreis
  • Über 120 Ehrenamtliche sind Mitglieder im Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn; darunter 15 Flüchtlinge. Die jüngsten Helfer sind 12 Jahre, der älteste ist 86 Jahre alt. Mitglieder scheiden aus, neue Mitglieder kommen dazu. Unser Leiter, Diakon Karl Stocker, trat im Sommer 2018 offiziell in den Ruhestand. Er leitet den Helferkreis dankenswerterweise weiter.
  • Der Helferkreis trifft sich 3 x im Monat im Pfarrsaal St. Magdalena. Im internen Weiterbildungsprogramm wurde an 9 Treffen zu aktuellen Themen informiert und diskutiert. Individuell nutzen die Mitglieder die von vielen Organisationen angebotenen Weiterbildungen zu Flucht und Integration.
  • Im März wurde das 5jährige Bestehen des Helferkreises Asyl im Pfarrsaal St. Otto gefeiert. Der Politologe Dr. Robert Staudigl schilderte eindringlich die Situation im Nahen Osten als Brennpunkt von Krieg und Flucht. Bei lebhaften Diskussionen wurde das internationale Buffet, das von Flüchtlingen zubereitet wurde, genossen.
  • Eine große Unterstützung ist die Integrationsbeauftragte der Gemeinde Ottobrunn, Stefanie Marrero. In der Gemeinde Hohenbrunn ist die Stelle des Integrationsbeauftragten seit Sommer wieder vakant. Erstmals fand im Rathaus Ottobrunn und im Rathaus Hohenbrunn ein „Runder Tisch“ statt, mit Beteiligung des Helferkreises. Diese Termine sollen fortgesetzt werden.
  • Wir informieren die Öffentlichkeit über unsere Homepage, www.helferkreis-asyl.com, und über die Gemeindeblätter Hohenbrunn und Ottobrunn Die Artikelserie „Wie gelingt Integration“ mit Berichten unserer Flüchtlinge wird gut aufgenommen. Mit einem Stand war der Helferkreis bei der Bürgerversammlung in Ottobrunn vertreten.
  • Für Mitglieder besteht die Möglichkeit zur individuellen Supervision, zeit- und ortsnah.

„Die Flüchtlinge sind keine Zahlen. Sie sind Personen: Sie haben Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden“. Papst Franziskus, Tweet, 11.4.2016. Dieses Eingehen auf den Einzelnen, seine Hoffnung, Erfahrungen, Talente prägt wesentlich die Arbeit unseres Helferkreises.

Für anerkannte Familien, Alleinerziehende mit Kindern und Auszubildende, die sich in unseren Gemeinden gut integriert haben, sucht der Helferkreis weiter nach Wohnraum. Bitte melden Sie sich bei Diakon Stocker, Tel. 089 / 42 00 179 - 01, E-Mail:KStocker@ebmuc.de, wenn Sie dazu Auskünfte wünschen oder helfen können.

Mit Geldspenden von Privatpersonen, Organisationen und Gemeinden können Angebote für Flüchtlinge finanziert werden, in Notlagen kann individuell und unbürokratisch geholfen werden. Dafür danken wir allen Spendern herzlich!


Heidi Maurer und Claudia Bernardoni
Sprecherinnen im Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn




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