Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn  

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn



Presse / Nachrichten - Archiv (2015)



Artikelliste (2015)






Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (16.12.2015)

„Eine Schwäche für die Schwachen“

Musikbegeisterte Ottobrunner spenden für den Asylhelferkreis Ottobrunn

Margret Joswig, die Verantwortliche für die Kirchenmusik in St. Magdalena Ottobrunn hatte die Idee, das diesjährige „Bayerischen Adventssingen“ als Benefizkonzert zu gestalten und viele Ottobrunner, auch viele Asylbewerber, kamen zum adventlichen Musizieren am ersten Adventssonntag in die Kirche St. Magdalena, um bayerischen Klängen verschiedener Musikgruppen aus der Pfarrei zu lauschen, besinnliche adventliche Texte zu hören, mitzusingen und für die Belange der bedürftigen Asylbewerber zu spenden.

Diakon Karl Stocker und der Asylhelferkreis Ottobrunn zeigten sich erfreut und dankbar für den überbrachten Scheck der Chorgemeinschaft St. Magdalena über EUR 600,00.

„Es ist zur richtigen Zeit eine große Hilfe zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben des Helferkreises und kommt den Asylbewerbern direkt zugute!“, so Karl Stocker bei der Übergabe des Schecks durch Margret Joswig beim Treffen der Helfer am 16.12.2015 im Pfarrsaal von St. Magdalena.

Helferkreis Ottobrunn/Hohenbrunn





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (13.12.2015)

Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn veranstaltet Weihnachtsfeier für Flüchtlingskinder und Flüchtlingseltern

Am 13. 12. 2015 konnte der große Gemeindesaal an der Michaelskirche die Menge der Kinder und Eltern aus den Ländern des Orients, aus Afrika und Europa, der Flüchtlingspaten des Helferkreises und der Gäste kaum fassen, als es darum ging, den Weihnachtsbaum mit selbst gebastelten Sternen zu schmücken, zu singen und zu feiern. Die muslimischen Flüchtlinge hatten dabei keine Berührungsängste mit den christlichen Traditionen. Philipp Stoltz und Basel Alidris, beide vom Helferkreis Asyl, lasen eine Weihnachtsgeschichte auf Deutsch und Arabisch vor. Bekannte mussten begrüßt, Neuigkeiten ausgetauscht und Köstlichkeiten aus Flüchtlingsküchen sowie einheimischen Backöfen unbedingt probiert werden, ehe alle wieder nach Hause aufbrachen.





Süddeutsche Zeitung (16.10.2015):

Ottobrunn nimmt's gelassen

Auf der Ottobrunner Bürgerversammlung konfrontiert der Bürgermeister Thomas Loderer die Bürger mit neuen Flüchtlingszahlen und verwies dabei auch auf die großartige Unterstützung durch die Ehrenamtlichen. Nicht zuletzt die Domain des Helferkreises mache deutlich, wie früh und intensiv sich Ottobrunner Bürger schon mit der Integration der Flüchtlinge beschäftigt hätten: ",www.helferkreis-asyl.com' sagt eigentlich alles. Dafür ein herzliches Dankeschön", sagte Loderer.





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (13.10.2015)

Impf-Infoveranstaltung für Flüchtlinge

Am Abend des 13. Oktober 2015 machten sich Flüchtlinge aus Nigeria, Syrien, Afghanistan, Somalia, Eritrea, Äthiopien und aus dem Senegal auf den Weg. An diesem Tag war ihr Weg aus Ottobrunn, Riemerling oder Hohenbrunn jedoch weder weit noch beschwerlich. Ihr Ziel war eine vom Helferkreis Asyl Ottobrunn organisierte Informationsveranstaltung im Pfarrsaal der Kirchengemeinde St. Magdalena Ottobrunn zum Thema Impfungen. Dr. Susanne Pechel vom Gesundheitsamt München Land referierte abwechselnd auf Deutsch und auf Englisch in einfachen Worten und einprägsam, wie wichtig Impfungen für die ganze Bevölkerung seien, um sich vor Krankheiten wie z. B. Masern oder Influenza zu schützen. Rony Goliana, selbst Flüchtling aus Syrien und seit 2013 bei uns lebend, stellte sich als Dolmetscher zur Verfügung und übersetzte die Worte Dr. Pechels ins Arabische.

Zwei jungen Männern aus Eritrea, die noch nicht so gut Deutsch sprachen, erklärte Frau Friedenberg vom Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn die relevanten medizinischen Sachverhalte auf Französisch. Da viele Asylbewerber über keine Impfdokumente aus ihrem Heimatland verfügten, verteilte Dr. Pechel die kleinen gelben Impfpässe.

So wurde der Infoabend eine multilinguale, interessante Veranstaltung, aus der alle heimgingen mit dem Entschluss, sich von ihrem Hausarzt impfen zu lassen.

Helferkreis Ottobrunn/Hohenbrunn





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (07.06.2015)

„Mozart am Nachmittag“ Benefizkonzert für Ottobrunns Asylbewerber

Am Sonntag, 7. Juni 2015, fand ein ganz besonderes Konzert, das auch Kinder faszinierte, im bis auf den letzten Platz besetzten Ratssaal im Wolf-Ferrari-Haus statt. Die erst 19-jährige Klavierstudentin Anna Handler dirigierte das von ihr gegründete New Munich Youth Orchestra (NMYO) und stellte den Star des Konzertnachmittags in Bildern und Begebenheiten aus dessen Leben vor: Wolfgang Amadeus Mozart. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Loderer begann das Programm mit dem 1. Satz aus seinem Dritten Hornkonzert, wunderschön gespielt von dem 21-jährigen Hornisten Bence Sovago. Dann folgte der 3. Satz aus dem Dritten Violinkonzert; Solistin war die 16-jährige Geigerin Laura Handler, die nicht nur technisch, sondern auch musikalisch überzeugte. Zur Unterstützung holte sich die Dirigentin zwei Kinder aus dem Publikum – darunter einen afghanischen Jungen -, die unter ihrer Anleitung „mitdirigierten“.

Die Musiker des New Munich Youth Orchestra unter Leitung von Anna Handler im Ratssaal des Ottobrunner Wolf-Ferrari-Hauses
Nach der Pause folgte die märchenhafte Zauberflöte, bei der sich das 21-köpfige Orchester um 5 junge Künstler erweiterte: der 19-jährige Erzähler Yorck Schultz führte mit vier Sängern das Publikum durch die Handlung. Prinz Tamino (Tenor Manuel Ried) floh vor der Schlange und besang das Bildnis seiner Pamina. Papageno (Bariton Fabian Langguth begann seinen Auftritt als Vogelfänger, sang mit Pamina, der Sopranistin Laura Incko, das Duett „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ und fand schließlich seine Papagena, ebenfalls von Laura Incko gesungen, die am Salzburger Mozarteum studiert. Der Auftritt der Tempelwächter auf der Empore ließ die Weite des Tempels erahnen, wo dann der weise Priester Sarastro (Bass Manuel Winckhler) im Sternenmantel sang.

Die 27 jungen Musiker und Sänger sind zwischen 16 und 23 Jahre alt und studieren alle noch an der Münchner Musikhochschule, am Salzburger Mozarteum und an der Zakahr-Bron-Akademie in der Schweiz.

Papageno und Pamina/Papagena bei ihrem Duett
Das Publikum war international: Deutsche Kinder und Jugendliche mit ihren Familien, Freunde und Paten der Asylbewerber, Flüchtlinge, wie die minderjährigen Buben aus dem Lore-Malsch-Haus, Familien und Alleinstehende aus Nigeria, Uganda, Russland, Syrien und Afghanistan – die jüngste Besucherin war die drei Wochen alte Happy mit ihrer nigerianischen Mutter. Da Anna Handlers Mutter Kolumbianerin ist, waren auch südamerikanische Familien anwesend, die sich monatlich in einer spanischen Gottesdienst-Gruppe treffen.

Bürgermeister Loderer, der den Ratssaal der Gemeinde kostenlos für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte, dankte der Dirigentin mit Blumen und den jungen Musikern für ihr Engagement und ihre Unterstützung der Flüchtlinge. Der Helferkreis Asyl, dem auch Dirigentin Anna Handler angehört, hatte Informationsblätter über seine Arbeit ausgelegt, und das begeisterte Publikum spendete nicht nur Applaus sondern auch klingende Münze in die Spendenkörbchen am Ausgang. Dafür Ausführenden und Besuchern nochmals herzlichen Dank!
Helferkreis Ottobrunn/Hohenbrunn





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (22.3.2015)

Fest der Kulturen 2015

Der Helferkreis Aysl war am Fest der Kulturen der Agenda 21 im Wolf-Ferrari-Haus mit einigen Programmpunkten und einem Infostand mit beteiligt. Unten ein kurzes Video zum Anschauen mit einem Klick auf das Bild.
Helferkreis Ottobrunn/Hohenbrunn


(Video)




Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (26.01.2015)

Eindrucksvolle Spende vom Ottobrunner Gymnasium

Höhenkirchen-Siegertsbrunn:
Schecks über 1502,45 Euro und über 338,68 Euro überreichte die Schülerschaft des Gymnasiums Ottobrunn dem Helferkreis Asyl Ottobrunn-Hohenbrunn. Der erste Scheck war der Erlös aus der Sammlung nach dem traditionellen Weihnachtskonzerts aller Ensembles des Gymnasiums am 11. Dezember 2014 in der Pfarrkirche St. Magdalena, der zweite Betrag wurde von der Klasse 6c gespendet, die dafür in der Vorweihnachtszeit Kuchen gebacken und verkauft hatte. Die Schecks nahmen für den Helferkreis Asyl Ottobrunn Rony Goliana, Flüchtling aus Syrien, und Claudia Bernardoni entgegen.

Zur Scheckübergabe versammelten sich fünf Kurse der Jahrgangsstufe 11 sowie eine 10. Und eine 9. Klasse in der Aula des Gymnasiums Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Die Jugendlichen wurden von Claudia Bernardoni in das geltende Asylrecht eingeführt. Asyl ist ein Menschenrecht; nach der Genfer Flüchtlings-Konvention dürfen die Behörden Asylsuchende nicht über die Grenzen in ihr Herkunftsland oder ein unsicheres Drittland zurückschicken. Die Flüchtlinge sind aus Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, ihrer Religion, ihrer Nationalität oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder ihrer politischen Überzeugung aus dem Heimatland geflohen. Vor Abschiebung geschützt sind auch Menschen, denen durch Krieg und Bürgerkrieg in ihrem Heimatland Lebensgefahr droht.

Foto: Claus Schunk
Aus einer lebensgefährlichen Region Syriens kommt Rony Goliana, der mit seiner Familie in Al Hassakah im Norden des Landes lebte. In der Region kämpfen kurdische Peschmerga-Truppen, die aus dem Irak kommen, gegen Dschihadisten des Islamischen Staats, die im nicht weit entfernten Rakka ihre Hauptstadt haben. Als Christ wäre er ein Opfer des Islamischen Staats geworden. Über Monate war er auf der Flucht, ehe er in Deutschland ankam und als Bürgerkriegsflüchtling eine Aufenthaltserlaubnis erhielt. In seinem Vortrag vor den Schülern betonte er, was für ein Luxus es sei, ohne Angst und Sorgen lernen zu dürfen, frei zur Schule und Hochschule gehen zu können. Er selbst hat in Damaskus Englisch und Arabisch studiert. Jetzt spricht er auch Deutsch und möchte eine Dolmetscher- Ausbildung machen. Als Mitglied im Helferkreis Asyl unterstützt er die nur arabisch sprechenden Flüchtlinge, begleitet sie zu Behörden und hilft ihnen, sich im Alltag zurechtzufinden.

Der Helferkreis betreut derzeit über 200 Flüchtlinge in Ottobrunn und Hohenbrunn, die aus Syrien, Afghanistan, Irak, Nigeria, Eritrea, Somalia und Pakistan kommen. Mit der Spende der Schülerinnen und Schüler des Ottobrunner Gymnasiums kann der Helferkreis für die Asylbewerber zusätzliche notwendige Hilfe leisten.
Helferkreis Ottobrunn/Hohenbrunn





Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn (Januar 2015)

Jahresbericht 2014

Inzwischen leben über 250 Flüchtlinge in Ottobrunn und Hohenbrunn, darunter 60 Kinder und 10 Jugendliche. Den Kindern und Jugendlichen gilt unser besonderes Engagement, alle Familien haben persönliche Paten aus dem Helferkreis. Die Flüchtlinge kommen aus Syrien, Afghanistan, Irak, Pakistan, Somalia, Eritrea, Nigeria, Senegal, Uganda, Mali.

Über 60 Ehrenamtliche sind im Helferkreis Asyl Ottobrunn / Hohenbrunn aktiv.
Wir treffen uns wöchentlich Mittwoch, 17 Uhr im Pfarrsaal St. Magdalena.

  • Im Januar haben wir - ehrenamtlich - ein Weiterbildungsprogramm gestartet; in 12 Treffen wurde zu Themen, die uns auf den Nägeln lagen, informiert und diskutiert.
  • Im Frühjahr traten zwei Flüchtlinge dem Helferkreis Asyl als Mitglieder bei - und helfen seitdem mit ihren Erfahrungen und Sprachkenntnissen anderen.
  • Kirchenasyl wurde 3 Erwachsenen und 3 Kleinkindern gewährt - der längste Fall zog sich 8 Monate hin.
  • Die Notunterkunft Turnhalle Gymnasium Ottobrunn erfordert seit September ganz neue Hilfe-Angebote, z.B. bei den Sprachkursen
  • Eine eigene Homepage informiert Öffentlichkeit, Helfer und Flüchtlinge über Wichtiges, www.helferkreis-asyl.com
  • Die große Spendenbereitschaft vor Ort trägt dazu bei, dass die Flüchtlinge mit Kleidung, Spielsachen, Geschirr, Fahrrädern, Fernsehern, Möbeln versorgt werden oder diese günstig und in Würde einkaufen können - dank der AWO Klawotte, der Mobilen Caritas Werkstatt und vieler Ehrenamtlicher.
  • Mit dem Spendenkonto des Helferkreises konnte manche Notlage gelindert werden oder Aktionen finanziert werden, die den Flüchtlingen Beschäftigung und Anerkennung geben.
  • Neben diesen materiellen Spenden gibt es verstärkt Gruppen, die "Zeit" spenden, und für oder gemeinsam mit den Flüchtlingen etwas unternehmen, z. B. Konzerte, Plätzchen-Backen, Feste und Feiern.
  • Für 6 Familien mit 14 Kindern und 2 Einzelpersonen konnten - inzwischen aufenthaltsberechtigt - Wohnungen gefunden und bezogen werden. Wir begleiten die Menschen weiter.
  • Seit Dezember sind minderjährige Jugendliche im Lore-Malsch-Haus untergebracht.

Herzlichen Dank allen, die unser Engagement für die Flüchtlinge durch ihre Anteilnahme, Mitarbeit, Spenden unterstützen!

Heidi Maurer
Helferkreis Asyl Ottobrunn/Hohenbrunn






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