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Presse / Nachrichten - Archiv (2024)
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Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Dezember 2024)
Essen über’n Tellerrand - ThanksgivingPersönliche Begegnung in kleinem Kreis fördert Integration und gegenseitigen Austausch – nach diesem Motto lädt der Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn immer wieder zum „Essen über’n Tellerrand“ in der Kaiserstiftung ein, bei dem gemeinsam gekocht und gegessen wird. Der Einladung zum Thanksgiving – Kochen und Essen am 26. Oktober folgten 27 Teilnehmer, Einheimische, Migranten, Flüchtlinge, u.a. aus Bulgarien, Bosnien, USA, Kamerun, Ruanda, Irak und Afghanistan. Dick eingewickelt in Alufolie ruhte der 17 kg schwere „Turkey“ auf dem großen Schneidebrett, als sich die Gäste um die Kochtheke versammelten. Carol Zajac hatte den Truthahn drei Tage lang in Salzlake einge-legt, und dann zu Hause sieben Stunden im großen Ofen gebacken. Carol berichtete über die Tradition, die sich aus dem ersten Thanksgiving Fest im Jahre 1621 entwickelt hat. Damals feierten die englischen Pilgerväter in Amerika zusammen mit den Ureinwohnern drei Tage ein Fest des Dankes für ihr Überleben im ersten Winter mit Hilfe der Indianer. Es ist heute der wichtigste Feiertag in Nordamerika, an dem die Großfamilie zusammenkommt, gemeinsam kocht und bei einem Festessen in besinnlichem Rahmen für alles Gute dankt, was sich im Laufe des Jahres ereignet hat. Mit einem kleinen Koch Team bereitete sie in der Kaiserstiftung die traditionellen Beilagen zu: Süßkartoffelpüree mit Pekanüssen, Kartoffelstampf verfeinert mit Kräuterfrischkäse, die würzige Brotfüllung, Auflauf mit grünen Bohnen, Rosenkohl, Bratensoße und Cranberry-Marmelade. Ein Gast griff beherzt zu und zerlegte gekonnt das große Geflügeltier. Den Abschluss bildete ein Kürbiskuchen mit Frischkäse-Decke. „Jeder isst an Thanksgiving so viel, bis der Hosengürtel aufgemacht werden muss“, kommentierte Carol. Auch 2025 wird es weiterhin das beliebte Essen über’n Tellerrand geben – genaue Daten sind im monatlichen Programm der Kaiserstiftung zu finden.
Fotos: Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn Quelle: Gemeindeblatt Hohenbrunn, Dezember 2024, Seite 33
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Oktober 2024)
Die EinbürgerungInformation für Flüchtlingshelfer*innen
Seit März regelt ein neues Staatsangehörigkeitsgesetz (STAG) die Möglichkeiten und Voraussetzungen, um deutsche/r Staatsbürger*in werden zu können. Die Vorteile sind: Erstens die wesentliche Verkürzung der Aufenthaltszeiten, die der Einbürgerung vorausgehen müssen, auf fünf Jahre (mit Deutschkenntnissen auf Niveau B1), sogar nur auf drei Jahre (mit Deutschkenntnissen auf Niveau C1 und besonderen Leistungen in Schule und Beruf sowie sozialem Engagement). Zweitens das Zugeständnis an Migranten und Flüchtlinge, mehrere Staatsangehörigkeiten besitzen zu können. Weitere Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt sein, vor allem eine auf Dauer angelegte Aufenthaltserlaubnis. Das heißt, alle Ausweise, auf denen Duldung (Aussetzung der Abschiebung) steht,sind ausgeschlossen. Aber auch, wer z.B. ein Abschiebungsverbots (§ 25, Abs. 3 AufenthG) hat, kann nicht gleich die Einbürgerung, sondern muss zuerst die Niederlassungserlaubnis beantragen. Also bitte immer als erstes auf den Aufenthaltstitel schauen! Ist die Einbürgerung damit möglich? Kinder werden bereits bei Geburt Deutsche. Ein Elternteil muss allerdings einen unbefristeten Aufenthaltstitel (z.B. die Niederlassungserlaubnis) vorweisen. Die wichtigste und nun härter gewordene Voraussetzung für die Anspruchseinbürgerung ist, dass die Antragsteller*innen einen gesicherten Lebensunterhalt gewährleisten. Flüchtlinge müssen den Lebensunterhalt für sich und die unterhaltsberechtigten Familienangehörigen ohne Sozialhilfe (nach SGB II oder XII) bestreiten können. Die Unterhaltsregelung ist strenger als bisher und hat vor allem Kritik hervorgerufen, weil nun Behinderte, Rentner, Erwerbsunfähige, pflegende Angehörige, Alleinerziehende, Auszubildende und Studierende keinen gesetzlichen Anspruch mehr auf Einbürgerung haben. Für Azubis stellt das eine Verschlechterung gegenüber dem alten Gesetz dar. Eine Ausnahme besteht nur, wenn die Ausbildungsvergütung hoch ist und eine eigene Wohnung vom Azubi selbst oder den verdienenden Eltern finanziert werden kann. Andere Ausnahmen werden eventuell auch berücksichtigt, es handelt sich jedoch dann jeweils um eine Ermessenseinbürgerung. Für die Einbürgerung muss der Test Leben in Deutschland erfolgreich absolviert und ein Bekenntnis zur freiheitliche demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik (wozu die Gleichberechtigung der Frau gehört) abgelegt werden sowie ein Bekenntnis zur historischen Verantwortung, nie wieder Antisemitismus und Rassismus in Deutschland zuzulassen. Eine ausführliche Broschüre der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flücht-linge und Integration ist: Mein Weg zum deutschen Pass. Alle wichtigen Informationen zur Einbürgerung finden Sie
hier,
Claudia Bernardoni (Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn)
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Oktober 2024)
Informationsabend zum Bayerischen Schul- und Ausbildungssystem (Präsentation)Das duale Ausbildungssystem in Bayern
Einen Überblick über das Bayerische Schulsystem und weitere Information finden Sie auch auf den Seiten
"Mein Bildungsweg"
des Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus.
Helferkreis Asyl (Juli 2024): Ukrainisches Sommerkonzert
»Die Sonne scheint für uns« (Video)Die Sonne scheint für uns, war das Motto und der Titel eines Liedes beim Konzert der ukrainischen Community, das am 30. Juni 2024 im Wolf-Ferrari-Haus in Ottobrunn stattfand. Nach Kriegserlebnissen und Flucht, haben die ukrainischen Flüchtlinge bei uns in Sicherheit und von vielen willkommen geheißen, wieder den Sonnenschein auf ihrem Leben gespürt, so Olha Voitsun, die Sprecherin der Gruppe. Der Konzertsaal war voll besetzt, als die Integrationsbeauftragte Stephanie Marrero das Publikum begrüßte. Das Programm mit Musik, Tanz und Ballett, Solos und Chören aus dem reichen Schatz der ukrainischen Volkslieder, alle Beteiligten in Tracht, besinnlich und lustig, lyrisch und patriotisch, bekam großem Applaus. Die Organisation von Liudmyla Gryshko war perfekt, die Texte und die Moderation von Yuliia Borschch und Vsevolod Khrystenko auf Deutsch waren erstaunlich gut, der Chor Tschar Zillya und der Kinderchor Mandryky unter Leitung von Maryna Mokrynska und die Ballettkünste der Mädchen und der Kosakentanz der Kinder unter Zhanna Ditkovska mitreißend. Bei diesem Benefiz-Konzert wurde deutlich, dass die intensive Pflege der heimischen Kultur das Engagement der Gruppe für die Freiheit und Souveränität der Ukraine ausdrückt. Claudia Bernardoni (Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn)
Engagierte Ukrainerin beim Helferkreis Asyl (Juli 2024)
Hilfe für Landsleute
Ihr erster ehrenamtlicher Einsatz war die Übersetzung von TraumaHilfen, die online angeboten wurden, ins Ukrainische. Zusammen mit der Integrationsbeauftragten der Gemeinde, Stefanie Marrero, bereitete die heute 42-Jährige ein Netzwerktreffen vor, bei dem die Mitarbeiterinnen des Sozialamts den Flüchtlingen Auskunft über Kindergarten, Schule und Soziales gaben. Im Internet baute Olha Voitsun den Kontakt unter den ukrainischen Flüchtlingsfamilien auf. Erste Hilfsprojekte waren eine Malgruppe für Kinder und Mütter und ein Schwimmkurs für Kinder. Die Pflege der ukrainischen Kultur bedeutet den Geflüchteten viel. Organisationstalent Olha Voitsun kümmert sich um die Treffen und Feste mit Gesang und Volkstanz in traditioneller Tracht. Dabei sind Gäste aus Ottobrunn und den benachbarten Gemeinden immer willkommen. Weitere Infos zu den ukrainischen Veranstaltungen gibt es auf Nachfrage per E-Mail: ukraine.imher zen.4ever@gmail.co. Claudia Bernardoni (Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn) / MO (Quelle: Gemeinde-Journal "Mein Ottobrunn", 07/2024, Seite 19)
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juni 2024)
Ukrainisches Sommerkonzert (Flyer)Die Ukrainerinnen aus unseren Gemeinden laden zum Ukrainischen Sommerkonzert ein, unter dem Motto "Die Sonne scheint für uns" mit Musik, Tanz, Gesang, in traditionellen Trachten.
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juni 2024)
Talk am Abend: „Meine Deine Unsere Kultur“
In den von Dr. Claudia Bernardoni moderierten Gesprächen berichteten Flüchtlinge, die in unseren Gemeinden leben, aus ihren Heimatländern Syrien, Iran, Senegal, Ukraine, Türkei. Auch der lebensbedrohliche Weg nach Europa und der schwierige Weg der Integration wurden geschildert. Helferkreis-Mitglieder gaben persönliche Einblicke in die Schönheit ihrer Herkunftsländer Kamerun, Bosnien, Malaysia, Georgien. Traditionelle Gewänder aus diesen Ländern, bunte Kopftücher aus der Ukraine, senegalesische und bosnische Lieder, Bücher, Gedichte, Foto-Präsentationen und kulinarische Kostproben bereicherten die Abende. Die Abende schaffen nicht nur Verständnis und Wertschätzung, sondern auch eine Brücke zwischen den Kulturen und Menschen verschiedener Herkunft. Zum nächsten Kultur Talk „Irak“, einem Land, das oft als „Wiege der Zivilisation“ bezeichnet wird, laden wir herzlich ein: am Freitag, 14. Juni, 19 Uhr. Die Anmeldung erfolgt über die Kaiserstiftung. Quelle: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 06/2024, Seite 51
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (April 2024)
Jahresbericht 2023Die oft langfristige Unterstützung des Helferkreises galt ca. 300 Personen, überwiegend Familien, die Hälfte davon Kinder und Jugendliche. Die meisten wohnten in dezentralen und zwei vom Landratsamt angemieteten Hotels oder in eigenen Wohnungen. Die zu uns geflüchteten Menschen kommen aus Afghanistan, Syrien, Ukraine, Irak, Nigeria, Somalia, Uganda, Türkei, Eritrea, Äthiopien, Pakistan, Ghana, Myanmar, Jemen. Integration setzt einen gesicherten Aufenthaltsstatus voraus. Eine Familie erhielt die Einbürgerungsurkunde, weitere Berufstätige eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Vier langjährig Geduldete nutzten das neue Chancenaufenthaltsrecht, um sich weiter zu integrieren. 35 Lernpaten unterstützten Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie halfen beim Lernen für die Berufsschule, auf den Quali-Abschluss, auf Prüfungen in Integrationskursen. Der Arbeitskreis Job & Ausbildung begleitete bei der Suche nach Praktika, Ausbildungen, zu Jobbörsen und bei Bewerbungen. IT-Experten gaben gespendete Laptops und Handys an Flüchtlinge weiter und unterstützten mit Computer-Wissen. Paten ermutigten bei der schweren Suche nach einer bezahlbaren Wohnung und halfen beim Umzug. Das Café International, Essen über’n Tellerrand, Kultur Talks, Dorffest in Hohenbrunn, Friedensgebet in St. Magdalena und die Weihnachtsmärkte boten Geflüchteten und Einheimischen Gelegenheit einander kennen zu lernen. 26 Flüchtlinge waren Mitglied im Helferkreis Asyl, weitere waren ehrenamtlich in verschiedenen sozialen Organisationen und Vereinen in unseren Gemeinden tätig. In regelmäßigen Helferkreis-Treffen, beim Sommerfest und der Weihnachtsfeier konnten sich die 145 Helferkreis-Mitglieder austauschen. Spenden von Privatpersonen, Organisationen, Kirchen, Stiftungen und Gemeinden ermöglichten es, individuell und unbürokratisch zu helfen, und mit Angeboten die Integration der Geflüchteten zu fördern. Dafür allen Spendern herzlichen Dank! Der ausführliche Jahresbericht ist auf der Homepage unter www.helferkreis-asyl.com "Presse/Nachrichten“ zu finden. Kontakt unter E-Mail: info@helferkreis-asyl.com Quelle: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 04/2024, Seite 50
Der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn lädt ein (April 2024):
Ukrainisches Frühlingsfest "VETSCHORNYZI"
Helferkreis Asyl ist an der Seite ukrainischer Geflüchteter (März 2024)
»Wir leben noch!«
Flucht zur Schwester
Sorge um Angehörige
Panikattacken wegen Raketenangriffen
Gut aufgenommen
Inzwischen haben alle drei große Fortschritte gemacht: Liudmyla spricht Deutsch auf Berufschulniveau und lernt weiter. Sie arbeitet als Schwimmlehrer-Assistentin und bringt im Rahmen des Helferkreises einzelnen Flüchtlingen das Schwimmen bei. Yuliia hat ihren ersten Integrationskurs abgeschlossen und lernt weiter, um die Voraussetzungen für einen Finanzbuchhaltungskurs zu erfüllen. Maryna besucht die neunte Klasse der hiesigen Realschule und ist außerdem Online-Schülerin eines Gymnasiums in der Ukraine. Ihr Ziel ist es, an der ukrainischen Universität München zu studieren. Viele der UkrainerInnen fühlen sich inzwischen wohl in Ottobrunn. Sie haben viele Kontakte zum Helferkreis und pflegen ihre Kultur, die sie den Einheimischen gerne mit Musik und Tanz bei diversen Christkindlmärkten, beim ukrainischen Frühlingsfest in Hohenbrunn oder bei dem Helferkreis- Event »Essen über’n Tellerrand « (nächster Termin: Sa., 20.04., 16.00 Uhr, Seniorentreff Kaiserstiftung, Infos unter 089/ 61101228 -0) nahebringen wollen. Claudia Bernardoni (Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn) / MO (Quelle: Gemeinde-Journal "Mein Ottobrunn", 04/2024, Seite 18)
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn: Nachruf für Ulla Wolf (Februar 2024)
Großes Herz für große Bedürfnisse
Ulla Wolf ist in Gütersloh geboren, in München ins Gymnasium gegangen und hat an der Ludwig-Maximilians-Universität Soziologie studiert. Mit ihrem Mann, der beim Goethe-Institut arbeitete, ging sie nach Griechenland, Mexiko und kurz auch nach Argentinien. Mit ihren drei Kindern kehrte sie nach Deutschland zurück, bewarb sich in Bonn beim Goethe-Institut und wurde Ende der 1990er Jahre Sprachabteilungsleiterin in St. Petersburg und später in Algerien. 2010 im Ruhestand zog sie nach Ottobrunn, wo ihre beste Freundin Gesa lebte.
Als sei das alles nicht genug, war sie zudem sechs Jahre lang im Kirchenvorstand der evangelischen Michaelskirchengemeinde, aktiv im Arbeitskreis Tansania und in der Redaktion des Gemeindebriefs der Michaelskirche. Von 2013 bis 2019 war sie im Aufsichtsrat der Volkshochschule für die Gemeinde Ottobrunn, zeitweise als Vorsitzende. In Ulla Wolf verlieren wir alle eine offene, lebhafte, den Menschen zugewandte und sehr engagierte Freundin. Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (auch: Gemeinde-Journal "Mein Ottobrunn", 03/2024, Seite 17)
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Februar 2024)
Taufe in der Äthiopisch-Orthodoxen Tewehado KircheHelferkreis-Paten werden von ihren Flüchtlingsfamilien immer wieder zum Mitfeiern wichtiger Lebensstationen eingeladen.
Zu Hause feierte die Familien dann mit vielen Besuchern fröhlich und glücklich bei gutem, typisch äthiopischen Essen.“ Nachweislich gibt es die äthiopisch-orthodoxe Kirche schon seit dem 4. Jahrhundert. Wie wichtig für die Gemeindemitglieder die ihnen heimatlich vertraute Atmosphäre ist, ist bei solchen Anlässen spürbar. Die Riten und Bräuche der altorientalisch afrikanischen Kirche haben eine große, auch symbolische Bedeutung für die Gläubigen. Es tut den Menschen gut, diese in Gemeinschaft bei uns in Deutschland praktizieren zu können. Quelle: "Gemeindeblatt Hohenbrunn", 02/2024, Seite 50
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Februar 2024)
Jahresbericht 20232023 war das Engagement der Mitglieder des Helferkreises nach drei Jahren wieder ohne Corona bedingte Einschränkungen möglich. Die oft langfristige Unterstützung galt 300 Personen aus den verschiedensten Herkunftsländern, überwiegend Familien, darunter ca. die Hälfte Kinder und Jugendliche. Die meisten wohnen in Ottobrunn, Riemerling und Hohenbrunn, in dezentralen und zwei größeren Asyl-Unterkünften des Landratsamtes oder in eigenen Wohnungen. Die zu uns geflüchteten Menschen kommen aus Afghanistan, Syrien, Ukraine, Nigeria, Somalia, Irak, Uganda, Türkei, Eritrea, Äthiopien, Mali, Pakistan, Senegal, Indonesien, Bangladesch, Myanmar, Georgien, Aserbeidschan, Ghana, Jemen, Indonesien. Unterstützung für Flüchtlinge aus der Ukraine
Bis Juli traf sich die therapeutische Malgruppe für Frauen und Kinder in St. Albertus Magnus Ottobrunn. Parallel dazu fanden ein Deutsch-Übungskurs und ein Sprachkurs für Kinder statt. Die ukrainischen SeniorInnen waren bis zu den Sommerferien alle 14 Tage ins Seniorencafé Ukraine in die Kaiserstiftung Riemerling eingeladen. Bei einem Ukrainischen Frühlingsfest im Stephani-Haus in Hohenbrunn konnten die Besucher eine Ausstellung von Bildern, Büchern und Handarbeiten besuchen und Musik, Tanz und Essen genießen. Vollendete Integration durch Einbürgerung
Niederlassungserlaubnis als Garant der Sicherheit und Abschluss des Flüchtlingsdaseins
Das Chancenaufenthaltsrecht für langjährig Geduldete
Familiennachzug – für alleinstehende Flüchtlinge Sehnsucht und Problem
Andere Einreisen wegen Familieneinheit
Aber die Schwierigkeiten des Nachweises der Heirat, die Hindernisse beim Erhalt von Visa oder die Unmöglichkeit des Familiennachzugs aufgrund des geltenden Aufenthaltsrechts veranlassten einige Personen, die Familieneinheit faktisch durch Einreise herzustellen. Der/die Ankommende muss dann ein Asylverfahren durchlaufen und zeitweise in einer Erstaufnahmeeinrichtung wohnen. Ein afghanischer Familienvater aus Usbekistan kam nach Bayern, um bald mit seiner Frau (abgeschlossene Ausbildung und Arbeitsplatz im Büromanagement und eigene Wohnung) und seinen vier Kindern zusammen zu leben. Integration durch Arbeit Der Arbeitskreis Job & Ausbildung unterstützte und ermutigte bei der Suche von Praktika, Aus-bildungs- und Arbeitsplätzen. Helferkreis-Mitglieder übten mit Bewerber/innen Bewerbungsgespräche. Berufsschüler/innen erhielten Nachhilfe und Laptops. Bei Arbeitsverträgen, Lohnabrech-nungen, Steuer- und Versicherungsfragen wurde beraten und in der Kommunikation mit Arbeitgeber und Behörden unterstützt.
Integration durch Sprache und Bildung Kursplätze mit Kinderbetreuung oder Alphabetisierung sind immer noch rar. Teilnehmende an den Deutsch-Integrationskursen haben meist wochen- und monatelange Pausen beim Warten auf die Prüfungsergebnisse vom BAMF und den Start von Anschluss- oder Wiederholungskursen. Die Nachricht, dass eine Deutsch Prüfung nicht bestanden wurde, führt oft zur Resignation. Für die ukrainischen Familien mit Kindern in den Brückenklasse der Grund- und weiterführenden Schulen war es in den Sommerferien ein schwerer Entschluss, ihre Kinder, die in den Brücken-klassen oft noch zu wenig Deutsch gelernt hatten, ab September für die Mittelschulen anzumelden. Realschule, Gymnasium oder die ukrainische Schule in München kamen nur für einzelne in Frage. Manche nehmen weiterhin parallel nachmittags am Online-Unterricht ihrer ehemaligen ukrainischen Schulen teil, um dort einen Abschluss machen zu können.
Integration durch gesicherte Wohnverhältnisse Der Helferkreis unterstützte bei der Wohnungssuche, bei Mietverträgen, der Kommunikation mit Behörden, mit Zuschüssen zur Kaution und Transporter-Miete, beim Transport, der Möbelbeschaffung, Möbel- und Lampenmontage, mit Umzugskartons, bei Internet- und Stromverträgen. Dadurch werden immer wieder Asylunterkünfte des Landratsamtes frei. Eine afghanische Familie erhielt über den Verein Fair Mieten eine Wohnung in Oberhaching. Für fünf ukrainische Familien und zwei Frauen wurden Wohnungen gefunden. Zwei junge Facharbeiter erhielten über ihre Arbeitgeber Wohnungen. Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern musste aus ihrer gekündigten Asyl-Wohnung in eine andere Asylunterkunft am Ort ziehen. Eine syrische Familie, ein Syrer und eine afghanische Mutter mit Tochter lebten in Obdachlosenunterkünften der Gemeinde Hohenbrunn und Ottobrunn. Für sie konnte noch keine Wohnung gefunden werden. Integration durch Teilhabe am sozialen Leben Lern- und Familienpaten fördern und begleiten die Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen am sozialen und gesellschaftlichen Leben in unseren Gemeinden. Dazu gehören auch gemeinsame Besuche von örtlichen Festen, Sportvereinen, Ramadama-Aktionen.
Entwicklung im Helferkreis 145 Ehrenamtliche aus 18 Ländern sind Mitglieder im Helferkreis, darunter 26 Flüchtlinge. Einige Helfer*innen sind ausgeschieden, neue sind dazugekommen. Die Altersspanne reicht von 12 bis 89 Jahren. Mitglieder des Helferkreises trafen sich an 30 Nachmittagen im Pfarrsaal von St. Magdalena. In acht Treffen wurden Fortbildungsthemen angeboten, Mitglieder nahmen an einer Fortbildungsreihe an der LMU München und anderen externen Angeboten teil. Ende Juli fand das Sommerfest im Garten von St. Magdalena, Anfang Januar 2024 die Weihnachtsfeier im Pfarrsaal von St. Otto statt. Zusammenarbeit mit Behörden, Organisationen und Öffentlichkeit
Die Flüchtlinge konnten sich lokal mit Kleidung, Spielsachen, Büchern, Geschirr und Möbeln ver-sorgen - dank der AWO Klawotten und der AWO Rumpelkammer. Die Caritas Radlwerkstatt in Neubiberg war eine große Hilfe für die Mobilität. Anerkannte Flüchtlinge bezogen Lebensmittel am Caritas Ottobrunner Tisch. Ab Sommer gab es dort einen Aufnahmestopp. Wir informierten die Öffentlichkeit über unsere Homepage, www.helferkreis-asyl.com, in den Gemeindeblättern Hohenbrunn und Ottobrunn, im Schaukasten von St. Magdalena, im Gemein-deblatt der Michaelskirche. Spenden von Privatpersonen, Organisationen, Kirchen, Stiftungen und Gemeinden ermöglichten uns, in Notlagen individuell und unbürokratisch zu helfen, und mit besonderen Angeboten die Integration der Geflüchteten zu fördern. Dafür danken wir allen herzlich! Unser Helferkreis wird sich weiter für den einzelnen Mensch einsetzen, der flüchten musste. »Und doch darf man nie vergessen, dass die Migranten an erster Stelle nicht Nummern, sondern Personen sind, Gesichter, Namen und Geschichten. Europa ist die Heimat der Menschenrechte, und wer auch immer seinen Fuß auf europäischen Boden setzt, müsste das spüren können; so wird es ihm selbst deutlicher bewusst werden, dass er sie respektieren und verteidigen muss.« Papst Franziskus beim Besuch eines Flüchtlingslagers auf der Insel Lesbos, Griechenland, April 2016 Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn im Pfarrverband Vier Brunnen Ottobrunn
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