Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn  

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



Presse / Nachrichten - Archiv (2017)



Artikelliste (2017)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn: (Dezember 2017)

Flucht und Schwangerschaft

Zu jedem Weihnachtsfest hören wir in den Kirchen die Geschichte von Josef, der sich mit seiner hochschwangeren Frau Maria auf Befehl des Machthabers auf den beschwerlichen Weg nach Bethlehem machen muss, in die Fremde. Nach der Geburt des Sohnes flieht das Paar weiter nach Ägypten, um das Leben ihres Kindes zu retten.

Viele Frauen sind in den letzten Jahren nach Deutschland geflohen, um hier Schutz zu suchen. Sie sind vor Krieg, Terror und Unterdrückung geflohen, haben Gewalt, auch sexuelle Gewalt im Heimatland oder auf der Flucht erlebt. Manche sind Opfer von Menschenhändlern. Schwangere Frauen fliehen mit ihren Kindern, kriegsbedingt ohne ihre Ehemänner. Frauen werden auf der Flucht oder nach ihrer Ankunft in Deutschland schwanger.

Die traumatisierten Frauen stehen vor der großen Herausforderung, in einem fremden Land, fern von Familien, Freunden und Traditionen, ohne ausreichende Sprachkenntnisse, ohne Informationen lesen zu können, ein Kind zur Welt bringen zu müssen. Alleinerziehende wissen nicht, wohin mit den eigenen Kindern, wenn sie zur Geburt in die Klinik gehen.

Neben den Sozialarbeitern und Behörden sind es immer wieder Patinnen aus dem Helferkreis Asyl, die Frauen in dieser Extrem-Situation zur Geburt begleiten und in der Zeit davor und danach als „Vertrauensperson“ unterstützen.

Einige Helferinnen aus unseren Gemeinden berichten über ihre Erlebnisse:

"Eine Stunde vor dem terminierten Kaiserschnitt hat der Vater mit der werdenden Mutter im Krankenhaus intensiv gebetet, es war eine ganz starke Kraft im Gebet zu spüren. Am Ende hat er mich, die Patin, gefragt „Bist du ok?“ Ich durfte dann als Patin beim Kaiserschnitt dabei sein - ausnahmsweise, sonst darf ja immer nur eine Person mit rein. Vermutlich gerade wegen des Asyl-Hintergrundes, um bei der sprachlichen Verständigung zu unterstützen. Der Vater hat während der Operation Händchen gehalten und gebetet, ich habe die Spuckschüssel gehalten und der Mutter Mut zugesprochen.“

„Joy wurde direkt aus der Behörde mit starken Wehen ins Krankenhaus gebracht, ihr 2jähriger Sohn kam in eine Kurzzeit-Pflege. Die Mutter rief mich während der Geburt voller Panik aus dem Krankenhaus an, weil sie nicht wusste, wo ihr Sohn war. Nach vielen Telefonaten konnte ich ihr versichern, dass ihr Sohn gut aufgehoben ist. Als er nach wenigen Tagen zur Mutter und der neugeborenen Schwester zurückgebracht wurde, fehlte der Kinderwagen. Auch hier telefonierte ich von Stelle zu Stelle, bis der Aufenthaltsort des Wagens feststand.“

„Ganz problematisch war es, als die Frühwehen einsetzten und das in der beengten Mehrbett- Zimmer-Wohnsituation nicht mehr zu verbergen war. In der Nacht, in der wir uns auf den Weg zum Kreißsaal machten, wollte man uns dort wieder wegschicken – mit einem kleinen Aufstand konnten wir erreichen, dass wir bleiben durften.“

„Die Geburt war vermutlich wie jede andere Geburt auch. Als Helferin kann ich der Schwangeren alles Gute tun, was die Partner normalerweise leisten. Den Rücken massieren, fürs leibliche Wohl sorgen, Treppen hoch und runter steigen, Wehen anregen, Sorgen und Ängste aufnehmen und vor allem mit den Hebammen und Ärzten im Kontakt stehen, wenn die deutsche Sprache bei der Schwangeren noch nicht ausreicht. Nachdem das Kind zur Welt kam, durfte ich als Patin die Nabelschnur durchtrennen, dem Kind das erste Bad gönnen. Die ersten Stunden war es in meinen Armen, denn die Mutter wurde versorgt und war froh, dass sie beruhigt ausschlafen konnte. Direkt nach der Geburt sagte die Mutter zu mir "Ich weiß nicht, was ich ohne Dich gemacht hätte“.

„In der Schwangerschaft und nach der Geburt halten die Schwangeren es mit Riten, die sie aus ihrem Heimatland kennen. So werden bestimmte stärkende Lebensmittel in Afrika-Shops gekauft. Die ersten 40 Tage nach der Geburt werden weitestgehend im Bett zugebracht, von dort werden die Gratulanten empfangen und der Haushalt dirigiert“


„Nach der Geburt lag die Mutter mit dem Baby im Krankenhaus zusammen mit anderen Müttern im Drei-Bett-Zimmer. Sie war mit dem Baby ständig umlagert, alle, aber wirklich alle Freundinnen und Angehörige kommen zu Besuch um zu gratulieren. Als wir die Mutter nach einigen Tagen mit dem Baby nach Hause brachten, roch es in der ganzen Unterkunft feierlich nach Weihrauch. Alle Mit-bewohnerinnen hatten sich ihre bunten Festgewänder angezogen. 40 Tage nach der Geburt wurde ein weiteres traditionelles Fest gefeiert. Dazu gibt es eine Torte, das Baby wird festlich gekleidet, und mitten auf die Festtafel, zwischen die Speisen gelegt.“

„Bedingt durch das trockene und heiße Klima werden die Babys im Herkunftsland täglich am ganzen Körper eingeölt, um die Haut zu schützen. Daran wird auch bei uns festgehalten. Das Öl und die Cremes dazu werden extra in Afrika-Shops am Hauptbahnhof eingekauft, bis über die Augenlider glänzt das gepflegte Baby.“

Die Helferkreis-Patinnen bringen Verständnis auf für die Situation und die Ängste der Frauen und zeigen Offenheit für ungewohnte Riten und Vorstellungen, die zur Kultur in ihren Herkunftsländern gehören. Was uns Menschen, egal welcher Herkunft, verbindet, spricht eine Helferin aus „Das Erlebnis, bei der Geburt eines neuen Menschenkindes hautnah dabei zu sein, ist emotional überwältigend!“

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn, Dezember 2017, hm





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Dezember 2017)

Schöne Kunst günstig

Alljährlich zum Jahresende stellen die Künstler des Kunstvereins Ottobrunn in der Galerie »Treffpunkt Kunst« eigene Arbeiten aus und bieten diese zum Verkauf an. Der Erlös fließt, wie schon im vergangenen Jahr, dem Projekt »Malerei mit Asylanten« zu, das Vereinsmitglied Friederike Hofmann betreut. Um möglichst viele Käufer anzulocken, werden die Preise der Exponate eher niedig angesetzt sein.

Mit Flüchtlingen malen
»Angesichts der Not, die durch die immer noch anhaltende Fluchtbewegung Menschen auch in unsere Nachbarschaft verschlägt, wollen wir nicht tatenlos abseits stehen«, so Friederike Hofmann. »Wir wollen dazu beitragen, dass für die Flüchtlinge der Alltag etwas abwechslungsreicher gestaltet werden kann, indem wir Geld zur Beschaffung von Materialien für das Malen zur Verfügung stellen.« Durch Malerei sollen die Flüchtlinge spüren, dass es in ihrer Umgebung Menschen gibt, die sie bei ihrer Freizeitgestaltung unterstützen. Die Vernissage zur Ausstellung findet am Donnertsag, den 7.Dezember um 19.00 Uhr in der Galerie des Kunstvereins statt. Die Ausstellung dauert bis zum 20. Dezember und ist mittwochs bis freitags von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr und samstags von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet.

Ewald Mertes, Verkaufsausstellung des Kunstvereins



(Quelle: „Mein Ottobrunn“, 12/2017, Seite 23)



Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Dezember 2017)

Laptops für Flüchtlinge

Sami ist 14 Jahre alt, kommt aus Afghanistan und geht in die 7. Klasse des Gymnasiums. Auf die Frage, wann er den Umgang mit dem Computer gelernt habe, sagt seine jüngere Schwester: »Das wusste er alles von ganz allein«. Und die Mutter erzählt, er habe bereits in der alten Heimat so viel vor dem Bildschirm am PC der Familie gesessen, dass er sich die Augen verdorben habe. Auch hier hat er einen Laptop, den er vom Helferkreis Asyl bekommen hat. Damit schreibt er Texte in Word und übt mit Hilfe des Internets. Er benutzt beispielsweise das SchlaukopfProgramm, weil er sein Deutsch und die Leistungen in den anderen Fächern verbessern möchte. Doch sein Laptop ist über sechs Jahre alt und läuft mit veralteter Software. Sami ist einer von zahlreichen Flüchtlingen aus den verschiedensten Ländern – Schüler aller Schularten, Auszubildende und Arbeitssuchende, Anerkannte und Asylbewerber–, die dringend einen Computer brauchen. Denn in unserer Gesellschaft werden von ihnen Tätigkeiten verlangt, die ohne PC oder Laptop schwer auszuführen sind.

Gut erhaltene Notebooks und Rechner gesucht
Hier möchte der Helferkreis Asyl helfen und fragt, wer einen alten Laptop zu Hause hat, den er nicht mehr verwendet? Gesucht werden gut erhaltene Laptops (Windows-Vista, Windows-7 oder höher) – möglichst mit gültigem Lizenzschlüssel für das WindowsSystem. Ein nur noch schwacher Akku ist kein Makel oder Hinderungsgrund. Auch nicht mehr verwendete ältere »MicrosoftOffice«-Lizenzen mit CDs (z.B. Microsoft Office 2010) sind nach wie vor sehr gefragt. Wirklich gut erhaltene Computer (mit Bildschirm, Tastatur und Maus) nimmt der Helferkreis auch an, jedoch nur begrenzt. Das liegt an der in den Flüchtlingsunterkünften herrschenden Enge. Für größere Rechner findet sich häufig kein Platz.

Der Computer-Spezialist Michael Steinacker ist seit etwa zweieinhalb Jahren für den Helferkreis Asyl auf diesem Gebiet ehrenamtlich tätig. Er holt die gespendeten Laptops ab oder nimmt sie entgegen und installiert sie neu, damit alle persönlichen Daten gelöscht werden. Die jeweiligen Betreuer der Flüchtlinge melden den Bedarf an und Michael Steinacker übergibt die neu hergerichteten Computer nach der Installation an die ausgewählten Empfänger. Wer etwas spenden möchte, kann sich gerne per E-Mail: spenden@helferkreis-asyl.com melden. Ihre Spende ist eine große Hilfe beim Einsatz des Helferkreises Asyl für die Integration der Flüchtlinge.

Claudia Bernardoni, Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



(Quelle: „Mein Ottobrunn“, 12/2017, Seite 33)



Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juni 2018)

Für einen guten Zweck

Steht bei Ihnen zu Hause ein Schrank, ein Bett, ein Tisch, ein Teppich, ein Fahrrad oder dergleichen im Weg herum? Sie wollen die Sachen schon lange loswerden – und das kostenlos? Dann stellen Sie sie doch in die AWO-Rumpelkammer, die Möbelbörse der AWO-Nachbarschaftshilfe Ottobrunn-Hohenbrunn-Neubiberg. Die virtuelle AWO-Rumpelkammer kann nur von Betreuern bedürftiger Menschen (Flüchtlingen, Obdachlosen, Hartz-4-Empfängern) genutzt werden. Falls Ihnen der Transport des gespendeten Möbelstückes nicht möglich ist, können dies die ehrenamtlichen Helfer der Rumpelkammer übernehmen. Stets benötigt werden Einrichtungsgegenstände jeglicher Art, Fahrräder und Fahrradanhänger, Musikinstrumente oder Sportgeräte. Wer etwas spenden möchte, kann sich per E-Mail an: awo-rumpelkammer@awonbh.de oder unter Tel. 0152/ 53639606 melden. Hilfreich wären ein beigefügtes Foto und Größenangaben des Gegenstandes.

Dorothea Blässing, AWO-Rumpelkammer / MO



(Quelle: „Mein Ottobrunn“, 12/2017, Seite 33)



Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (November 2017)

Aktuelles Stimmungsbild

Seit 2012 sind die Ehrenamtlichen des Helferkreises Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn tätig, um Flüchtlinge zu betreuen und zu integrieren. Während dieser fünf Jahre haben sie sich von den örtlichen und regionalen Institutionen und von der Bevölkerung geschätzt und unterstützt gefühlt. Was die Leute momentan über Flüchtlinge denken, wollte Claudia Bernardoni, PR-Frau beim Helferkreis Asyl, herausfinden. Um ein möglichst vielfältiges Bild zu bekommen hat sie beim Markt der Möglichkeiten, der im Rahmen der Bürgerversammlung stattfindet, gerade die Leute nach ihrer Meinung gefragt, die nicht direkt an den Stand kamen.

Mit insgesamt zehn Personen verschiedener Altersgruppen konnte sie sprechen. Nicht mehr als ein zufälliges Stimmungsbild, aber für den Helferkreis Asyl trotzdem aufschlussreich. Fast alle Befragten hatten schon mal vom Helferkreis Asyl gehört oder gelesen - im Konfirmandenunterricht, in den lokalen Medien oder beim Ottostraßenfest. Übereinstimmend war die Ansicht, dass Hilfe für Flüchtlinge, die bereits hier bei uns leben, notwendig ist; gleichermaßen für Asylbewerber und Anerkannte. Mehrmals wurde gesagt, dass gut Integrierte nicht abgeschoben werden sollen.

Im Punkt Zuwanderung gab es auch skeptische Einwände: Die unkoordinierte Zuwanderung von 2015 sei zu viel gewesen. Grundsätzlich sollte der jeweiligen Bevölkerung in ihrer Heimat geholfen werden. Es sei ein Missstand, dass reiche Nationen ihre Waren zu Dumpingpreisen in arme Länder exportierten und damit die dortigen Märkte kaputt machten. Die schärfste Formulierung lautete: Die Einwanderungszahlen dürfe man nicht ausufern lassen. Die Geduld der Bevölkerung sei überstrapaziert. Die Gesellschaft habe auch Verantwortung für deutsche Bürger, die weniger gut situiert sind.

Dagegen wurde eingebracht: In unserer Verfassung stehe ein Grundrecht Asyl, das nicht verletzt werden dürfe. Bei allem Für und Wider klang für Claudia Bernardoni an, dass Deutschland ein Zuwanderungsgesetz braucht, das Arbeitsmigranten einen anderen Weg eröffnet als den Asylantrag und dass Verfolgte im menschenrechtlich-völkerrechtlichen Sinn mehr Raum und Kapazität für ein gerechtes Asylverfahren bräuchten.

Überraschenderweise gab es unter den Befragten keine Vorurteile gegen den Islam. Der Tenor war: Muslime halten wir nicht für eine Gefahr. Terroristen sind meist keine Flüchtlinge. Mehr Gefahr gehe von lange hier lebenden Radikalisierten aus. Oder: Terroristen sind keine Muslime, die tun nur so.

MO



(Quelle: „Mein Ottobrunn“, 11/2017, Seite 36)



Landratsamt München: Integrationskoordinatoren nehmen Arbeit auf (November 2017)

Bildung und Beruf

Integrationskoordinatoren sollen Asylsuchende im Landkreis München künftig dabei unterstützen, in Deutschland möglichst schnell Fuß zu fassen. Rund 3.800 Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge leben derzeit im Landkreis. Mittlerweile kümmern sich die Mitarbeiter des Landratsamtes verstärkt um die Integration der neuen Mitbürger.

Integrationsfahrplan für Flüchtlinge
Das Landratsamt arbeitet aktuell an einem Integrationskonzept, das einen »Integrationsfahrplan für Flüchtlinge« enthält. Kommunen, Landratsamt, Politiker, Helfer, Vereine, Polizei, Feuerwehr, Soziale Träger sowie Unternehmer erarbeiteten dafür zusammen mit Geflüchteten Zielsetzungen für Handlungsfelder wie Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe.

Ein wichtiger Baustein des kurz vor Vollendung stehenden Integrationsfahrplanes ist jedoch bereits verwirklicht: Seit Oktober arbeiten 13 sogenannte Integrationskoordinatoren, deren Aufgabe es ist, die im Fahrplan festgelegten Maßnahmen umzusetzen. Sie werden die Geflüchteten bei ihrem Zugang zu Bildung, Weiterbildung, Beruf, Kultur, gesellschaftlicher Teilhabe und Orientierung begleiten und unterstützen. Hauptzielgruppe sind dabei Flüchtlinge ab 16, die keine Regelschule mehr besuchen.

Bildungsscreening und Kompetenzanalyse
Die Integrationskoordinatoren absolvieren mit den Geflüchteten zunächst ein Bildungsscreening. Zusammen mit einem externen Partner können zudem Kompetenzanalysen durchgeführt werden, die helfen, den richtigen Weg in ein Ausbildungs- oder Berufsfeld zu weisen. Auch bei der Anerkennung von Ausbildungs- und Berufsabschlüssen unterstützen die Koordinatoren.

Landratsamt im Landkreis München / MO



(Quelle: „Mein Ottobrunn“, 11/2017, Seite 37)



vhs SüdOst: Trainerin Irene Martius gibt Kurse zur interkulturellen Kommunikation (Oktober 2017)

Einander verstehen – Kulturgrammatik für alle

Im Herbst ist das Verständnis zwischen den Kulturen wieder ein Schwerpunktthema der vhs SüdOst. Kursleiterin ist Irene Martius, Trainerin für interkulturelle Kommunikation. Mein Ottobrunn sprach mit ihr über die Inhalte der Kurse, über die neue Ausbildung zum Kulturdolmetscher und ihre eigenen Anfänge und Erfahrungen.

MO: Frau Martius, wie sind Sie auf die Idee bekommen, sich zur Trainerin der interkulturellen Kommunikation fortzubilden?
Irene Martius: Auf meinen Reisen und beim Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache sind immer wieder kulturelle Missverständnisse passiert, die mich irritiert haben. Ich dachte beispielsweise, dass mich eine bulgarische Schülerin nicht mag, weil sie als Reaktion auf meine Beiträge immer leicht den Kopf geschüttelt hat. Später habe ich herausgefunden, dass das Kopfschütteln in Bulgarien Zustimmung symbolisiert, also genau die gegenteilige Bedeutung.

MO: Was möchten Sie Ihren Kursteilnehmern vermitteln?
Irene Martius: Mein Ziel ist es, dass sie noch stärker auf fremde Kulturen zugehen und Unsicherheiten abbauen können. In der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen lernt man auch die eigene Kultur noch besser kennen. Ich möchte den Teilnehmern eine »Kulturgrammatik« an die Hand geben, mit der sie herausfinden können, welche kulturellen Unterschiede beispielsweise hinter einem Konflikt stecken.

MO: Erstmals gibt es das Angebot, sich zum »Kulturdolmetscher« qualifizieren zu lassen. Wer kann das machen?
Irene Martius: Wir suchen Menschen mit Migrationshintergrund, die neben ihrer eigenen Kultur auch die deutsche Kultur gut kennen und daher als Vermittler bei kulturellen und sprachlichen Konflikten fungieren können. Wir brauchen diese ehrenamtlichen Kulturdolmetscher wirklich dringend. Es gibt viele Situationen, wo wir Deutschen bei der Ursachensuche für kulturelle Konflikte an unsere Grenzen kommen. Der eigene Landsmann kann hier eher helfen.

MO: Gibt es auch ein Angebot, das sich an Kinder richtet?
Irene Martius: Ja, ganz neu gibt es an der Grundschule in Putzbrunn im Rahmen der Mittagsbetreuung acht Nachmittage, wo wir spielerisch ins Gespräch kommen: Wo komme ich her? Was bedeutet mein Name? Welche Regeln gibt es in meiner Familie? Wo haben wir Gemeinsamkeiten? Wo sind Unterschiede? Wie wichtig solche Gespräche sind, habe ich bei meinem ersten Deutschkurs für Asylbewerberkinder vor fünf Jahren erlebt. Die Kinder kamen aus dem Iran und Irak. Als dann zwei dunkelhäutige Kinder aus Uganda dazukamen, stand ihnen der Mund offen. So dunkle Haut hatten sie noch nie gesehen und sie sagten abwehrend: »Die sind ja dreckig.« Zum Glück haben sie den Schock der ersten Fremdheit schnell überwunden und waren bald die besten Freunde; bei Kindern geht das so schnell.

MO



(Quelle: „Mein Ottobrunn“, 10/2017, Seite 22)



Vom Flüchtling zum anerkannten Bauingenieur (Oktober 2017)

Freude über Festanstellung

Wenn ein Praktikum zum Sprungbrett für eine Festanstellung wird, ist das für jeden Arbeitnehmer eine Freude. Besonders groß ist die Freude, wenn es sich dabei um einen jungen eritreischen Flüchtling handelt: Berhane Tekelay kam über ein Praktikum in der Bautechnik der Gemeinde Ottobrunn (Mein Ottobrunn berichtete im Septemberheft 2016) zunächst zu einer Teilzeitstelle und nun zu einer Festanstellung als Bauleiter bei der Ottobrunner Baufirma Pöttinger Immobiliengruppe.

Noch ganz anders war die Situation des heute 26-Jährigen vor gut zwei Jahren: Sein Entschluss, aus der Militärdiktatur in Eritrea zu fliehen und Familie und Freunde zurückzulassen, fiel, als er mit Kollegen aus der Baubranche in ein umzäuntes, bewachtes Gelände gesperrt wurde und sie dort eine neue Universität bauen sollten. Sein Weg führte über den Sudan, wo er wegen seiner Religion und als Flüchtling schlecht behandelt wurde. Er lernte Arabisch, um Geld für seine weitere Flucht zu verdienen. Schließlich kam er mit anderen Bootsflüchtlingen an der italienischen Küste an. Eigentlich wollte er weiter nach Großbritannien, da er sehr gut Englisch sprach. In Deutschland wurde er jedoch behördlich erfasst und in einer Flüchtlingsunterkunft in Neubiberg untergebracht. Nach einem Jahr in der Unterkunft war Tekelays Stimmung auf dem Tiefpunkt. Er wollte nicht mehr untätig herumsitzen. Doch dann wendete sich das Blatt.

Praktikum im Rathaus
Auf einer Veranstaltung im Flüchtlingsheim kam er mit Helmut Blank vom Verein Arrive Institute ins Gespräch. Dessen Verein setzt sich für die Jobvermittlung vor allem qualifizierter Flüchtlinge ein. Als Blank hörte, dass Tekelay studierter Bauingenieur ist, half er ihm bei der Bewerbung um eine Praktikumsstelle in der Gemeindeverwaltung. Hier lernte Tekelay die geltenden DIN-Normen und Bauvorschriften kennen und bekam praktische Einblicke in das deutsche Bauwesen, bis hin zur Wasserversorgung. Am Ende des Praktikums wurde er der Pöttinger Immobiliengruppe als qualifizierter Mitarbeiter empfohlen – mit Erfolg.

Teilzeit und Deutschkurs
Berhane Tekelay wurde zunächst als Teilzeitkraft angestellt, damit er nachmittags zum Deutschkurs gehen konnte. Die deutsche Sprache beherrscht er mittlerweile sehr gut. Schmunzelnd erinnert sich Tekelay an ein anfängliches Missverständnis: So brachte er, als nach einer Wasserwaage gefragt wurde, einen Eimer Wasser zu den Kollegen.

Feste Anstellung als Bauleiter
Anfang Juli bekam Tekelay Bescheid, dass sein Studium zum Bauingenieur anerkannt wurde. Seit Sommer ist er nun Bauleiter bei Pöttinger. Sein erstes Projekt ist ein Bauvorhaben in Oberhaching, bei dem 19 Reihenhäuser und eine Tiefgarage gebaut werden sollen.

In seiner Freizeit kickt er beim TSV Brunnthal in der Kreisliga, und zu seinen Arbeitskollegen bei Pöttinger hat er ein gutes Verhältnis. »Aber nach dem Abpfiff oder am Feierabend gehen die Menschen hier alle ihre eigenen Wege«, meint Berhane Tekelay. In seiner Heimat spielt sich das Leben viel intensiver in der Großfamilie und mit Freunden ab – und das vermisst er.

Beim Wiederaufbau helfen
Auf die Frage nach seinen Zukunftsplänen antwortet Tekelay: »Mein größter Wunsch ist es, dass die Diktatur in Eritrea beendet wird und ich zu meiner Familie zurück kann.« Derzeit hat er nur telefonischen Kontakt. Mit seinem erworbenen Know-How möchte er beim Wiederaufbau eines freien Eritrea mitwirken. .

Frank Engelhardt / MO



(Quelle: „Mein Ottobrunn“, 10/2017, Seite 23)



Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Oktober 2017)

Schulpaten gesucht

Seit dem Frühjahr 2016 werden die Schüler der sogenannten Übergangsklassen (Ü-Klassen) in der Carl-Steinmeier-Mittelschule von ehrenamtlichen Schulpaten unterstützt – mit Erfolg. Der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn organisiert dieses Patenprogramm und sucht dringend weitere Helfer.

Vier Kinder brauchen Hilfe
Schulpaten werden derzeit besonders für zwei Jungen der 7. und 8. Jahrgangsstufe sowie für eine Schülerin und einen Schüler aus der 5. Klasse gesucht.

Was erwartet Schulpaten?
Schulpaten geben ein bis zwei Nachhilfestunden pro Woche. Die Nachhilfe wird in den Wohnungen der Flüchtlinge oder bei den Paten zu Hause abgehalten. Sollte beides nicht möglich sein, gibt es Ausweichmöglichkeiten.

Wer unterstützt Schulpaten?
Etwa alle drei Monate werden Patentreffen angeboten, zu denen auch die Klassenleiter eingeladen werden. Dort können Erfahrungen ausgetauscht werden. Außerdem schicken die Klassenleiterinnen wöchentlich, welcher Stoff aktuell durchgenommen wird.

Wie kommen Schulpate und Patenschüler zusammen?
Interessierte können sich bei Martina Kreder-Strugalla vom Helferkeis Asyl (Tel. 608 33 69, E-Mail: mks3@gmx.de) melden.

MO



(Quelle: „Mein Ottobrunn“, 10/2017, Seite 24)



Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn und vhs SüdOst (September 2017)

Gemeinsame Integration meistern

Die Volkshochschulen - bereits seit den 1960er Jahren verstärkt Orte der Begegnung, der Beratung und der Integration von Migranten in die Gesellschaft - bauten kontinuierlich ein für Flüchtlinge zugängliches und geeignetes Programm auf. Für die Flüchtlinge in Ottobrunn und Umgebung bietet die vhs SüdOst eine große Chance und Hilfe: Nicht allein beim Deutschlernen und dem Vertraut werden mit unserer Kultur, sondern auch beim Erwerb der grundlegenden Befähigung zu Ausbildung und Beruf. Bildung ist weit mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein bei der Orientierung auf dem schwierigen Weg in ein neues Leben. Für die Ehrenamtlichen des örtlichen Helferkreises Asyl bildet die Arbeit der vhs-Mitarbeiter und Dozenten eine fundierte Ergänzung und eine professionelle Weiterführung ihrer Integrationsbemühungen.

Wachstumsschub durch Zuwanderung
Christof Schulz, Geschäftsführer der vhs SüdOst, erklärt, dass Volkshochschulen aufgrund der Flüchtlingskrise tatsächlich spürbar angewachsen seien, dass in einer Volkshochschule von der Größe der hiesigen jedoch ein Balanceakt nötig war, um Räume und Personal stellen und die hinzugekommenen Bedürfnisse erfüllen zu können. »Im Bereich Deutsch als Fremdsprache hat sich die Zahl der Unterrichtseinheiten pro Teilnehmer verdoppelt«, sagt Elisabeth Stein, Fachbereichsleiterin Deutsch und Integration. Seit 2014 werden die Integrationskurse für Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis aus Bundesmitteln gefördert. Nicht nur praxisnaher Sprachunterricht, sondern auch 100 Stunden im Orientierungskurs »Leben in Deutschland« (Politik, Gesellschaft, Geschichte) werden angeboten und gut besucht. Einen erfolgreichen Abschluss brauchen auch Migranten und Flüchtlinge, die sich einbürgern lassen wollen.

Neue Sprache, neue Kultur: Bildung und Beratung für den ganzen Menschen
Der in der öffentlichen Diskussion von allen Seiten so nachdrücklich geforderte Spracherwerb und die Orientierung in einer neuen Gesellschaft sind weder einfach noch selbstverständlich. Elisabeth Stein berichtet von einem Flüchtling, der seiner aus Italien stammenden Lehrerin in ihrer Muttersprache erklären konnte: Ich habe auf der Flucht fünf Sprachen gelernt; jetzt auch noch Deutsch, eine so schwere Sprache – Ich kann wirklich nicht mehr! Die Lehrerin motivierte ihn: Dann male uns etwas! Der Flüchtling malte mit viel Sorgfalt eine große Ente. Am Ende sagt er: Ich glaube, ich kann jetzt doch Deutsch lernen. – Und so geht es weiter auf dem steinigen Weg: Wenn Flüchtlinge eine Aufenthaltserlaubnis erhalten haben und einen Integrationskurs besuchen, bedeutet das einen Moment der Sicherheit und Ruhe. Aber gerade dann kommen öfters Traumata hoch und die Traumatisierten brauchen den Trost der Mitarbeiter.

Ausbildung und Arbeit – der Königsweg in die Gesellschaft
Wie kann Flüchtlingen geholfen werden, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden? Auch bei gutem Arbeitsmarkt können Migranten und Flüchtlinge die Arbeitsbedingungen extrem schwer erfüllen. »Es braucht eine intensive Einzelbetreuung, um Leute in den Job zu bringen«, sagt Andreas Mayer, Fachbereichsleiter für berufliche Bildung. Das normale Kursprogramm ist häufig zu schwierig. Spezielle Angebote funktionieren nur, wenn andere Initiativen Bedarf anmelden und Teilnehmer schicken, z.B. für EDV-Kurse (PC-Kenntnisse, Word-Grundlagen). Ein wichtiges Feld stellen Einstiegsqualifizierungen und berufsbegleitende Maßnahmen dar, weil die Berufsschule für Flüchtlinge sehr hart ist. Im gewerblichen und handwerklichen Bereich gibt es in München bereits etwa 400 sachkompetente Anbieter, ergänzt Christof Schulz. Auch die vhs plant neue, differenzierte Angebote, etwa Fachsprachen im Gesundheitsbereich oder in der Gastronomie.

Volkshochschule als Ort der Begegnung
Die vhs hat ein Angebot vor Ort, das kurze Wege garantiert und das sich als Ort der Begegnung eignet, denn Integration ist keine Einbahnstraße. Der Beitrag der Einheimischen besteht darin, sich anderen Kulturen unbefangen und neugierig zu nähern. Dafür schafft die Volkshochschule ausgezeichnete Voraussetzungen. Erfolgreich waren hier beispielsweise die gemeinsam mit dem Helferkreis Asyl veranstalteten Abende über die Herkunftsländer von Flüchtlingen in den vergangenen Monaten.

Claudia Bernardoni, Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



(Quelle: „Mein Ottobrunn“, 09/2017, Seite 26)



Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Juli 2017)

Kultur-Camp für zwei

Im April besuchten die Flüchtlingskinder Jasmine und Jamima aus Uganda, die vom Helferkreis Asyl betreut werden, zusammen mit 34 anderen Jugendlichen aus zwölf Ländern ein KulturCamp in Nürnberg. Nachfolgend berichten Jasmine und Jamima ihre Erlebnisse.

»Die Tage in Nürnberg haben uns sehr gefallen. Es war spannend, eine fremde Stadt und die alte Burg kennenzulernen. In der Jugendherberge waren wir in einem Zimmer mit zwei anderen Mädchen untergebracht, und wir beide waren auch bei den Aufgaben in einem Team. Alle Lehrer waren sehr nett zu uns.

Ganz besonders gefallen haben uns das Tanzen und die Bewegungen zur Musik. Beim Theaterspiel haben wir als eigene Geschichte eine Familie auf einem Spielplatz dargestellt. Es war nie langweilig, wir haben viele neue Freunde gefunden und viel Spaß gehabt. Dafür sagen wir danke!«

Jasmine und Jamima

(Quelle: „Mein Ottobrunn“, 07/2017, Seite 23)





asylgipfel-bayern.de (08.07.2017)

4. Asylgipfel in Oberbayern

Der Veranstalter "www.asylgipfel-bayern.de" organisierte in der Karmelitenkirche in München das 4. Gipfeltreffen. Eine ausführliche Information zu diesem Treffen findet man beispielsweise bei der “Politische Bildung Schwaben”




Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (23.06.2017)

Länderabend - Flucht aus Afrika

so der Titel des letzten der Abende über Herkunftsländer von Flüchtlingen, die der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn gemeinsam mit der Volkshochschule SüdOst am 23. Juni im Wolf-Ferrari-Haus veranstaltet hat. Diesmal ging es um einen ganzen Kontinent, bzw. um das Beispiel von zwei afrikanischen Ländern, aus der die meisten der in Ottobrunn und Hohenbrunn lebenden Flüchtlinge stammen: Nigeria im Westen und Somalia im Osten.

Trotz des afrikanischen Klimas auch bei uns kamen viele Besucher und traditionell gekleidete Flüchtlinge ins Wolf-Ferrari-Haus. Zur Begrüßung sprachen die Bürgermeister von Ottobrunn und Neubiberg, Thomas Loderer und Günter Heyland, Christof Schulz, der Leiter der Volkshochschule, und Diakon Karl Stocker, der Leiter des Helferkreises Asyl. Bürgermeister Loderer erntete viel Beifall für seine Ankündigung, dass der diesjährige Erlös aus der Versteigerung der Fundsachen im Wolf-Ferrari-Haus dem Helferkreis gespendet werden soll.

Claudia Bernardoni, ehrenamtliche Sprecherin im Helferkreis, moderierte nach einem kurzen Überblick über die Geschichte Afrikas die Diskussion. Uche Akpulu, Mitarbeiter des Bayerischen Flüchtlingsrats, stellte Nigeria vor, ein Land, dessen wirtschaftlicher Aufstieg durch den gesunkenen Ölpreis geschwächt, durch Korruption und Terror jedoch viel verheerender getroffen wird. Mohamed Ali, Kulturdolmetscher aus Somalia ,charakterisierte ein Land ohne Staatsgewalt, in dem Hungersnot herrscht und die Einwohner, v.a. auch Frauen, nirgends sicher vor Verfolgung durch Islamisten sind.

Da die Veranstaltung noch in die Fastenzeit Ramadan fiel, hatten Muslime die Möglichkeit, nach Sonnenuntergang zu beten und danach ein Gericht aus der Moschee-Küche des Münchner Forums zu genießen. Auch für die anderen Besucher gab es mit Kostproben aus der afrikanischen Küche eine kleine Stärkung. Nicht zuletzt trug die vom jährlichen Fest der Kulturen bekannte und beliebte Trommler-Band von Michael Akpaglo aus Weilheim zur guten Stimmung und zum Erfolg des Abends bei.


Einen Bericht zum zweiten "Länderabend Syrien - ein altes Kulturland im Bürgerkrieg (27.1.2017)" finden Sie hier.

Einen Bericht zum dritter "Länderabend - Afghanistan (31.3.2017)" finden Sie hier.






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (23.04.2017)

Das Fest der Kulturen 2017

Seit 2015 beteiligt sich der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn am Ottobrunner Fest der Kulturen im Wolf-Ferrari-Haus. Wir haben regelmäßig einen Stand beim Markt der Initiativen und wir sorgen für einen Beitrag von Flüchtlingen auf der Bühne.

Diesmal war unser Gast Aeham Ahmad, der Pianist aus den Trümmern von Damaskus. Als Sohn einer palästinensischen Flüchtlingsfamilie wurde er 1988 im Flüchtlingslager Jarmuk bei Damaskus geboren. Um die Bewohner des umkämpften Stadtviertels Angst, Hunger und Sorgen für kurze Zeit vergessen zu machen, spielte er auf einem Klavier, das er unter Lebensgefahr für seine Auftritte auf einem Wasserwagen durch die zerbombten Straßen fuhr. Er musste vor den IS-Dschihadisten fliehen und kam 2015 nach Deutschland. Die zahlreichen Besucher des Fests der Kulturen begeisterte er durch sein virtuos-temperamentvolles Spiel und seine herzliche Art.

Michael Akpaglo und seine Trommler der German –African-Connection unterhielten die Besucher auf bewährte Art in der Pause und brachten vor allem Fans unter den Kindern zum Tanzen.

Der Markt der Initiativen mit unserem orientalisch einerseits und afrikanisch andererseits dekorierten Doppelstand bot wieder Gelegenheit zu zahlreichen Gesprächen und zum Kennenlernen von Flüchtlingen und Ehrenamtlichen unterschiedlicher Initiativen aus der Region.



alle Fotos: Gunter Hahn, Ottobrunn




Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (31.03.2017)

3. Länderabend - Afghanistan

Am 31.03.2017 fand im Wolf-Ferrari-Haus, Ottobrunn, der dritte Abend in der Reihe über Herkunftsländer von Flüchtlingen statt, den der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn gemeinsam mit der Volkshochschule SüdOst veranstaltete. Der deutsch-afghanische Politikwissenschaftler Hamun Tanin sprach über das Land, die prekäre Sicherheitslage, Zahlen und Wege der Flüchtlinge. Der Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats Dr. Stephan Dünnwald machte unter anderem deutlich, dass keiner der abgeschobenen Flüchtlinge, zu denen weiterhin Kontakt besteht, in Kabul oder anderswo eine Unterkunft gefunden hätte oder Mittel, um das eigene Leben zu fristen.

Höhepunkt des Abends waren jedoch die Beiträge der Flüchtlinge aus Ottobrunn und Umgebung. Fünf Männer und Frauen trugen selbst verfasste Texte vor und erhielten großen Beifall: Die beiden Frauen priesen Deutschland, weil hier Frauen ähnlich wie Männer Rechte besitzen. Einer der Männer beschrieb die schwere Diskriminierung von Afghanen, die als Flüchtlinge im Iran leben, ein zweiter klagte über die Hoffnungslosigkeit, unter der alle seine Landsleute wegen der Abschiebungen leiden, und der dritte beschrieb den Wunschtraum einer friedlichen Welt in einem eindrucksvollen Gedicht. Zum Abschluss gab es ein Buffet mit vielfältigen Kostproben aus der afghanischen Küche, die einige der Hausfrauen und die Auszubildenden in der Gastronomie für das Publikum zubereitet hatten.


alle Fotos: Daniela Graser, Hohenbrunn

Einen Bericht zum zweiten "Länderabend Syrien - ein altes Kulturland im Bürgerkrieg (27.1.2017)" finden Sie hier.

Einen Bericht zum vierten "Länderabend - Flucht aus Afrika (23.6.2017)" finden Sie hier.






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (19.03.2017)

Flüchtlings-Kunstprojekt „Zeige dich“ in St. Magdalena, Ottobrunn (Flyer)

Flüchtlinge malen Körperbilder und geben ihrer Identität eine künstlerische Gestalt. Die Idee zu dem Projekt hatten die Künstlerin Chris Groitl und die Kunsttherapeutin Birgit Weierer bereits 2016. Seit der ersten Ausstellung beim Fest der Kulturen im April vorigen Jahres ist die Anzahl der Selbstbilder angewachsen. Nun können die lebensgroßen Papierbilder und eine Kleiderpuppe von acht Frauen, einem Mann und drei Kindern aus Afghanistan, Syrien, dem Irak, Russland, Nigeria und Uganda wirkungsvoll platziert in der Kirche während der Fastenzeit bis Palmsonntag besichtigt werden.

Die Ausstellung wurde am Sonntag, 19.3.2017, mit dem Familiengottesdienst „Ecce Homo“ eröffnet. Unter dem MISEREOR-Hungertuch des nigerianischen Künstlers Chidi Kwubiri an der Altarwand war ein symbolisches Zeremoniell der Aufnahme von schutzsuchenden Menschen aus anderen Kulturen in unsere Gesellschaft gewidmet. Flüchtlinge und ihre Paten aus dem Helferkreis versinnbildlichten das Brückenbauen. Farbige Tücher, grün, blau, gelb und golden, die Vortragende um den Körper gelegt hatten, standen für Gebete:

Die Farbe Gelb erinnert uns an reife Ähren und steht für Fruchtbarkeit. Wir beten für die Hungernden überall auf der Welt. Sende ihnen Menschen, die mit ihnen für Gerechtigkeit kämpfen; mach sie und uns bereit zur Solidarität.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Die Farbe Grün steht für das Leben. Wir beten für die Schöpfung, in der wir Menschen aller Kulturen, Hautfarben und Sprachen zu Hause sind. Lass uns unsere Verbundenheit und Verantwortung füreinander erkennen.
Wir bitten dich, erhöre uns.

Die Farbe Blau steht für Kraft und Ruhe. Wir beten für die Menschen die mutig, neue Wege gehen – Wege aus der Armut, Wege zu einem erfüllten, gesicherten Leben. Gib Ihnen und uns Kreativität und Geduld.
Wir bitten dich, erhöre uns.

Die Farbe Gold steht für das Göttliche. Alles Leben trägt die Spuren Gottes in sich. Wir beten für die Menschen, die in unserem Land eine neue Heimat suchen. Lass uns in jedem Gast, jedem Fremden Dich erkennen.
Wir bitten dich, erhöre uns.

Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich Flüchtlinge, Zeige dich-Künstler und Einheimische zu Kaffee, Tee und Kostproben aus den Herkunftsländern.







Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (04.03.2017)

Protest gegen Asylpolitik – Sternfahrt der Asylhelferkreise zum Gruppenbild unter der Bavaria

Auf dem 3. Oberbayerischen Asylgipfel Ende Januar 2017 in Tutzing ist eine Resolution (Tutzinger Resolution) verfasst worden, die inzwischen von 230 Helferkreisen im gesamten Freistaat mitgetragen wird. Auch der Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn hat sich angeschlossen. Tausende von Ehrenamtlichen, die sich nachhaltig um Flüchtlinge kümmern und sich deshalb „Experten an der Basis“ nennen, protestieren damit gegen Abschiebungen in der gegenwärtigen Situation nach Afghanistan und gegen Arbeitsverbote für Asylbewerber und Geduldete. Am Samstag, den 04.03., trafen wir uns wie die anderen Vertreter*Innen der jeweiligen Helferkreise am Ortsschild für ein Startfoto zur Sternfahrt. Wir waren sechzehn und fuhren gemeinsam mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof München. Dort kamen Ehrenamtliche und Flüchtlinge aus allen Himmelsrichtungen an. Ohne Behinderung konnte ein langer Fußgängerzug vom Holzkirchner Bahnhof bis zur Theresienwiese wandern – trotz der mitgebrachten Plakate ausdrücklich keine Demonstration, sondern ein Spaziergang zum großen Gruppenfoto unter der Bavaria. Über 120 Helferkreise und rund 1500 Ehrenamtliche und Flüchtlinge versammelten sich nach Schätzung der Abendzeitung auf der Treppe und den Hängen zu Füßen der Bavaria. Das eindrucksvolle Gruppenbild sowie die Bilder der einzelnen Helferkreise werden den Abgeordneten des Bayerischen Landtags und des Bundestags zugesandt. Das Hauptanliegen formulierte einer der Organisatoren, Jost Herrmann von Asyl im Oberland: „Wir warten auf ein Gesprächsangebot von Innenminister Herrmann oder Ministerpräsident Seehofer“. Links zu weiteren Bildern finden sie auf dem Web-Server des Organisator (www.asyl.bayern)

Bericht: Claudia Bernardoni











Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (01.03.2017)

Asylverfahren: Abschiebung zurück in die Ostukraine - trotz Arbeit als Krankenschwester und Arzt

Die Süddeutsche Zeitung und der Münchner Merkur berichten in ihren Artikeln über eine Familie aus der Ukraine, die in Riemerling wohnt und seit zwei Jahren vom Helferkreis Asyl begleitet wird.





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (21.01.2017)

2. Länderabend Syrien - ein altes Kulturland im Bürgerkrieg

„Selten habe ich den Ratssaal so voll gesehen“ meinte Bürgermeister Thomas Loderer zur Begrüßung der Gäste beim Syrien-Abend im Wolf-Ferrari-Haus. Tatsächlich waren nicht nur alle Reihen im Parterre und auf der Empore gefüllt, es gab zudem jede Menge Stehplätze, vor allem für die jüngeren Besucher. Deutsche und Syrer reagierten mit einem enormen Zuspruch auf die Einladung des Helferkreises Asyl Ottobrunn-Hohenbrunn und der VHS Südost. Zu Gast waren als Redner Vice-President Michael Bauer vom Verband der Orienthelfer und das Quartett Martina Eisenreich, bei dem wiederum das syrische Trio JIRS (Brücke) zu Gast war.

Michael Bauer gab einen Überblick über die Entwicklung des Konflikts von den Forderungen nach Wohlfahrt, Sicherheit, Beteiligung und demokratische Reformen, wie sie die Exponenten des Arabischen Frühlings mit gutem Recht stellten, über die Unterdrückungsmaßnahmen des Assad-Regimes bis zum Krieg in Syrien mit seinen maßlosen Opfern. Mehr als eine halbe Million Menschen wurden getötet, über 12 Millionen befinden sich auf der Flucht, 18 Millionen Menschen in und um Syrien sind auf humanitäre Hilfe zum Überleben angewiesen. Die Organisation „Orienthelfer e.V.“ kümmert sich um die humanitäre Hilfe und leistet Unterstützung v.a. vom Libanon und von Jordanien aus. Hinzu kommen Projekte zur Bildung und Ausbildung der Jugendlichen, die keine Schulen besuchen können und denen das Schicksal droht, zur „verlorenen Generation“ zu werden.

Dieser Teil des Abends richtete sich vor allem an die deutschen Besucher – die syrischen Familien kannten Krieg und Flucht aus eigenem Erleben. Für sie, aber nicht nur für sie, sondern für alle Besucher war die Musik von Martina Eisenreich und ihrem Quartett samt Trio ein ganz besonderes Erlebnis. Die drei Musiker aus Syrien erinnerten mit Spiel und Gesang an die Heimat der Syrer, und mit einer eigenen Komposition „Warten“ rührten sie an die Sorgen der Flüchtlinge hier und heute. Riesenapplaus für die Musikgruppe von Martina Eisenreich!


Zum Ausklang des Abends wurden alle Besucher von den syrischen Familien eingeladen, Köstlichkeiten aus ihrer Heimat zu probieren. An der ebenso liebevoll wie reich gedeckten Tafel konnten die deutschen Gourmets nach Vortrag und Musik eine neue Seite Syriens erfahren – bis auf den letzten Brösel wurde alles verzehrt. Die Syrer dankten dem Helferkreis Asyl und der VHS für die Aufmerksamkeit, die ihr Land an diesem Abend gefunden hat, und die Helferkreis-Mitglieder und VHS-Gäste hatten ebenso allen Anlass, uns bei den syrischen Familien zu bedanken. Eine rundum gelungene Begegnung.

Einen Bericht zum dritten "Länderabend - Afghanistan (31.3.2017)" finden Sie hier.
Einen Bericht zum vierten "Länderabend - Flucht aus Afrika (23.6.2017)" finden Sie hier.






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Januar 2017)

Jahresbericht 2016

Im vierten Jahr seines Bestehens begleitete der Helferkreis über 250 Flüchtlinge, darunter 70 Kinder und 10 Jugendliche. Die meisten Familien haben persönliche Paten aus dem Helferkreis. Syrien, Afghanistan, Irak, Somalia, Eritrea, Nigeria, Senegal sind die Haupt-Heimatländer unserer Flüchtlinge. Asylbewerber, die nach Abschluss des Asylverfahrens eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, daher wegziehen dürfen, aber in unseren Gemeinden oder in der Nähe bleiben, unterstützen wir weiter. Ebenso Flüchtlinge, die bereits als „Anerkannte“ in unsere Gemeinden zuziehen. 2016 hat sich der Schwerpunkt unserer Hilfe von der Ankunft und Versorgung hin zur Integration verändert.

  • Über 140 Ehrenamtliche sind im Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn aktiv. Sechs Flüchtlinge sind inzwischen selbst Mitglied im Helferkreis. Bis Herbst wurde ein Teil der Verwaltung durch eine Mitarbeiterin des Caritas-Zentrums erledigt, seit Oktober 2016 unterstützt hierbei die Integrationsbeauftragte der Gemeinde Ottobrunn.
  • Der Helferkreis trifft sich 3 x im Monat im Pfarrsaal St. Magdalena. Im internen Weiterbildungsprogramm wurden an 10 Treffen zu angefragten Themen informiert und diskutiert. Zusätzlich gab es eine Supervision, Einführungen für neue Helfer und zwei Patentreffen.
  • Wir informieren die Öffentlichkeit regelmäßig über unsere Homepage, www.helferkreis-asyl.com, im Gemeindeblatt Ottobrunn und dem Hohenbrunner Gemeindeblatt. Mit Ständen waren wir beim Fest der Kulturen und beim Rie-West-Fest in Riemerling vertreten.

Das Jahr 2016 war ein Jahr der Umzüge.

  • Ende Januar mussten die letzten Asylbewerber aus der Joseph-Seliger-Siedlung ausziehen. Den meisten Familien, die im Ort integriert sind, wurde vom LRA ortsnah Ersatzwohnraum angeboten. Die meisten Alleinstehenden wurden in andere Gemeinden des Landkreises „verlagert“. Im Juli wurde eine Asylbewerber-Unterkunft in Riemerling aufgelöst. Der Helferkreis begleitet Menschen weiter, für die der Umzug eine besondere Härte bedeutete, z.B. wegen Erreichbarkeit des Ausbildungsplatzes, Verlust der sozialen Bindungen.
  • Im März wurde eine Containeranlage in Ottobrunn eröffnet und von Familien bezogen. Im Laufe des Jahres wurden drei weitere Häuser in Ottobrunn und Riemerling für Asylbewerber-Familien bereit gestellt, außerdem Wohnungen in Hohenbrunn und Ottobrunn.
  • Für 5 anerkannte Familien mit 13 Kindern und 3 Einzelpersonen konnten wir Wohnungen finden, weiteren Flüchtlingen bei Umzügen helfen.
  • Drei kleinere Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Ottobrunn und Riemerling sind im Laufe des Jahres eröffnet worden, sie werden von verschiedenen Trägern betreut. Hier unterstützen wir in Einzelfällen.
  • Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung ermöglicht, dass die Flüchtlinge lokal mit Kleidung, Spielsachen, Geschirr, Fahrrädern, Fernsehern, Möbeln versorgt werden oder diese günstig und in Würde einkaufen können - dank der AWO Klawotte, Kinder-Klawotte, der AWO Rumpelkammer und der Mobilen Caritas Werkstatt, die ihre Dienstleistungen allen Bedürftigen anbieten.

Der Sommer 2016 war eine Zeit der Anhörungen.

In den Sommerferien überraschten die oft kurzfristigen Ladungen zu Anhörungen, auch an 100 km entfernte Außenstellen des BAMF und für Flüchtlinge, die seit 4 Jahren als Asylbewerber registriert waren. Es gelang, alle Betroffenen auf die Anhörung vorzubereiten und zu begleiten. Dabei erhielten wir Unterstützung durch ehrenamtliche Anhörungsbegleiter von Arrival Aid. Nicht verständliche Behördenschreiben wurden oft kurzfristig, auch am Wochenende und in den Weihnachtsferien, erklärt, und den Empfängern somit die erste große Angst genommen. Auch die weiteren Schritte bis zum Erwerb eines Aufenthaltstitels oder einer Duldung bewältigten Flüchtlinge mit unserer Hilfe.


Integration durch Sprache und Arbeit

  • Mit einem abgestimmten Konzept für Deutschunterricht und -kurse (ehrenamtlich, in Gruppen oder individuell – an der VHS Südost – in Sprachschulen in München) hatte jeder Flüchtling die Möglichkeit, sprachlich voran zu kommen.
  • Die Unterstützung bei Jobsuche wurde intensiviert, Praktika in unseren Gemeinden bei Firmen, Organisationen und sozialen Einrichtungen tragen dazu bei. Weitere Flüchtlinge haben Arbeitsplätze gefunden oder im Herbst Ausbildungen begonnen, z.B. als Gärtner, Maler, Arzthelferin, Lagerist. Berufsschüler erhalten individuell Nachhilfe.
  • Für Schüler der Carl-Steinmeier-Mittelschule wurden Schülerpaten gefunden, ebenso für Kinder an den Grundschulen. Jugendliche, die im Frühjahr neu ankamen, und erst ab Herbst Schulplätze erhielten, wurden den Sommer über ehrenamtlich in Deutsch unterrichtet.
  • Für Schüler und Azubis konnten einige Notebooks bereit gestellt werden. Erste Kinder gehen aufs Gymnasium oder in Realschulen.

Integration durch Teilhabe am sozialen Leben

  • Gemeinsam gestaltete Feste trugen zur Integration bei, wie das Fest der Kulturen der Agenda 21 Ottobrunn/Neubiberg, das Muslimische Opferfest des Deutsch-Islamischen Kulturvereins Ottobrunn, das Rie-West-Straßenfest, das Sommerfest im Hanns-Seidel-Haus, die Adventsfeier im Haus der Evangelischen Jugend.
  • Die Schwimmabteilung des TSV Riemerling ermöglichte seit Januar Schwimmkurse für Flüchtlingskinder und für Frauen. Die Ottobrunner und Hohenbrunner Sportvereine haben in der Abteilung Fussball und anderen Sparten Flüchtlinge aufgenommen. Die eigene Fussballmannschaft des Helferkreises „Ramasuri“ beteiligte sich an verschiedenen Turnieren.
  • Seit März lädt das Team des Café International einmal im Monat, Samstagnachmittag, im Haus der Evangelischen Jugend, zur Begegnung von Flüchtingen und Einheimischen ein.
  • Beim Programm „Über’n Tellerrand“ kamen Flüchtlinge, Migranten und Einheimische in kleineren Tafelrunden beim Kochen und Essen miteinander ins Gespräch.
  • In Kooperation mit der VHS informieren wir in Länderabenden über die Herkunftsländer unserer Flüchtlinge und Migranten. Im Herbst begann die Reihe mit „Bosnien-Herzegowina und der Islam in Europa“. Information, Musik, Kulinarisches und Begegnung unter Beteiligung von Flüchtlingen / Migranten kennzeichnen die Abende.
  • Interkulturelle Trainings und Gesundheits-Workshops in kleinen Gruppen förderten Frauen aus Somalia, Nigeria und Afghanistan.

Mit dem Spendenkonto des Helferkreises konnte manche Notlage gelindert werden, Deutschunterricht und weitere Maßnahmen zur Integration und Beschäftigung finanziert werden.

Herzlichen Dank allen, die unser Engagement für die Flüchtlinge durch ihre Anteilnahme, Mitarbeit und Spenden unterstützen, und durch freundliche Begegnung im Alltag zur Integration beitragen.

Heidi Maurer und Claudia Bernardoni
Ehrenamtl. Sprecherinnen im Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn






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